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Schenkeldecke (Insekt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schenkeldecken jeweils grün
Datei:Eucinetus haemorrhoidalis Reitter.jpg Datei:Calyptomerus dubius under.jpg
Abb. 1: Unterseite
Eucinetus haemorrhoidalis<ref name="ReittII"/>
Abb. 2: Hinterleib von unten
Calyptomerus dubius<ref name="ReittII"/>
Datei:Lacon punctatus detail.jpg Abb. 3: Lacon punctatus
Ausschnitt Unterseite
Kopie unten teilweise koloriert
blau: Umriss der Hinterhüfte;
gelb: Teil des Hinterschenkels
grün: Schenkeldecke
rot: Rinne zur Aufnahme der
Schenkel;
Datei:Schenkel26.JPG
Ctenicera pectinicornis
Datei:Agriotes lineatus detail2.JPG
Agriotes lineatus
Datei:Selatosomus aeneus Schenkel.JPG
Selatosomus aeneus
Datei:Prosternon tesselatum detail 2.JPG
Prosternon tessellatum
Datei:Ampedus sanguinolentus Schenkel.JPG
Ampedus sanguinolentus
Abb. 4: Fünf unterschiedliche Formen von Schenkeldecken
bei Schnellkäfern

Schenkeldecken oder auch Schenkelplatten nennt man bei Insekten die Erweiterungen der Hinterhüften (Metacoxa), die die Hinterschenkel (Metafemur) ganz oder teilweise abdecken.<ref name="Ana"/> Bei vollständigen Schenkeldecken<ref name="ReittIII"/> ist der Schenkel nicht mehr sichtbar (Abb. 1). In diesem Fall nennt man die Schenkelplatten Hinterhüftplatten.<ref name="FHL1"/>

Schenkeldecken sind bei vielen Familien der Käfer ausgebildet, beispielsweise bei Aaskäfern, Prachtkäfern, Speckkäfern, Nagekäfern und Moorweichkäfern.<ref name="ReittII"/> Besonders bei den Schnellkäfern stellt die Form der Schenkeldecken ein wichtiges Merkmal für die Bestimmung der Art dar (Abb. 3 und 4).<ref name="FHL"/>

Die Hinterhüften schließen auf der Körperunterseite an die Hinterbrust (an das Metasternum) an und stehen häufig quer zur Körperlängsachse. Bei den Schnellkäfern sind sie lang und erreichen in der Regel den Körperseitenrand. Sie überbrücken den Niveauunterschied zwischen Hinterbrust und Hinterleib und sind rinnenförmig ausgehöhlt (Abb. 2 unten rot). Die Schenkeldecken bilden den äußeren Rand der Rinne und schließen niveaugleich an die Hinterbrust an (Abb. 2 unten grün). Beim Anziehen der Beine wird der Vorderrand der Schenkel in die Rinne eingelegt und die Schenkel mehr oder weniger von den Schenkeldecken bedeckt.

Einzelnachweise

<references> <ref name="FHL1">Heinz Freude, Karl Wilhelm Harde, Gustav Adolf Lohse: Die Käfer Mitteleuropas. Band 1 Einführung in die Käferkunde, Goecke&Evers, Krefeld 1965, S. 174, 182</ref> <ref name="FHL">{{#ifexist:Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|387263027x}} | {{bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|387263027x}}

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