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Schabenkraut-Pippau

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Schabenkraut-Pippau
Datei:Crepis pyrenaica001.jpg

Schabenkraut-Pippau (Crepis pyrenaica)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Tribus: Cichorieae
Gattung: Pippau (Crepis)
Art: Schabenkraut-Pippau
Wissenschaftlicher Name
Crepis pyrenaica
(L.) Greuter

Der Schabenkraut-Pippau (Crepis pyrenaica), auch Pyrenäen-Pippau genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pippau (Crepis) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung

Datei:Crepis blattarioides0.jpg
Blütenkorb mit Zungenblüten, deren gelbe Blütenkrone in fünf Kronzähnen endet.
Datei:Crepis pyrenaica (Pyrenäen-Pippau) IMG 4516.JPG
Achänen mit Pappus

Vegetative Merkmale

Der Schabenkraut-Pippau ist eine sommergrüne<ref name="FloraWeb" />, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 4 bis, meist 25 bis 70 Zentimetern<ref name="FloraWeb" />. Es wird ein schiefes, zylindrisches, schwärzliches Rhizom gebildet. Der aufrechte Stängel ist bis zum oberen Ende ziemlich dicht beblättert<ref name="FloraWeb" />, einfach oder meist<ref name="FloraWeb" /> am oberen Ende etwas verzweigt. Der Stängel ist kahl oder nach oben hin steif bis fast zottig behaart.

Die Laubblätter sind breit-eiförmig<ref name="FloraWeb" /> oder eiförmig-lanzettlich, spitz, buchtig<ref name="FloraWeb" /> gezähnt und hell behaart. Die Blattspreite der grundständigen Laubblätter sind 5 bis 17 Zentimeter lang und 1 bis 2,5 Zentimeter breit und in einen geflügelten Stiel verschmälert, aber zur Blütezeit schon abgestorben, die oberen sitzend mit pfeilförmigem, mit spitzen Öhrchen stängelumfassendem Spreitengrund<ref name="FloraWeb" />.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. An einem Exemplar stehen ein und wenige (zwei bis sechs<ref name="FloraWeb" />) körbchenförmige Blütenstände, die einen Durchmesser von (2 bis<ref name="FloraWeb" />) 3 bis 4 Zentimeter aufweisen. Ihre Hülle (Involucrum) ist bei einer Höhe von 12 bis 18 Millimetern sowie einem Durchmesser von 10 bis 18 Millimetern walzlich und schwärzlich-grün. Alle Hüllblätter sind etwa gleich lang.<ref name="FloraWeb" /> Die äußeren Hüllblätter sind weniger behaart, die inneren zottig mit einer Reihe langer, grüner, schwarzer oder gelblicher, steifer Haare (Trichome), aber ohne Drüsenhaare. Die Blütenkörbe enthalten nur Zungenblüten. Die Zungenblüten sind goldgelb und etwa doppelt so lang wie die Hülle. Die Griffel sind gelb.<ref name="FloraWeb" />

Die gelbbraunen Achänen sind bei einer Länge von 6 bis 8 Millimetern spindelförmig und besitzen etwa 20 Rippen. Der Pappus ist rein weiß.<ref name="FloraWeb" />

Der Schabenkraut-Pippau ist diploid mit einer Chromosomenzahl von 2n = 8.

Taxonomie

Carl von Linné veröffentlichte 1753 in Species Plantarum gleichzeitig und auf der gleichen Seite zwei den Schabenkraut-Pippau betreffende Namen (Basionyme): Hieracium pyrenaicum <templatestyles src="Person/styles.css" />L. und Hieracium blattarioides <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name = "SpPl" /> Er entschied 1767 über den Vorrang von Hieracium pyrenaicum, indem er Hieracium blattarioides als Varietät Hieracium pyrenaicum var. blattarioides umkombinierte.<ref name = "SystNat12" /> Die Zugehörigkeit zu Crepis wurde von Dominique Villars erkannt, der den Schabenkraut-Pippau 1788 in Crepis blattarioides <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Vill. umbenannte.<ref name = "Villars" /> Der deutsche Name „Schabenkraut-Pippau“ leitet sich von diesem Namen her, der lange Zeit geläufig war. Seine Nachrangigkeit wurde erst 1970 von Werner Greuter entdeckt, der den heute akzeptierten Namen Crepis pyrenaica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Greuter kombinierte.<ref name = "Greuter1970" />

Datei:Crepis pyrenaica (Pyrenäen-Pippau) 1246 IMG.JPG
Habitus

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Schabenkraut-Pippau umfasst die Gebirge Süd- und Mitteleuropas von den Pyrenäen über die Alpen einschließlich des Jura, der Hochlagen der Vogesen und des Schwarzwaldes und des Piemontesischen<ref name = "Pignatti" /> Apennins. Er kommt in folgenden Ländern Europas vor: Spanien, Andorra, Frankreich, Italien, Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Slowenien und Kroatien.<ref name="Euro+Med" />

Der Schabenkraut-Pippau gedeiht bevorzugt auf lockeren, gut durchlüfteten, frischen, nährstoffreichen, meist kalkhaltigen, steinigen oder reinen Lehm- oder Ton-Böden in montaner bis subalpiner Höhenstufe in Höhenlagen von 700 bis 2200 Metern. Am Gromserkopf im Schanfigg in Graubünden erreicht er 2240 Meter.<ref name="Hegi1987" /> In den Allgäuer Alpen steigt sie bis zu einer Höhenlage von etwa 2100 Metern auf.<ref name="Dörr-Lippert" /> Er wächst in Hochgrasfluren (Verband Calamagrostion arundinaceae) oder Hochstaudenfluren (Verband Adenostylion alliariae), seltener in Fettwiesen oder im Grünerlen-Gebüsch.<ref name = "Oberdorfer" />

Quellen

Literatur

  • (Abschnitte Beschreibung, Vorkommen, Taxonomie)
  • Peter Derek Sell: Crepis pyrenaica In:
  • David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora alpina. Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefäßpflanzen der Alpen. Band 2. Haupt, Bern/Stuttgart/Wien 2004, ISBN 3-258-06600-0, S. 672–673.

Einzelnachweise

<references> <ref name="FloraWeb"> Schabenkraut-Pippau. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer"> </ref> <ref name="Dörr-Lippert"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 678. </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1753, S. 804, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D2%26issue%3D%26spage%3D804%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D </ref> <ref name="SystNat12"> Carl von Linné: Systema Naturae. editio 12, Tomus II: Regnum vegetabile. Impensis Laurentii Salvii, Holmiae 1767, S. 523, PDF-Datei. </ref> <ref name="Villars">Dominique Villars: Histoire des plantes de Dauphiné. Tome troisieme. Grenoble, Lyon, Paris 1788, S. 136, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF-Datei (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bibdigital.rjb.csic.es.</ref> <ref name="Greuter1970"> Werner Greuter: Exsiccatorum Genavensium a Conservatorio Botanico distributorum. Fasciculus primus. Conservatoire Botanique de Genève, Genf, 1970, S. 15. </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter, 2006+: Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Datenblatt Crepis pyrenaica In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Pignatti"> Sandro Pignatti (Hrsg.): Flora d'Italia. Band 3. Edagricole, Bologna 2003, ISBN 88-506-2449-2, S. 274 (Dritter unveränderter Nachdruck der 1. Auflage von 1982). </ref> <ref name="Hegi1987"> Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. S. 1141–1142. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987, ISBN 3-489-86020-9. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Schabenkraut-Pippau (Crepis pyrenaica) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien