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Schlüsselau

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Schlüsselau
Gemeinde Frensdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(362)&title=Schl%C3%BCsselau 49° 47′ N, 10° 55′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(362) 49° 47′ 26″ N, 10° 54′ 34″ O
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Höhe: 259 m ü. NHN
Einwohner: 362 (1. Jan. 2024)<ref name="Einwohner">Zahlen, Daten, Fakten. In: frensdorf.de. Abgerufen am 23. November 2025.</ref>
Postleitzahl: 96158
Vorwahl: 09502
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Datei:Schlüsselau Forsthaus P4RM1866.jpg
Forsthaus Schlüsselau

Schlüsselau ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Frensdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Schlüsselau liegt in der Gemarkung Herrnsdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. November 2025.</ref>

Geografie

Das Pfarrdorf liegt am rechten Ufer der Reichen Ebrach. Im Süden grenzen Waldgebiete an. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2260 (0,8 km nordwestlich) bzw. die Bundesstraße 505 unterquerend nach Jungenhofen (1,6 km südlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Röbersdorf (1,5 km nordöstlich) und die Staatsstraße 2254 kreuzend nach Ellersdorf (2,3 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 23. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1260 als „Seppendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Sebo. Der Ort war schon damals in Besitz der Schlüsselberger. Um 1280 wurde von diesen das Kloster Schlüsselau gestiftet. 1290 wurde der Ortsname in „Sluzzelowe“ (=Au der Schlüsselberger) geä#ndert.<ref>P. Schneider: Steigerwald, S. 211f.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schlüsselau aus 28 Anwesen (Pfarrhaus, Schulhaus, Amtshaus, Gemeindehaus, Jägerhaus, Schäferei, 9 Halbhöfe, 4 Viertelhöfe, 4 Höflein, 2 Häuser, 2 Wirtshäuser, 1 Mühle). Das Hochgericht übte das bambergische Amt Schlüsselau in begrenztem Umfang aus, es hatte ggf. an das Centamt Bechhofen bzw. Fronveste Bamberg auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Amt Schlüsselau.<ref name="W164">H. Weiß: Bamberg, S. 164.</ref> Der Ertrag an Getreide, Obst und Heu galten als mittelmäßig.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 136.</ref>

Im Jahre 1802 kam Schlüsselau an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Schlüsselau gebildet, zu dem Ellersdorf gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Schlüsselau der Ruralgemeinde Herrnsdorf zugewiesen.<ref name="W246">H. Weiß: Bamberg, S. 246f.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde Schlüsselau im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Frensdorf eingemeindet.<ref>Frensdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 23. November 2025.</ref>

Baudenkmäler

In Schlüsselau gibt es sieben Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Frensdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Bildstock, Hans-Kaspers-Marter
  • Schlüsselau 1: Wappenstein Kurmainz
  • Schlüsselau 2, 2a: Ehemalige Zisterzienserinnenklosterkirche und ehemaliges Klostergebäude mit Klostermauer
  • Schlüsselau 15: Ehemaliges Verwalterhaus
  • Schlüsselau 17: Ehemaliger Klosterstadel
  • Schlüsselau 19: Forstdienststelle mit Scheune

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ehemaliges Baudenkmal
  • Schlüsselau 21: Vermutlich ehemaliges Forstamt des Klosters

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002024
Einwohner 128 148 161 156 127 126 206 176 160 240 362
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> 26 26 25 24 24 27 58
Quelle <ref name="W246"/> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 836, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1006, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 952 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 996 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1017 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 876 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 645 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 289 (Digitalisat).</ref> || <ref name="Einwohner"/>

Religion

Schlüsselau ist römisch-katholisch geprägt und Sitz der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit.<ref name="W164"/><ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Schlüsselau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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