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Schandtauber

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Vorlage:Infobox Fluss

Die Schandtauber ist ein knapp 6 Kilometer langer linker und südwestlicher Zufluss der Tauber bei Rothenburg ob der Tauber. Ihrer Karstquelle fließt ein in Teilabschnitten erforschter Höhlenfluss zu, der Teile der Hohenloher und Haller Ebene entwässert.

Name

Der erstmals 1317 beurkundete Name des Flüsschens lautete althochdeutschSchantauber“ mit der Bedeutung von kurze Tauber.

Geographie

Schandtauberquelle Vorlage:Anker

Die Schandtauber entspringt auf einer Höhe von ungefähr Vorlage:Höhe einer Karstquelle im Pfarrdorf Bettenfeld, einem Stadtteil von Rothenburg ob der Tauber. Die Quellschüttung kann stark schwanken; angegeben werden minimal 10 bis 20 und maximal 1000 Liter pro Sekunde.<ref name="GeoLaHo102" />

Es gibt zwei permanent schüttende Quellen, die Hauptquelle ist zu einem Feuerlöschteich aufgestaut. Bei hoher Schüttung werden mehrere höher gelegene Quellen aktiv, die bis zu 140 Meter südöstlich der Hauptquelle liegen. Eine dieser Quellen liegt im kleinen Schweinestall eines Gasthauses. Seitdem ein Betonboden eingezogen wurde, müssen die Schweine bei Hochwasser nicht mehr evakuiert werden. Bei einer weiteren Quelle, die 180 Meter nordöstlich der Hauptquelle liegt, ist unklar, ob sie eigenständig ist.<ref name="Noga2628" />

Verlauf

Ab Bettenfeld fließt die Schandtauber nach Norden in einem ausgeprägten Tal mit Hangbewaldung an der Obermühle vorbei und wechselt danach an der Mittelmühle ihre Richtung nach Nordosten. Danach passiert sie den Gemeindeteil Burgstall, der über der oberen linken Hangkante liegt, weiter talab die Hollermühle und die Hammerschmiede, die beide an ihrem linken Ufer liegen. Gleich anschließend passiert sie den Schandhof über einem linken, nordwestlichen Prallhang und läuft dann nordöstlich weiter bis zur Schmelzmühle bei Rothenburg, wo sie schließlich, keinen halben Kilometer südlich der Spitalsbastion der mittelalterlichen Stadt über dem rechten Tauberhang, auf einer Höhe von etwa Vorlage:Höhe von links in die Tauber mündet, also etwa 62 Höhenmeter unterhalb ihrer Bettenfelder Quelle, Damit hat sie auf ihrem 5,8 km langen Lauf ein mittleres Sohlgefälle von etwa 11 ‰.

Am Unterlauf der Schandtauber hat das Wasserwirtschaftsamt Ansbach einen zwei Kilometer langen wasserwirtschaftlichen Lehrpfad eingerichtet.<ref name="Lehrpfad" />

Einzugsgebiet und Geologie

Die Schandtauber entwässert oberflächlich 44,5 km², die ganz im Naturraum Hohenloher und Haller Ebene liegen, und zwar in dessen Unterräumen Südwestliche und Nordöstliche Rothenburger Landwehr; ein kleiner Zwickel im Mündungsbereich zuletzt im Oberen Taubertal.<ref name="BfL-162" />

Das Einzugsgebiet hat westlich der Quelle in Bettenfeld etwa die Gestalt einer nord-südlich ausgerichteten Ellipse zwischen – im Norden – der Waldmitte des großflächigen Hochholzes südlich von Spielbach und – im Süden – dem Weiler Hegenau von Rot am See. Im Westen läuft seine Grenze zwischen Speckheim und Funkstatt hindurch, in seiner Mitte liegt Leuzendorf. Unterhalb von Bettenfeld schließt sich ein nirgends auch nur anderthalb Kilometer breiter, nach Nordosten gerichteter Schlauch bis zur Mündung an.

Im Südwesten und Westen grenzt das Einzugsgebiet der Brettach an, die über die Jagst zum Neckar entwässert, dort liegt also eine große Wasserscheide an. Alle anderen Konkurrenten entwässern wie die Schandtauber direkt oder indirekt zur Tauber. Im Nordwesten ist es der Reutalbach, der über den (Weikersheimer) Vorbach diesen bedeutenden Mainzufluss erreicht; im Norden der Herrgottsbach, der sie in Creglingen erreicht, ebenfalls recht weit im Norden; im Nordosten der (Rothenburger) Vorbach sowie der noch kürzere Blinkbach. Weiter im Uhrzeigersinn schließen sich im Osten jenseits des Unterlauf-Schlauchs der Schandtauber die Einzugsgebiete von Wethbach und Lohrbach an, im Südosten und Osten schließlich das des Rohrbachs nahe bei Hausen am Bach.

Weite Teile des Einzugsgebiets sind von Lettenkeuper (Erfurt-Formation des Unteren Keupers) bedeckt, der nur wenig wasserdurchlässig ist. Darunter stehen Schichten des Oberen Muschelkalks an, die in einem Teil der Talmulden ausstreichen.<ref name="Geologische Karte" /> Der Muschelkalk ist stark verkarstet, worauf zahlreiche Dolinen hinweisen. Dolinen liegen insbesondere an der Schichtgrenze zwischen Keuper und Muschelkalk.<ref name="Dolinen" /> Tektonisch gesehen liegt das Einzugsgebiet auf der Ostabdachung des Schrozberger Schilds, auf dem sich die Schichten des Südwestdeutschen Stufenlands um bis zu 150 Meter gegenüber der weiteren Umgebung aufgewölbt haben.<ref name="GeoLaHo90" />

Durch Färbeversuche ist nachgewiesen, dass sich das oberirdische Einzugsgebiet der Schandtauber durch die Verkarstung um knapp 20 Quadratkilometer vergrößert hat. Der größere Teil des Zugewinns entfällt auf den Oberlauf des Wiesenbachs beim Schrozberger Stadtteil Schmalfelden, dessen Unterlauf über die Brettach und die Jagst zum Neckar entwässert. Die kleinere Fläche umfasst den Oberlauf des Rothenburger Vorbachs sowie des Blinkbachs; das Wasser, das diese Tauber-Zuflüsse verlieren, fließt über bei Burgstall aufstoßende Quellen der Schandtauber zu.<ref name="Schandsys 2325" />

Unterirdische Schandtauber

Datei:Längsschnitt Unterirdische Schandtauber.png
Schematischer Längsschnitt der Unterirdischen Schandtauber. Vorlage:Farbindex Muschelkalk, Vorlage:Farbindex Lettenkeuper, Vorlage:Farbindex bekannte und Vorlage:Farbindex unbekannte Teilabschnitte

Im Einzugsgebiet der Schandtauber wird Muschelkalk in Steinbrüchen abgebaut und zu Schotter verarbeitet. In mehreren Steinbrüchen wurden Höhlen mit Fließgewässern angeschnitten. Heute sind Teilabschnitte eines 8,6 Kilometer langen unterirdischen Bachs bekannt, die nach Lage und Höhe sowie nach den Ergebnissen eines Färbeversuchs zusammengehören und von Schmalfelden bis zur Schandtauberquelle bei Bettenfeld verlaufen. 2021 wurde der Themenweg Unterirdische Schandtauber eingerichtet, der vom Bahnhof Schrozberg nach Bettenfeld führt und über den unterirdischen Bach informiert.<ref name="UnteSchand" />

Das Gefälle des unterirdischen Bachs liegt bei rund 5,4 bis 7,3 Promille, was ungefähr dem Schichtfallen entspricht.<ref name="Schandsys 25" /> Die Höhlensohle liegt 10 bis 15 Meter unterhalb der Schichtgrenze zwischen Keuper und Muschelkalk.<ref name="Schand2 31" /> Im Oberlauf steht an der Höhlensohle eine weitgehend wasserundurchlässige Tonschicht im Muschelkalk an; so dass der Bach ein schwebendes Schichtgrundwasserstockwerk ist.<ref name="Fuchs2018 23" />

