Schachzabel
Schachzabel<ref>Manfred van Fondern: Lexikon für Schachfreunde. Verlag C. J. Bucher, Luzern / Frankfurt am Main 1980, S. 271–273.</ref> ist die mittelalterliche deutsche Bezeichnung für das Schachspiel, die auch in der historischen Wissenschaft als Fachbegriff gebraucht wird.
Begriff
Das Wort Schachzabel (mittelhochdeutsch schāchzabel „Schachbrett“) stammt über althochdeutsch (12. Jahrhundert) scâhzabel<ref>Hans F. Maßmann: Geschichte des mittelalterlichen, vorzugsweise des Deutschen Schachspieles. Gottfr. Basse, Quedlingburg / Leipzig 1839, S. 159, Anm. 97.</ref> von althochdeutsch zabal „Spielbrett“ und mittelhochdeutsch seit etwa 1200 schāch „Schach“.<ref>Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg.: Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21., unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 629.</ref> Die Wortkomponente „zabel“ ist ein Lehnwort aus dem Lateinischen und stammt von tabula „Tafel, Brett“.<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref> Als Schachzabel (lateinisch tabula scaccorum)<ref>Rainer A. Müller: Der Arzt im Schachspiel bei Jakob von Cessolis. Karl Thiemig, München 1981, ISBN 3-521-04135-2, S. 12.</ref> wurde sowohl das Spiel selbst als auch das Schachbrett bezeichnet.
Schachzabelbücher
Die zahlreichen Schachallegorien in der europäischen Literatur des Spätmittelalters heißen im deutschen Sprachraum Schachzabelbücher und bezeichnen im Allgemeinen Prosaübersetzungen und Prosabearbeitungen des lateinischen, als „Handbuch der Predigermönche und als Vorlesestoff für klösterliche Gemeinschaften und Exempelsammlung für Stadtbewohner“ dienenden Schachbuchs von Jacobus de Cessolis.<ref>Anton Schwob: Schachzabelbücher. In: Verfasserlexikon. 2. Auflage. Band 8, Sp. 589–592.</ref> Sie wurden jedoch auch als gereimte Werke verfasst.<ref>Pfarrer zu dem Hechte. In: Verfasserlexikon. 2. Auflage. Band 7, Sp. 556.</ref>
Eine genaue Beschreibung des Spiels ist im Libro de los juegos („Buch der Spiele“) Alfons des Weisen zu finden, welches um 1283 entstanden ist.
Historische Quellen
(Auswahl)
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- Das Schachzabelbuch Kunrats von Ammenhausen, Mönchs und Leutpriesters zu Stein am Rhein. Nebst den Schachbüchern des Jakob von Cessole und des Jakob Mennel [vollendet 1337] (= Bibliothek älterer Schriftwerke der deutschen Schweiz und ihres Grenzgebietes. Serie 1, Ergänzungsband 7). Hrsg. von Ferdinand Vetter. Huber, Frauenfeld 1887 (Digitalisat).
- Jakob Mennel: Schachzabel Spiel. Jacob Köbel, Oppenheim 1520, Volltext (Wikisource)
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Literatur
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Weblinks
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Einzelnachweise
<references />