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Santa Lucia (Venedig)

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Geschichte

Datei:Chiesa Santa Lucia Venezia foto Bonaldi 1861.jpg
A. Bonaldi: Santa Lucia kurz vor dem Abbruch 1861, Museo Correr
Datei:Disegni Santa Lucia Venezia Muttoni.png
Plan und Ansicht von Francesco Muttoni, aus Architettura di Andrea Palladio vicentino, 1740–1760
Datei:Il Canal Grande con Santa Lucia e Santa Maria di Nazareth (1775-1780) - Museo Thyssen-Bornemisza Madrid.jpg
Canal Grande mit den Kirchen Santa Lucia (links) und Santa Maria di Nazareth (Scalzi) in einem Gemälde von Francesco Guardi, Öl auf Leinwand, 48 × 96 cm, zwischen 1775 und 1780, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid
Datei:Большой канал. Тирони.jpg
Canal Grande mit Santa Lucia und Scalzi-Kirche in einem Gemälde von Francesco Tironi, Öl auf Leinwand, Gemäldesammlung Nikolai Borissowitsch Jussupow, Palast Archangelskoje
Datei:Bemberg Fondation Toulouse - Le Grand Canal à Sainte Lucie - Canaletto 1009.jpg
Canaletto: Canal Grande bei Santa Lucia, Öl auf Leinwand, 61 × 96 cm, Fondation Bemberg, Toulouse. Das Bild vermittelt einen Eindruck, wie viel Bausubstanz zugunsten des Bahnhofs abgerissen wurde.

Entstehung, Reliquien der hl. Lucia (1279), Umbau (1580)

Als Pfarrkirche im 12. Jahrhundert gegründet, war sie ursprünglich Mariä Verkündigung geweiht. Im 4. Kreuzzug raubten die Venezianer 1204 bei der Plünderung von Konstantinopel die Reliquien der Heiligen Lucia von Syrakus. Ihre Gebeine wurden zunächst auf die Insel San Giorgio Maggiore gebracht. Als es 1279 jedoch bei einer Schiffsprozession zu einem schweren Unfall kam, beschloss man, die Reliquien in diese Kirche zu bringen und diese der Heiligen zu weihen.

1574 wurde die Kirche dem benachbarten Kloster der Serviten angeschlossen. 1580 wurde die Kirche letztmals umgebaut. Es ist umstritten, ob Palladio daran beteiligt war. Um 1617 entstanden zwei kleine Glockentürme (Campanili).<ref>Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, S. 52.</ref>

Aufhebung des Klosters (1810), erste Abrisspläne (ab 1846)

Das Kloster der Serviten wurde, wie zahlreiche geistliche Institute, 1806 durch ein Dekret Napoleons aufgehoben. Auf Intervention des Erzherzogs Ferdinand Maximilian im Jahr 1857 gelang es der Eisenbahngesellschaft eine Reihe von Grundstücken aufzukaufen, um die dortigen Gebäude für den neuen Bahnhof abreißen zu können. Doch die städtische Verwaltung wehrte sich gegen das Projekt, vor allem aber der Patriarch von Venedig. Seit 1844 war mit dem Abladen von Schlamm aus der Lagune, aber wohl auch Sand vom Lido begonnen worden, denn das Gebiet hatte die Eisenbahngesellschaft Ferdinandea erworben, darunter die Häuser an der Calle Santa Lucia gegenüber der Kirche. Bald wurde ein Teil des Klosters Santa Lucia abgerissen. Bis 1810 hatten dort Nonnen des 1808 in Verona gegründeten Canossianerinnen-Ordens gelebt, als Napoleon das Kloster aufheben ließ.<ref>Adolfo Bernardello: La Stazione di Venezia e la demolizione della chiesa di Santa Lucia 1844-1860, in: Atti - Istituto veneto di scienze, lettere ed arti. Classe di scienze morali, lettere ed arti 152,3 (1993) 685–699, hier: S. 686.</ref>

Erst 1846 wurde öffentlich bekannt, dass auch die Kirche Santa Lucia abgerissen werden, wohingegen die Nachbarkirchen verschont werden sollten. 1847 erklärte sich der Patriarch Jacopo Monico mit dem Abriss der Kirche einverstanden, beruhigte aber zugleich die aufgebrachten Verfechter einer Erhaltung der Kirche. Drei Tage zuvor, am 25. Juni 1847, war eine anonyme Supplik bei Hof eingegangen, das Gebäude zu retten. Selbst der Bürgermeister Giovanni Correr sah sich nun gezwungen, zu reagieren. Weitere Instanzen, wie die Kunstakademie und selbst der Papst wurden nun involviert. Dabei stand nunmehr die Bewertung der Bedeutung der Kirche im Mittelpunkt. So spielte die Frage eine große Rolle, ob ihr Baumeister Palladio war, was von den Befürwortern des Abrisses bestritten, von den Gegnern hingegen behauptet wurde. Schließlich wurde auch die Bewertung der Kunstwerke in der Kirche in aller Öffentlichkeit diskutiert, zumal dort Palma der Jüngere und Maffeo Verona (1574–1618) tätig gewesen waren. Die Abrissbefürworter akzeptierten diese Argumente und sagten zu, die Kunstwerke und auch die Reliquien auf andere Kirchen zu verteilen. Durch die Revolution von 1848/49 und die Ausrufung der Repubblica di San Marco wurden diese öffentlichen Streitigkeiten obsolet.

Verstaatlichung der Eisenbahn (1856) und Bau der Eisenbahnverbindung (ab 1860), Abriss (1860–1863)

Doch unter dem österreichischen Regiment, das 1849 den Aufstand gewaltsam unterdrückt hatte, begann 1860 der Bau der Bahnstrecke nach Venedig. 1856 war nämlich die Ferdinandea verstaatlicht worden, was dem Projekt staatlichen Rückhalt verlieh. Noch auf einer Sitzung am 20. März 1857 sahen sich die neuen Befürworter des Abrisses zwar gleichfalls völlig isoliert, doch am 23. März 1857 zog der neue Vizekönig in Venedig ein, was dem Projekt Nachdruck verlieh.

Der neue Bürgermeister Alessandro Marcello, für den sich der Kaiser am 29. Juli 1857 unter den drei vorgeschlagenen Kandidaten entschieden hatte,<ref>L’ultima dominazione austriaca e la liberazione del Veneto nel 1866, Istituto per la storia del Risorgimento italiano. Comitato regionale veneto, S. 107 f.</ref> konnte nur noch erreichen, dass die Eisenbahngesellschaft für den Erwerb der Kunstwerke 90.000 Lire beitragen sollte. Auch sollte die Fassade der Kirche Santa Maria della Visitazione o della Pietà in Castello restauriert werden. Mit diesem Octroi der Regierung erklärte sich die Stadtverwaltung, aber auch das Patriarchat, das nach dem Tod Aurelio Muttis vakant war, einverstanden. Im März 1858 kam der Präsident der Eisenbahngesellschaft, Franz Zichy, nach Venedig und erklärte sich zur Zahlung der geforderten Summen bereit.

Am 22. Juni 1859 erhielt der Patriarch die päpstliche Erlaubnis, Verhandlungen über die Bedingungen des Abrisses zu beginnen. Dies war nur möglich, weil der Papst davon überzeugt worden war, dass es in Santa Lucia kaum noch eine Gemeinde gab, die dort Gottesdienste zelebrieren wollte. Der neue Patriarch verlangte allerdings, das ein Teil der 90.000 Lire in die Beseitigung der tristen Überreste des Oratoriums Santa Veneranda, das die Österreicher 1849 zerstört hatten, fließen sollte, und, dass an der Stelle der abzureißenden Kirche ein Kreuz zur Erinnerung aufgestellt würde.

Datei:Santa Lucia (Venice).jpg
In den Boden vor dem Bahnhof eingelassene Gedenktafel an der Stelle der einstigen Kirche Santa Lucia; sie verweist darauf, dass die Reliquien der Heiligen sich in San Geremia Profeta befinden, wann die Kirche wiederhergestellt wurde, und mit 1860 das Jahr, in dem die Kirche abgerissen wurde („demolita“).

Am 11. Juli 1860 wurden die Reliquien der hl. Lucia feierlich in die Kirche San Geremia gebracht, im Herbst stand alles zum Abbruch bereit. Vor der Jahreswende 1860/1861 bis 1863 wurden Kirche und Kloster abgebrochen, um Platz für den Bahnhof zu schaffen, der noch heute „Venezia Santa Lucia“ heißt.

Literatur

  • Giovanni Musolino: Santa Lucia a Venezia; storia, culto, arte, Ferdinando Ongania 1981.
  • Tracy Elizabeth Cooper: Palladio's Venice. Architecture and Society in a Renaissance Republic, Yale University Press, 2005, S. 167–173.
  • Adolfo Bernardello: La Stazione di Venezia e la demolizione della chiesa di Santa Lucia 1844-1860, in: Atti - Istituto veneto di scienze, lettere ed arti. Classe di scienze morali, lettere ed arti 152,3 (1993) 685–699. (online)
  • Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 251–257. (Digitalisat)

Weblinks

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Anmerkungen

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