Oberster bekannter Teilabschnitt ist das rund 500 Meter lange Ölloch, das von einem Punkt knapp südöstlich der Bachschwinde des Nonnenwiesengrabens<ref name="Geotop 3959" /> nach Süden bis zum Ortsrand von Schmalfelden verläuft. Im Ortsbereich von Schmalfelden liegen mehrere Dolinen, die früher zum Teil als Brunnen genutzt wurden.<ref name="Fuchs2018 19" />

Das nächste Teilstück, der Wassergang, beginnt rund 250 Meter vom Südende des Öllochs entfernt und führt bei etwas mäandrierendem Verlauf rund 2,1 Kilometer nach Osten bis zu einem Punkt südlich des Weilers Großbärenweiler. Der Wassergang ist das untere Stockwerk des Fuchslabyrinths, das obere Stockwerk ist eine trockenliegende Höhle mit labyrinthartig angeordneten Gängen. Im September 2018 betrug die Gesamtlänge der Höhle 13,9 Kilometer, womit das Fuchslabyrinth eine der längsten labyrinthischen Höhlen Deutschlands ist.<ref name="Fuchs2018 17f" />

Zwischen Großbärenweiler und Gammesfeld ist der genaue Verlauf des unterirdischen Bachs auf etwa 3 Kilometern nicht bekannt. Hier gibt es keine Steinbrüche, da die überdeckende Keuperschicht mächtiger ist, so dass ein Abbau des Muschelkalks weniger wirtschaftlich ist.<ref name="Schand2 37" /> Nördlich von Gammesfeld wurde die unterirdische Schandtauber 1949 im Steinbruch Schneider angeschnitten; wegen des Wassereinbruchs wurde der Steinbruch aufgegeben. Heute verläuft der Bach auf kurzer Strecke über die Sohle des einstigen Steinbruchs. Von den beiden anschließenden Höhlen sind nur kurze Abschnitte erforscht.<ref name="Schandsys 27" />

Ab dem Steinbruch Schneider folgt der unterirdische Bach dem Trockental Notgang Richtung Bettenfeld. Ungefähr 200 Meter östlich der Landesgrenze liegt der Eingang zur Schandtauberhöhle 2. Mit relativ vielen Verzweigungen erreicht sie eine Länge von rund 3,6 Kilometer. Der Zugang zur Höhle brach 1984 auf. Ursache hierfür dürfte die Verfüllung eines Steinbruchs flussabwärts Richtung Bettenfeld gewesen sein. Dieser Steinbruch hatte ebenfalls den unterirdischen Bach angeschnitten. Bei der Verfüllung wurden offenbar zu gering dimensionierte Rohre für den Bach eingebaut. Der dadurch verursachte Aufstau führte dann dazu, dass die hangenden Schichten an einer Kluftkreuzung dem Wasserdruck nachgaben.<ref name="Schand2 39" />

Vorlage:AnkerUnterhalb des verfüllten Steinbruchs liegt die rund 1100 Meter lange Schandtauberhöhle. Sie führt bis zur Schandtauberquelle, wo sie sich ähnlich einem Flussdelta in mehrere Arme aufspaltet.<ref name="Schandsys 27" /> Die Schandtauberhöhle ist seit 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesen<ref name="NSG" /> und eines der Geotope im Landkreis Ansbach. Eine Beschreibung des Geotops mit der Kennung 571H001 wird zum Schutz der Höhle nicht veröffentlicht.<ref name="GTP-Schandtauverhöhle" />

Alle genannten Höhlen sind nicht öffentlich zugänglich, Steinbrüche dürfen nicht betreten werden.

Zuflüsse und Trockentäler

Oberläufe

Im oberirdischen Einzugsgebiet der Schandtauber hat sich ein weitverzweigtes, ausgedehntes System von Trockentälern entwickelt. Sie beginnen häufig an Bachschwinden, in denen kurze Rinnsale aus den Keuperflächen versinken. Bei starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze kann es vorkommen, dass Bachschwinden verstopfen oder die Kapazität der unterirdischen Abflusswege überschritten wird. Dann fließt Wasser über die Trockentäler ab.<ref name="Noga1314" />

Die Trockentäler sind meist nur flache Senken, die während der Vegetationsperiode oder bei fehlendem Flutgraben in der Landschaft kaum auffallen. Das Gefälle ist oft nur gering, da durch die Verlagerung des Abflusses in den Untergrund die Erosion nur wenig Einfluss hat. Beispielsweise hat ein von Spindelbach nach Süden führendes, rund 4 Kilometer langes Trockental ein Gefälle von 2,5 Promille.<ref name="Noga15" />

Notgang

Datei:Trockene Schandtauber.JPG
Trockenliegender Notgang vor Bettenfeld

Nördlich von Gammesfeld vereinigen sich die Trockentäler aus dem westlichen Teil des Einzugsgebiets zum sogenannten Notgang, im Dialekt Oogang, „Abgang“, genannt. Als zentraler Strang des Trockentalsystems nimmt der Notgang auf seinem 4,5 Kilometer langen Weg nach Nordosten zur Schandtauberquelle weitere Trockentäler auf, darunter ein von links und Norden kommendes System mit dem Reuschgraben, das bei Enzenweiler anfängt.<ref name="Noga1415" />

An seinem oberen Ende ist der Notgang eine etwa 1,5 Meter tiefe, 6 bis 8 Meter breite Grasmulde in einem nur wenig ausgeprägten Tal. Im weiteren Verlauf tieft sich das Tal zunehmend ein, ungefähr ab der Landesgrenze wird das Tal enger, die Hänge werden steiler und sind bewaldet. Rechts des Notgangs und beidseits der Landesgrenze liegt ein ausgedehnter Steinbruch, in dem der Abbau von Muschelkalk zentralisiert weiterläuft, während kleinere Steinbrüche stillgelegt wurden.<ref name="Noga1524" />

Der Anfang des Notgangs liegt unweit des Steinbruchs Schneider, in dem die unterirdische Schandtauber angeschnitten ist. Höhlenfluss und Notgang laufen bis zur Schandtauberquelle ungefähr parallel. Bei hohen Abflüssen dient der Notgang der unterirdischen Schandtauber als Überlauf. Dabei existieren mehrere Verbindungen, wobei im oberen Teil des Notgrabens eher Wasser versickert und vor Bettenfeld eher Wasser zutage tritt. Im Gewann Runzeläcker liegt eine Estavelle, die zeitlich wechselnd als Schwinde oder Quelle fungieren kann.<ref name="Noga1822" />

Zuflüsse und Seen nach Gewässerkataster

Nachfolgende hierarchische Liste der Zuflüsse und Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen von der Quelle zur Mündung basiert auf dem Amtlichen Digitalen Wasserwirtschaftlichen Gewässernetz (AWGN) von Baden-Württemberg. Das AWGN definiert als Ursprung der Schandtauber einen Zufluss aus dem Südwesten des Einzugsgebiets, auch der Notgang wird der Schandtauber zugerechnet. Kurze, in Dolinen versickernde Bäche an den Anfängen der Trockentäler sind in der Regel nicht im AWGN enthalten. Gewässerlänge,<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" /> Seefläche,<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW" /> Einzugsgebiet<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW" /> und Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Ursprung der Schandtauber auf etwa Vorlage:Höhe im kleinen Erlenholz südlich von Blaufelden-Gammesfeld.

  • (Längerer Überlauf), von rechts und Westsüdwesten auf etwa Vorlage:Höhe an einem Wegkreuz südwestlich von Hertershofen an der Straße in Richtung Ziegelhütte, 1,2 km und ca. 0,5 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe beim Siedlungsteil Ziegelhütte des Weilers Hegenau von Rot am See.
    Der offizielle Oberlauf ist bis zu diesem Zusammenlauf 0,7 km lang und hat ein Teileinzugsgebiet von ca. 0,3 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
  • (Zufluss durch die Brechhausäcker), von links und Westen auf etwa Vorlage:Höhe an einem winzigen Teich an der L 2513 von Hausen am Bach her kurz vor Hertershofen, 1,6 km und ca. 1,2 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südwestlich von Gammesfeld im Hagenfeld.

↓ Versinkt nach 2,1 km im Hauptlauf auf etwa Vorlage:Höhe in der Doline östlich von Hertershofen

Fortsetzung der Schandtauber als Straßengraben an einem Steinbruchgelände östlich von Gammesfeld auf etwa Vorlage:Höhe rund 0,5 km nördlich der Doline

  • Heufelgraben, von links und Westsüdwesten auf etwa Vorlage:Höhe wenig nördlich von Gammesfeld neben der L 1005 nach Gemmhagen, 2,0 km und ca. 2,9 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Ortsrand von Heufelwinden.
    • Landknechtgraben, von links und Westnordwesten auf ca. Vorlage:Höhe<ref name="TK-Blau-Höhe" group="LUBW" /> nördlich des Wäldchens Stockich am Zusammenlauf der beide Bäche begleitenden Wege, 1,2 km und ca. 0,9 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe wenig nördlich von Heufelwinden an der Straße nach Kleinbärenweiler.
    • Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt auf etwa Vorlage:Höhe einen Teich nahe am Wasserschloss von Gammesfeld, unter 0,1 ha.
    • Stockichgraben, von rechts und Südwesten auf etwa Vorlage:Höhe wenige Meter nach dem Teich, 1,8 km und ca. 1,0 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Südrand von Heufelwinden.
  • Langenkelchgraben, von links und Nordwesten auf etwa Vorlage:Höhe gegenüber dem Steinbruch Schneider zwischen Gammesfeld und Gemmhagen, 2,3 km und ca. 8,6 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf knapp Vorlage:Höhe nordwestlich von Gemmhagen, selten noch weiter nördlich auf bis zu Vorlage:Höhe.
    • (Trockental von Wolfskreut her), von rechts und Westnordwesten auf etwa Vorlage:Höhe wenig westlich von Gemmhagen, 2,2 km<ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW" /> und ca. 2,5 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Ein Weggraben in der Mittellinie des Obertals entsteht auf etwa Vorlage:Höhe an der Trasse der Rothenburger Landhege und läuft ca. 0,5 km<ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW" /> ostwärts auf einen Teich wenig westlich von Wolfskreut zu, unterhalb von dem es in aller Regel keinen Lauf mehr gibt.
    • Scheutlesgraben, von rechts und Südwesten auf etwa Vorlage:Höhe etwas südwestlich von Gemmhagen, 0,7 km und ca. 0,6 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südlich des Reutholzes.
  • Reuschgraben, von links und Nordnordwesten auf Vorlage:Höhe<ref name="Abgefragt-Höhe" group="BA" /> vor Bettenfeld, 2,3 km, zusammen mit dem Klingengraben und dem trockenen Mittellaufstück 4,6 km<ref name="GV24-134-Länge" group="GV" /> sowie 6,8 km².<ref name="GV24-134-EZG" group="GV" /> Der Namenslauf entsteht auf etwa Vorlage:Höhe an der Landesgrenze zwischen Bossendorf und Reusch.
    • Klingengraben, Oberlauf, versickert auf etwa Vorlage:Höhe in einer Doline zwischen Enzenweiler und Bossendorf, 0,9 km. Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Weilerrand von Enzenweiler
    • (Bach), versickert auf etwa Vorlage:Höhe in einer Doline ostnordöstlich von Leuzendorf, 0,7 km. Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Nordostrand von Leuzendorf
    • Augraben, versickert auf etwa Vorlage:Höhe in einer Doline östlich von Leuzendorf, 0,6 km. Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Südostrand von Leuzendorf
  • (Zufluss aus der Schandtauberhöhle), von links auf Vorlage:Höhe<ref name="Abgefragt-Höhe" group="BA" /> in Bettenfeld.

Mündung der Schandtauber von links und Südwesten auf etwa Vorlage:Höhe<ref name="Abgefragt-Höhe" group="BA" /> an der Rothenburger Schmelzmühle in die obere Tauber. Der Bach ist 13,8 km<ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW" /> lang und hat ein Einzugsgebiet von 44,5 km².<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW" />

Flusssystem Tauber

Mühlen

Vom starken Gefälle der Schandtauber wurden am Unterlauf insgesamt sieben Mühlen betrieben, darunter die Ober- und die Mittelmühle, die Hollermühle und die Hammerschmiede. Die Hammerschmiede wurde im 17. Jahrhundert gegründet, hier trieben 1825 drei oberschlächtige Wasserräder drei Schlaghämmer an. Ein Teil des Wassers wurde hier durch ein Wehr abgeleitet, um die nötige Fallhöhe zum Antrieb der Wasserräder zu erhalten. Hergestellt wurden dort eiserne Gerätschaften wie Pflüge, Sensen, Schaufeln, Äxte.

Biosphäre

Am Ufer des Flüsschens wachsen bevorzugt Weiden, Schwarzerlen und Eschen.

Das saubere Wasser (Gewässergüteklasse II) der Schandtauber ist ein recht guter Lebensraum für Fische und andere Wasserbewohner. So kommen in ihr u. a. die Bachforelle, die Mühlkoppe sowie der Steinkrebs und die Köcherfliegenlarve vor. Im Höhlensystem der Schandtauber leben Höhlenbewohner wie Höhlenschnecken und Fledermäuse.

Einzelnachweise

LUBW

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Schandtauber
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle <references group="LUBW"> Höhe:

   <ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
   <ref name="TK-Blau-Höhe" group="LUBW">Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

Länge:

   <ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
   <ref name="GeNe-Länge-schrumpf" group="LUBW">Ermittelt mit dem WPS-Prozess Gewässerlänge bis Mündung, Datenbasis Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
   <ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW">Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

EZG:

   <ref name="BEZG-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref>
   <ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

Seefläche:

   <ref name="SG-Seefläche" group="LUBW">Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer.</ref>

</references>

BayernAtlas („BA“)

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Unterer Lauf und unteres Einzugsgebiets der Schandtauber
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle <references group="BA"> Höhe:

   <ref name="Abgefragt-Höhe" group="BA">Höhe abgefragt auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte (Rechtsklick).</ref>

</references>

Gewässerverzeichnis Bayern („GV“)

<references

group="GV">

Länge:

   <ref name="GV24-134-Länge" group="GV">Länge nach: Vorlage:GeoQuelle</ref>

EZG:

