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Schöner Pippau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Schöner Pippau
Datei:Crepis pulchra.jpg

Schöner Pippau (Crepis pulchra), Illustration

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Tribus: Cichorieae
Gattung: Pippau (Crepis)
Art: Schöner Pippau
Wissenschaftlicher Name
Crepis pulchra
L.

Der Schöne Pippau (Crepis pulchra) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pippau (Crepis) in Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Datei:Crepis pulchra sl43.jpg
Gesamt-Blütenstand
Datei:Crepis pulchra sl90.jpg
Zungenblüten
Datei:Crepis pulchra sl23.jpg
Stängel mit Blättern

Beschreibung

Der Schöne Pippau ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 100 cm. Der aufrechte, kantige Stängel ist im unteren Teil drüsig behaart und im oberen Teil kahl. Die grundständigen Laubblätter besitzen eine Blattspreite, die bei einer Länge von 3 bis 16 cm sowie einer Breite von 1 bis 3 cm lanzettlich mit verschmälerter Spreitenbasis und sie sind buchtig oder gezähnt bis fiederspaltig, selten ganzrandig. Die unteren Stängelblätter sind lanzettlich und weniger geteilt als die grundständigen Blätter. Die oberen Stängelblätter sind linealisch und sitzen mit gestutztem oder pfeilförmigem Grund am Stängel.

In einem doldenrispigen Gesamtblütenstand stehen die körbchenförmigen Teilblütenstände zusammen. Die Blütenkörbe sind mit einem Durchmesser von 15 bis 17 mm ziemlich klein. Die Korbhülle ist 5 bis 8 mm lang und 3 bis 6 mm breit. Die Achänen sind zehn- bis zwölfrippig; sie sind alle gleichförmig oder die inneren sind von den äußeren verschieden. Dann haben die äußeren Achänen im Gegensatz zu den inneren keinen Pappus.

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Juli. Die Blütenkörbe sind nur vormittags geöffnet; in Innsbruck zum Beispiel öffnen sie sich zwischen 6 und 7 Uhr und schließen sich zwischen 9 und 10 Uhr.<ref name="Hegi1987" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 8.<ref name="Oberdorfer2001" />

Ökologie

Pflanzengallen werden durch Heterodera radicicola hervorgerufen.<ref name="Hegi1987" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Schönen Pippau umfasst Europa, Nordafrika, Vorderasien, Zentralasien und Pakistan.<ref name="GRIN" /> In Europa kommt der Schöne Pippau von Südeuropa bis Mitteleuropa und Osteuropa<ref name="GRIN" /> vor, weiter nördlich kommt er nur unbeständig verschleppt vor.

Der Schöne Pippau gedeiht auf mäßig frischen, nährstoffreichen, meist kalkhaltigen Lehm- oder Löss-Böden, an Wegen, an Ackerrändern und in Weinbergen. Der Schöne Pippau ist eine Ordnungscharakterart der Onopordetalia, kommt aber auch im Conyzo-Lactucetum aus dem Verband Sisymbrion oder in Gesellschaften der Verbands Fumario-Euphorbion vor.<ref name="Oberdorfer2001" /> Er steigt in Südtirol bis über 1000 Meter Meereshöhe auf.<ref name="Hegi1987" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie und Systematik

Der Schöne Pippau wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus 2, S. 805 erstnachgewiesen. Synonyme der Art sind Crepis hispanica <templatestyles src="Person/styles.css" />Pau, Crepis pulcherrima <templatestyles src="Person/styles.css" />Grossh., Chondrilla pulchra <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Lam., Lapsana pulchra <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Vill., Launaea pulchra <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Pavlov und Prenanthes pulchra <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) DC.<ref name="POWO" /><ref name="Euro+Med" /> Linné hatte die Benennung von Johann Bauhins Hieracium pulchrum übernommen.<ref name="Hegi1987" />

Man kann folgende Unterarten unterscheiden<ref name="Euro+Med" />:

  • Crepis pulchra subsp. africana <templatestyles src="Person/styles.css" />Babc.: Sie kommt in Algerien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Crepis pulchra subsp. pulchra: Sie kommt ursprünglich von Nordafrika und Europa bis zum Iran und Zentralasien vor.<ref name="POWO" />
  • Crepis pulchra subsp. turkestanica <templatestyles src="Person/styles.css" />Babc.: Sie kommt im Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan, Turkmenistan und im westlichen Himalaja vor.<ref name="POWO" />

Literatur

  • (Abschnitt Beschreibung, Vorkommen)
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Verlag Eugen Ulmer, 8. Auflage. Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5
  • Peter Derek Sell: Crepis L. In:

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Euro+Med">Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (ed.): Compositae. Datenblatt Crepis pulchra In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Crepis pulchra bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> <ref name="Hegi1987">Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, Seite 1178–1180. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987. ISBN 3-489-86020-9</ref> <ref name="InfoFlora"> Crepis pulchra L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Schöner Pippau (Crepis pulchra) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien