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Natriumthioantimonat(V)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Schlippesches Salz)
Strukturformel
Datei:3.svg Datei:Na+.svg Datei:Tetrathioantimonate.svg
Allgemeines
Name Natriumthioantimonat(V)
Andere Namen
  • Natriumtetrathioantimonat(V)-Nonahydrat
  • Schlippe’sches Salz
Summenformel Na3SbS4·9 H2O
Kurzbeschreibung

hellgelbe Kristalle mit unangenehmem Geruch<ref name="Merck" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 682-752-5
ECHA-InfoCard 100.208.207
PubChem 16211194
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 481,10 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,86 g·cm−3<ref name="Merck" />

Schmelzpunkt

87 °C<ref name="Merck" />

Siedepunkt

234 °C (Zersetzung)<ref name="Merck" />

Löslichkeit

mäßig in Wasser (330 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="Merck" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.780">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 332​‐​302​‐​411
P: 273<ref name="Merck" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumthioantimonat(V) (auch Schlippe’sches Salz nach dem Chemiker Johann Karl Friedrich von Schlippe<ref>Schweiggers Journal 1822, Nr. 33.</ref>, von diesem ursprünglich als Schwefelspießglanznatron bezeichnet) ist das Natriumsalz der Thioantimon(V)-säure und tritt kristallwasserhaltig als Nonahydrat mit der Summenformel Na3SbS4· 9 H2O auf.

Gewinnung und Darstellung

Natriumthioantimonat(V)-Nonahydrat wird bei Erhitzung einer wässrigen Suspension von Stibnit mit Natronlauge und Schwefel gebildet. Hierbei wird die Antimon(III)-Verbindung des Stibnits zu einer Antimon(V)-Verbindung oxidiert und der Schwefel zu Sulfid reduziert.<ref name="HoWi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 91.–100., verbesserte und stark erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-007511-3, S. 821.</ref> Nach Abkühlung der Lösung kristallisiert das hellgelbe Schlippe’sche Salz aus. Die Gleichung für diese Reaktion lautet:

<math>\mathrm{ \ Sb_2S_3 + 3 \ Na_2S + \ 2 \ S + \ 18 \ H_2O \longrightarrow} \mathrm{ \ 2 \ Na_3SbS_4 \cdot\ 9 \ H_2O \ }</math>

Eine alternative Darstellungsmethode geht von in Salzsäure gelöstem Antimon(III)-chlorid SbCl3 oder Antimon(III)-oxid Sb2O3 aus, in das Schwefelwasserstoffgas eingeleitet wird.<ref>G. Jander, E. Blasius: Einführung in das anorganisch chemische Praktikum (qualitative Analyse), 13. Auflage, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-7776-0449-6, S. 482.</ref>

Eigenschaften

Natriumthioantimonat(V) liegt in Form von licht- und luftempfindlichen, hellgelben Kristallen mit unangenehmem Geruch vor. In Wasser ist es sehr leicht löslich, wobei seine wässrige Lösung stark alkalisch reagiert.<ref name="Merck" /> Mit Säuren erhält man daraus das als Pigment Goldschwefel verwendete Antimon(V)-sulfid, Sb2S5.

Verwendung

Natriumthioantimonat(V) wird zur Herstellung von Antimon(V)-sulfid (auch Goldschwefel genannt) verwendet und wurde früher bei der Vulkanisierung von Kautschuk verwendet.

Einzelnachweise

<references />