   <ref name="GV24-134-EZG" group="GV">Einzugsgebiet nach: Vorlage:GeoQuelle</ref>

</references>

Andere Belege

<references responsive>

   <ref name="BfL-162">Vorlage:GeoQuelle</ref>
   <ref name="GTP-Schandtauverhöhle">Geotop: Schandtauberhöhle bei Bettenfeld (Abgerufen am 21. Januar 2024; PDF; 117 kB)</ref>
   <ref name="GeoLaHo102">Hans Hagdorn, Theo Simon: Geologie und Landschaft des Hohenloher Landes. (=Forschungen aus Württembergisch-Franken, Band 28) 2. Auflage, Thorbecke, Sigmaringen 1988, ISBN 3-7995-7627-4, S. 102.</ref>
   <ref name="GeoLaHo90">Hagdorn, Simon: Geologie und Landschaft des Hohenloher Landes. S. 90.</ref>
   <ref name="Noga2628">Markus Pantle: Zur Wasserführung im „Notgang“, einem Trockental im Bereich des Schandtauber-Höhlensystems zwischen Gammesfeld, Landkreis Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg), und Bettenfeld, Landkreis Ansbach (Bayern). In: Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland. 51(2015), S. 13–36, hier S. 26–28.</ref>
   <ref name="Noga1314">Pantle: Zur Wasserführung im „Notgang“, S. 13 f.</ref>
   <ref name="Noga15">Pantle: Zur Wasserführung im „Notgang“, S. 15.</ref>
   <ref name="Noga1415">Pantle: Zur Wasserführung im „Notgang“, S. 14 f.</ref>
   <ref name="Noga1524">Pantle: Zur Wasserführung im „Notgang“, S. 15, 24.</ref>
   <ref name="Noga1822">Pantle: Zur Wasserführung im „Notgang“, S. 18–22.</ref>
   <ref name="Schandsys 2325">Markus Pantle: Erforschung des Schandtauber-Höhlensystems. In: Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland. 37(1994), S. 23–29, hier S. 23–25.</ref>
   <ref name="Schandsys 25">Pantle: Erforschung des Schandtauber-Höhlensystems. S 25.</ref>
   <ref name="Schandsys 27">Pantle: Erforschung des Schandtauber-Höhlensystems. S 27.</ref>
   <ref name="Schand2 31">Markus Pantle: Die Schandtauberhöhle 2 (Kat.-Nr. 6626/17) bei Bettenfeld (Stadt Rothenburg ob der Tauber, Kreis Ansbach; Muschelkalkgebiet 2) und ihr Einzugsgebiet. In: Beiträge zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland. 50(2012), S. 28–55, hier S. 31 (PDF, 5,7 MB).</ref>
   <ref name="Schand2 37">Pantle: Schandtauberhöhle 2, S. 37.</ref>
   <ref name="Schand2 39">Pantle: Schandtauberhöhle 2, S. 39.</ref>
   <ref name="Fuchs2018 23">Andreas Hoydem, Markus Pantle, Thomas Rathgeber, Theo Simon: Speläogenese des Fuchslabyrinthes bei Schmalfelden (Stadt Schrozberg, Landkreis Schwäbisch-Hall). In: Laichinger Höhlenfreund. 53(2018), S. 15–40, hier S. 23 (pdf, 610 KB).</ref>
   <ref name="Fuchs2018 17f">Hoydem, Pantle, Rathgeber, Simon: Speläogenese des Fuchslabyrinthes. S. 17 f.</ref>
   <ref name="Fuchs2018 19">Hoydem, Pantle, Rathgeber, Simon: Speläogenese des Fuchslabyrinthes. S. 19.</ref>
   <ref name="UnteSchand">Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Stuttgart e. V.: Infoflyer Unterirdische Schandtauber (pdf, 2,0 MB, abgerufen am 21. Januar 2024).</ref>
   <ref name="Geologische Karte">Nach den Geologischen Karten für Baden-Württemberg (Vorlage:GeoQuelle) und Bayern (Kartenausschnitt beim Vorlage:GeoQuelle).</ref>
   <ref name="Dolinen">Vorlage:GeoQuelle. Hinweise auf Dolinen im Layer Vermutete Verkarstungsstruktur im Verzeichnis Ingenieurgeologie, als Geotop ausgewiesene Dolinen im Layer Geotop-Kataster im Verzeichnis Geotourismus.
Viele Dolinen sind als geschützte Biotope kartiert, passender Kartenausschnitt beim Vorlage:GeoQuelle</ref> <ref name="NSG">Verordnung über das Naturschutzgebiet „Schandtauberhöhle“, Landkreis Ansbach, vom 27.03.1984. beim Landkreis Ansbach (pdf, 4,6 MB)</ref> <ref name="Geotop 3959">Steckbrief Geotop Doline im Gewann Nonnenwiesen NW von Schmalfelden. beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (pdf, 267 KB, abgerufen am 21. Januar 2024).</ref> <ref name="Lehrpfad">Wasserwirtschaftlicher Lehrpfad an der Schandtauber bei Rothenburg o.d. Tauber beim Wasserwirtschaftsamt Ansbach (Abgerufen am 23. März 2023). </ref>

</references>

Literatur

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt
    • Nr. 6626 Schrozberg Ost, Nr. 6627 Rothenburg ob der Tauber (Flusslauf)
    • Nr. 6726 Rot am See (Einzugsgebiet, nur Schnipsel)

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Vorlage:Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Landkreis Ansbach