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San Bernardino GR

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens San Bernardinof zu vermeiden.
San Bernardino
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton GraubündenDatei:CHE Graubünden COA.svg Graubünden (GR)
Region: Moesaw
Politische Gemeinde: Mesoccoi2w1
Postleitzahl: 6565
Koordinaten: 734697 / 147189Koordinaten: 46° 27′ 45″ N, 9° 11′ 32″ O; CH1903: 734697 / 147189
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Höhe: 1608 m ü. M.
Website: www.sanbernardino.ch
Datei:San Bernardino August 2019.jpg
Ansicht von Osten
Im Hintergrund der Pan de Zucher
Ansicht von Osten
Im Hintergrund der Pan de Zucher
Karte
San Bernardino GR (Schweiz)
San Bernardino GR (Schweiz)
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San Bernardino ist eine Ortschaft im italienischsprachigen Teil des Schweizer Kantons Graubünden. Sie liegt im obersten Teil des Misox, gehört zur Gemeinde Mesocco und ist touristisch sowie landwirtschaftlich geprägt.

Geographie

Datei:San Bernardino Villagio.jpg
Blick auf das Dorf an der Moesa. Im Hintergrund der Piz Uccello

Der Ort liegt südlich des San-Bernardino-Passes auf einer Höhe von 1608 Metern am Südportal des 1967 eröffneten San-Bernardino-Tunnels der Autostrasse A13. In San Bernardino wird italienisch gesprochen. Durch San Bernardino fliesst die Moesa, die am Laghetto Moesola auf der Passhöhe des San-Bernardino-Passes entspringt.

Südlich des Dorfes liegt der kleine Moorsee Lagh de Pian Doss, in dem auch gebadet werden kann.

Klima

Für die Normalperiode 1991–2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 4,3 °C, wobei im Januar mit −3,4 °C die kältesten und im Juli mit 13,2 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 171 Frosttage und 50 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel einen, Hitzetage wurden während der Normperiode 1991–2010 keine verzeichnet. Die MeteoSchweiz-Wetterstation liegt auf einer Höhe von 1639 m ü. M.

San Bernardino
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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Quelle: MeteoSchweiz, Normalperiode 1991–2020<ref>Klimanormwerte S. Bernardino. Normperiode 1991–2020. (PDF) In: meteoschweiz.admin.ch. Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. April 2022.@1@2Vorlage:Toter Link/www.meteoschweiz.admin.ch (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für San Bernardino
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 4,4
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 8,7
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 0,4
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 71,2
Quelle: MeteoSchweiz, Normalperiode 1991–2020<ref>Klimanormwerte S. Bernardino. Normperiode 1991–2020. (PDF) In: meteoschweiz.admin.ch. Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. April 2022.@1@2Vorlage:Toter Link/www.meteoschweiz.admin.ch (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Geschichte

Datei:Bernardino Kirche.jpg
Rundkirche
Datei:San Bernardino1825.jpg
San Bernardino um 1825
Datei:ETH-BIB-San Bernardino-LBS H1-015888.tif
Luftbild von Werner Friedli (1953)

Im Mittelalter hiess die Siedlung Gualdo de Gareda. Gualdo geht womöglich auf das langobardische Wort für «Wald» zurück, Gareda auf einen Personennamen, einen früheren Besitzer. Im 17. Jahrhundert setzte sich als Ortsname der Name des Kirchenpatrons durch, der heilige Bernhardin von Siena.

Der Pass ist einer der ältesten Alpenpässe und wurde schon in der Vorrömerzeit benutzt. Sein früherer Name Mons Avium («Vogelberg») verblieb dem die Strasse überragenden Piz Uccello. Die 4 bis 7 Meter breite Strasse wurde 1818 bis 1823 von Chur ausgehend unter der Leitung des Ingenieurs Giulio Pocobelli erbaut. Die Kosten betrugen 3'190'800 Franken, wovon die sardinische Regierung den grössten Teil beitrug.<ref>Balser Puorger: San Bernardino. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 6: Saint Gelin – Schaffer. Attinger, Neuenburg 1921, S. 28 (Digitalisat).</ref>

