Rudolf Tröger
Vorlage:Hinweisbaustein Rudolf Tröger (* 23. April 1905 in Leipzig; † 18. Juni 1940 in Frankreich an der Maginot-Linie) war ein deutscher Jurist im Rang eines Regierungsdirektors, SS-Führer, Gestapomitarbeiter und Führer des Einsatzkommandos 16 der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD.
Leben
Rudolf Tröger studierte Rechtswissenschaften und promovierte zum Dr. jur. an der Universität Leipzig mit der Dissertation: Organisation der Arbeit und Weltarbeitsrecht, die 1930 erschien.
Tröger wurde 1933 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 2.434.089).<ref>Rudolf Tröger auf www.dws-xip.pl</ref> Der SS trat Tröger 1933 bei (SS-Nummer 261.192) und wurde danach auch Angehöriger des SD.<ref name="Schreiber401f">Carsten Schreiber: Elite im Verborgenen - Ideologie und regionale Herrschaftspraxis des Sicherheitsdienstes der SS und seines Netzwerks am Beispiel Sachsens, München 2008, S. 401f.</ref>
Ab 1933 leitete Tröger das Polizeidezernat in Leipzig.<ref name="Schreiber401f"/> Tröger wechselte im August 1937 ins Geheime Staatspolizeiamt nach Berlin und wurde im November 1937 zur Staatspolizeistelle Chemnitz versetzt. Ab Frühjahr 1939 war Tröger als Leiter der Politischen Polizei in Danzig tätig.<ref name="EinsatzgruppenPolen41"> Klaus-Michael Mallmann, Jochen Böhler und Jürgen Matthäus: Einsatzgruppen in Polen: Darstellung und Dokumentation. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Stuttgart 2008, S. 41</ref> In der SS wurde Tröger am 20. April 1939 zum Sturmbannführer befördert.
Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges leitete er die Gestapo in Danzig und war Führer des Einsatzkommandos 16, das im Rahmen der Intelligenzaktion in Westpreußen die Ermordung der polnischen Intelligenz durchführte.<ref>Dieter Schenk: Danzig 1930–1945. Das Ende einer freien Stadt. Links, Berlin 2013, ISBN 978-3-86153-737-3 S. 130.</ref> Ab November 1939 wurde Tröger Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD (IdSuSD) im Bereich Danzig-Westpreußen.<ref name="Klee630">Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 630</ref> In diesem Aufgabengebiet löste er SS-Standartenführer Otto Rasch ab. Zu seinem Team gehörte hier Franz Abromeit, der für die Stadt Danzig zuständig war. Im Juni 1940, nach nur acht Monaten gab er das Aufgabengebiet ab und wechselte in den Heeresbereich, wo er an der Westfront zum Einsatz kam. Tröger starb kurz darauf als Leutnant eines Infanterieregiments der Wehrmacht bei Kampfhandlungen während des Westfeldzuges beim Versuch die Maginot-Linie zu überwinden.<ref name="Schreiber401f"/>
Literatur
- Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Fischer, Frankfurt am Main 2007. ISBN 978-3-596-16048-8 (aktualisierte 2. Auflage).
- Klaus-Michael Mallmann, Jochen Böhler und Jürgen Matthäus: Einsatzgruppen in Polen: Darstellung und Dokumentation. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-534-21353-5. (Band 12 der Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart.)
- Carsten Schreiber: Elite im Verborgenen – Ideologie und regionale Herrschaftspraxis des Sicherheitsdienstes der SS und seines Netzwerks am Beispiel Sachsens, Studien zur Zeitgeschichte, Band 77, Oldenbourg Wissenschafts-Verlag GmbH, München 2008, ISBN 978-3-486-58543-8 (Volltext digital verfügbar).
Weblinks
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- ZDF-Dokumentation: Das Mädchen mit den Goldhaaren: Eine Spurensuche im Holocaust
Einzelnachweise
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