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Roter Turm (Bensheim)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Roter Turm Bensheim 02.jpg
Der Rote Turm (Nord- und Westseite)
Datei:Roter Turm Bensheim2.jpg
Der Rote Turm (Nord- und Ostseite)
Datei:Roter Turm Bensheim 1904 01.jpg
Der Rote Turm 1904
Datei:Bensheim 1869 02.jpg
Der Rote Turm im Jahr 1869. Links die Stadtkirche.

Der Rote Turm, früher auch Bürgerturm oder Blauer Turm genannt, ist ein Kulturdenkmal in Bensheim an der Bergstraße.

Geschichte und Gegenwart

Der Rote Turm ist ein Befestigungsturm an der Ostseite der fast vollständig abgerissenen Bensheimer Stadtmauer. Er diente zur Absicherung der Stadt gegen militärische Angriffe, die aus dem Schönberger Tal kamen. Er wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut.

Zwei Konsolen mit einem bärtigen und bartlosen Kopf befinden sich an der Südost- und Südwestecke des Turmes. Sie waren als Mahnung der Bensheimer Bürger gedacht, dass selbige sich an Gesetz und Ordnung halten. Ab 1800 wurde der Turm auch als Gefängnis genutzt, was ihm seinen Zweitnamen Bürgerturm einbrachte. Vom abgerissenen Auerbacher Tor der Stadtbefestigung wurde 1837 die Inschrifttafel am Roten Turm angebracht. Sie erinnert an die 1504 erfolgte erfolgreiche Verteidigung der Stadt. Die Inschrift lautet „Vorlage:Str trim

Bensheim wurde vom 11. bis 22. Juni 1504 von den Truppen des mit der Achtvollstreckung beauftragten Landgrafen Wilhelm II. von Hessen belagert. Mit ihm verbündet waren Herzog Philipp von Braunschweig, der Herzog von Mecklenburg und der Grafen von Lippe. Wilhelm bekam den Auftrag von Herzog Albrecht von Bayern-München. Wegen des heftigen Widerstandes der Bensheimer Bürger gelang es nicht, die Stadt einzunehmen. Als Pfalzgraf Philipp mit einem Hilfsheer von Heidelberg kam, mussten die Belagerer unter großen Verlusten abziehen.<ref>Vorlage:Toter Link/CoreDie Belagerung der Stadt Bensheim vor 500 Jahren. In: Bergsträßer Anzeiger Ausgabe vom 26. Juni 2004 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.. Suche im Internet Archive )</ref>

Am Anfang des letzten Jahrhunderts wurde der Rote Turm als Wasserhochbehälter genutzt.

Aufbau

Der Rote Turm wurde in gelbem Sandstein errichtet. 1514 wurde er mit roter Farbe gestrichen, was ihm seinen heutigen Namen verlieh. Der Grundriss des Turmes ist rechteckig und im Mauerwerk sind nur wenige Fenster und Türen. Den oberen Abschluss bildet ein Zinnenkranz und ein Rundbogenfries.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Koordinaten: 49° 40′ 56,2″ N, 8° 37′ 27,7″ O

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