1867 bis 1897 entstand im Dorf die Rundkirche San Bernardino. Das schwefel-, magnesium- und eisenhaltige Mineralwasser von San Bernardino ist seit langem bekannt.<ref name="HLS" /> Die Heilquelle (Stahlbad) wurde 1717 vom Naturforscher Johann Jakob Scheuchzer erwähnt und 1898 neu gefasst.<ref>Gustav Nussberger: Heilquellen und Bäder im Kt. Graubünden.</ref> Eine vorhandene Sauerquelle wurde in einem ab 1822 gebauten Gast- und Kurhaus genutzt; im Jahr 1825 waren «viele» Mailänder als Kurgäste zugegen.<ref Name="Meyer">Johann Jakob Meyer: Die neuen Strassen durch den Kanton Graubündten nach dem Langen- und Comer-See. Zürich 1826, S. 92.</ref>

Anfangs der 1960er-Jahre wurde südlich des Dorfes die Moesa zum Stausee Lago d’Isola gestaut. Nach der Eröffnung des San-Bernardino-Tunnels 1967 erlebte das bisher abgeschieden gelegene Dorf einen Aufschwung. Es setzte eine grosse Bautätigkeit ein, nicht zum Vorteil des Ortsbildes.

Bis 2012 war San Bernardino vor allem als Skigebiet bekannt; es gab 40 Kilometer Skipisten bis auf eine Höhe von 2600 Metern. Die meisten Skilifte waren inzwischen veraltet und seit 2012 geschlossen, weil Investoren fehlten. Das hatte negative Auswirkungen auch auf die Hotellerie, Gewerbe und die gesamte lokale Wirtschaft.<ref name="HLS" /><ref>Peter Jankovsky: San Bernardinos Skilifte stehen wieder still, NZZ, Zürich 20. Januar 2015</ref> Ende Dezember 2023 wurde das Skigebiet Confin mit Hilfe des Investors Stefano Artioli wiedereröffnet.<ref>Millioneninvestition in Bündner Bergdorf: Skigebiet San Bernardino zu neuem Leben erweckt. In: tagesanzeiger.ch. 27. Dezember 2023, abgerufen am 14. Januar 2024.</ref><ref>Bündner Bergdorf - Investor macht vorwärts: In San Bernardino fahren die Skilifte. In: srf.ch. 14. Januar 2024, abgerufen am 14. Januar 2024.</ref> Artioli hat angekündigt, in einem ersten Schritt rund 100 Millionen Franken zu investieren. Später sollen sich auch andere Investoren engagieren.<ref>Johannes Ritter: Die Wiedergeburt eines Bergdorfs. faz.net 1. Februar 2025 und FASZ vom 2. Februar 2025.</ref>

Den Langläufern stehen 25 km Loipe (klassisch und Skating) zur Verfügung.<ref>www.bergfex.ch</ref> Sie führen durch den Nadelwald, der den Ort umgibt. Südlich des Dorfes liegt der kleine Moorsee Lago Dosso.

Mineralwasserquelle

Datei:Brunnen San Bernardino.JPG
Trinkbrunnen
Datei:Bernardino Quelle.jpg
Mineralwasserquelle

Dass die Mineralwasserquelle San Bernardinos bereits den Römern bekannt war, beweisen Holztröge, die 1860 bei Bauarbeiten bei der Quelle gefunden wurden. 1717 wurde das Wasser von Johann Jakob Scheuchzer untersucht und danach als Heilmittel zugelassen. 1829 wurde ein Bau errichtet, um die Quelle zu schützen; 1860 wurde das Gebäude ausgebaut.

Das Mineralwasser San Bernardinos ist bikarbonat-, sulfat-, kalk- und magnesiumhaltig. Die Temperatur des Quellwassers liegt zwischen 8.5 und 9 °C. Heute wird dem Mineralwasser San Bernardino vor dem Abfüllen Eisen entzogen. Das Wasser kann vor dem Gebäude, in dem die Quelle gefasst wird, direkt ab einem Hahn getrunken werden.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Kapelle San Bernardino innen.jpeg
Innenraum der Kapelle
Datei:Bernardino Kapelle.jpg
Kapelle San Bernardino

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Persönlichkeiten

  • Giovanni Jauch (1806–1877), Politiker.
  • Alessandro Torriani (1924–2002), Offizier, Instruktionsoffizier der Infanterie, Brigadier und ehemaliger Kommandant der Territorialzone 9.

Bilder

Literatur

Weblinks

Commons: San Bernardino GR – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="HLS">Cesare Santi: San Bernardino (Siedlung). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 25. Januar 2012.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein