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Schlieren

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Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz

Schlieren ist eine Stadt und politische Gemeinde im Bezirk Dietikon des Kantons Zürich in der Schweiz. Ihre Einwohner werden Schlieremer genannt.

Geographie

Die Stadt Schlieren liegt im Limmattal südlich der Limmat, unmittelbar westlich an die Stadt Zürich angrenzend.

Geschichte

Datei:ETH-BIB-File-ETH-BIB-DC-2, HB-ITO der Swissair über Schlieren, Limmattal-Inlandflüge-LBS MH01-008140.tiff
Douglas DC-2 über Schlieren und Limmattal, historisches Luftbild vom 8. Juni 1935, aufgenommen von Walter Mittelholzer
Datei:ETH-BIB-Schlieren, Schweizerische Wagons- und Aufzugfabrik AG-Inlandflüge-LBS MH03-0892.tif
Schweizerische Wagons- und Aufzugfabrik AG, historisches Luftbild vom 8. August 1932, aufgenommen von Walter Mittelholzer

Schlieren wurde 828 erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Urk. II 93. Stiftsarchiv St. Gallen, auf e-chartae, abgerufen am 25. Juni 2020.</ref> Schlieren war bis 1415 in habsburgischem Besitz. Nach der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen war es Bestandteil der Grafschaft Baden. 1803 wurde es dem Kanton Zürich zugeteilt. 1777 gründete hier der Pfarrer Heinrich Keller, als er zwei taube Knaben in sein Pfarrhaus aufnahm, die erste Taubstummenschule in der Schweiz.

Ende des 19. Jahrhunderts begann im Zuge der Industrialisierung der allmähliche Wandel Schlierens von einer bäuerlichen Landgemeinde hin zur urbanen Kleinstadt. In Schlieren war von 1899 bis zu ihrer Schliessung 1985 die Schweizerische Wagons- & Aufzügefabrik AG (SWS) beheimatet.<ref>Dorothee Vögeli: Schlieren: Ein Dorf stellt sich quer. In: Neue Zürcher Zeitung. 7. August 2017.</ref>

Wegen der Nähe zur Stadt Zürich und der guten Verkehrsverbindungen (bis 1956 Tram, dann Trolleybus Zürich, 2022 ersetzt durch die Limmattalbahn, ferner die S-Bahn) setzte ein Bevölkerungswachstum ein. 1960 überschritt die Einwohnerzahl 10'000, im Jahr 2022 20'000. Im Jahr 2008 wurde Schlieren das Label Energiestadt für beschlossene und realisierte energiepolitische Massnahmen verliehen.

Wappen

Blasonierung:

In Blau eine goldene Lilie

Bevölkerung

Per {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}} wohnten Vorlage:Str replace Menschen in Schlieren.

Bevölkerungsentwicklung<ref>1850–1960: Eidgenössische Volkszählungen, danach: Gemeindeporträts. Schlieren. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1962–2022.</ref>
Jahr Einwohner
1850 689
1900 1'670
1950 6'074
1960 10'043
1970 11'869
1980 12'460
1990 13'142
2000 12'775
2010 16'103
2020 19'872
2022 20'320
2024 20'394

Politik

Vorlage:Sitzverteilung Die Exekutive wird durch den siebenköpfigen Stadtrat gebildet. Er setzt sich wie folgt zusammen: 2 SP, 1 FDP, 1 glp, 1 Mitte, 1 SVP sowie 1 Parteilose.<ref name="wahlen">Vorlage:Internetquelle</ref>

Stadtpräsident ist Markus Bärtschiger (SP).<ref>Stadtrat. Website der Stadt Schlieren.</ref>

Die Legislative der Stadt ist das Gemeindeparlament mit 36 Sitzen. Die Grafik rechts zeigt die Sitzverteilung nach der Wahl vom 13. Februar 2022.<ref name="wahlen" />

Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Schlieren: SVP 26,62 % (−1,39), SP 23,10 % (+2,20), glp 12,24 % (−1,22), Grüne 10,92 % (−0,20), FDP 10,57 % (−0,53), Mitte 9,01 % (+0,13), EVP 2,15 % (−0,59), EDU 0,84 (−0,19).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Kirchen

2022 gehörten 30,7 Prozent der Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche und 11,0 Prozent zur evangelisch-reformierten Kirche. 58,3 Prozent der Bevölkerung hatten eine andere oder keine Religionszugehörigkeit.<ref>Gemeindeporträts. Schlieren. Konfession. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2022.</ref>

Die römisch-katholische Kirche St. Josef aus dem Jahr 1960 befindet sich an der Ecke Uitikonerstrasse/Dammweg und wurde vom bekannten Kirchenarchitekten Karl Higi errichtet. Am Kirchplatz befinden sich die Alte und die Neue reformierte Kirche.

In der regionalen Sektion der Schweizerischen Evangelischen Allianz sind die Chrischona-Gemeinde<ref>Chrischona-Gemeinde. Schweizerische Evangelische Allianz.</ref><ref>Website der Evangelischen Chrischona-Gemeinde Schlieren.</ref> und die Kirche Lachern<ref>Kirche Lachern. Schweizerische Evangelische Allianz.</ref><ref>Website der Kirche Lachern (Evangelische Täufergemeinde, ETG).</ref> mit dabei.

Öffentlicher Verkehr

Der Bahnhof Schlieren liegt an der Bahnstrecke Zürich–Baden und wird von der Vorlage:S-Bahn Zürichund der Vorlage:S-Bahn Zürichsowie den Nacht-S-Bahnen Vorlage:S-Bahn Zürich und Vorlage:S-Bahn Zürich der S-Bahn Zürich bedient.

Ab Schlieren, Bahnhof / Schlieren, Zentrum/Bahnhof oder Schlieren, Bahnhof Nord verkehren mehrere Buslinien:

Vorlage:Buslinie Schlieren, Zentrum/Bahnhof – Uitikon, Dorf – Uitikon Waldegg, Bahnhof

Vorlage:Buslinie Urdorf Weihermatt – Schlieren, Zentrum/Bahnhof – Unterengstringen – Weiningen ZH – Geroldswil

Vorlage:Buslinie Schlieren, Zentrum/Bahnhof – Zürich, Werdhölzli – Zürich Altstetten

Vorlage:Buslinie Schlieren, Zentrum/Bahnhof – Glanzenberg, Bahnhof – Niederurdorf – Oberurdorf

Seit September 2019 ist Schlieren an das Tramnetz der VBZ angeschlossen:

Vorlage:Buslinie Schlieren, Geissweid – Schlieren, Zentrum/Bahnhof – Zürich, Farbhof – Paradeplatz – Bellevue – Zürich Tiefenbrunnen

Seit Dezember 2022 verkehrt zudem die Limmattalbahn durch Schlieren:

Vorlage:Buslinie Zürich Altstetten – Schlieren, Zentrum/Bahnhof – Spital Limmattal – Urdorf Nord – Dietikon – Killwangen-Spreitenbach

Wirtschaft

Schlieren wandelt sich von der Industriestadt zur Stadt mit Dienstleistungs- und Hightech-Unternehmen. Auf dem Areal der ehemaligen SWS haben verschiedene Firmen neue Arbeitsplätze geschaffen, unter anderem die 2015 geschlossene Druckerei der NZZ-Mediengruppe<ref>NZZ schliesst Druckerei in Schlieren definitiv. In: Handelszeitung. 3. Februar 2015.</ref> (heutiger Besitzer ist die Swiss Prime Site, die ehemalige Druckerei ist Standort von Zühlke Technology Group und Halter AG<ref>Alex Rudolf: Wo früher gedruckt wurde, hat es heute eine Piazza. In: Aargauer Zeitung. 25. Juli 2020.</ref>), der Fernsehsender Star TV oder die API Invest und Finanz AG. Zudem hat sich hier ein Biotech-Cluster mit verschiedenen Startup-Unternehmen aus dieser Branche entwickelt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Zu den traditionellen Firmen zählen Geistlich und Schlatter. In Schlieren befindet sich auch der Hauptsitz der Mercedes-Benz Schweiz AG, der Strabag AG Schweiz sowie von Sony Schweiz.

Spital Limmattal

Datei:Spital Limmattal Schlieren (2).jpg
Vorne das Akutspital, hinten das Pflegezentrum

Das Spital Limmattal, auch Limmattalspital oder im Dialekt „Limmi“ genannt, liegt ganz im Westen der Gemeinde. Es wurde am 1. Mai 1970 eröffnet und durch einen Zweckverband, bestehend aus zehn Gemeinden des Bezirks (alle ausser Uitikon) getragen. Am 1. Juni 1987 wurde auf der Westseite des Spitals eine Pflegeeinrichtung eröffnet, seit dem Jahr 2000 „Pflegezentrum“ genannt. Mit der Schliessung des Bezirksspitals Dielsdorf (1997) wurden sieben Gemeinden aus dem Furttal der Spitalregion Limmattal zugewiesen. 2017 zählte das Spital insgesamt 1012 Angestellte.

Weil das Spital im 21. Jahrhundert den Anforderungen nicht mehr genügte, wurde ein Neubau auf demselben Areal geplant, von der Bevölkerung mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 91 % genehmigt und am 14. September 2018 dem Betrieb übergeben. Nach dem Rückbau des alten Spitals wurde an dessen Stelle ein neues Pflegezentrum errichtet.<ref>https://www.schlieren.ch/jahrhefte/177091</ref>

Sehenswürdigkeiten

Vorlage:Siehe auch

Kultur

Das in der Schweiz bekannte Cabaret Rotstift wurde 1954 von Schlieremer Lehrern gegründet. Die gleichen Lehrer gründeten 1957 den Kinderchor Schlieremer Chind, heute der bekannteste Schweizer Kinderchor.

Sport

Seit dem 1. Januar 2005 findet in Schlieren der Neujahrsmarathon Zürich statt. Start und Ziel dieses weltweit ersten Marathonlaufs des Jahres befinden sich in der Schlieremer Sporthalle Unterrohr. Gestartet wird um 00:00 Uhr, also exakt zum Jahreswechsel. Neben der Marathondistanz (42,195 km) werden auch ein Halbmarathon (21,0975 km), ein Viertelmarathon (10,54875 km), ein Team Run (2–4 Läufer teilen sich die 42,195 km) und ein kostenloser Kids Run (750 m) angeboten.

Die Frauenmannschaft des FC Schlieren spielt zurzeit in der Nationalliga B, kurzzeitig, in der Saison 2011/2012, spielte sie in der höchsten Spielklasse des Schweizer Frauenfussballs. Im Jahr 2009 erreichte das Frauenteam sogar den Cupfinal.

Medien

Verschiedene Medien sind in Schlieren an der Wagistrasse angesiedelt. Neben den Fernsehsendern Schweiz 5 (in den Räumen des ehemaligen Senders TV3), Star TV, VIVA und 3+ werden bei der Firma Primetime die Sendungen Swiss Date, FUTURA.TV, KOCHEN.TV, ganzprivat sowie wohntraumTV aufgezeichnet. In der Nähe befinden sich ebenfalls die ehemalige NZZ-Druckerei sowie die Werbeagentur Publiartis.

Persönlichkeiten

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Literatur

  • Karl Grunder: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band 9: Der Bezirk Dietikon (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 88). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1997, ISBN 978-3-909164-57-8, S. 188–264 (Digitalisat).
  • Ursula Fortuna: Beharren und Wandel in Schlieren, einer Limmattaler Gemeinde im 19. Jahrhundert. In: Zürcher Taschenbuch, Band 125. 2005. S. 273–361 (Digitalisat).
  • Vorlage:HLS

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Bezirk Dietikon

Vorlage:Normdaten