Zum Inhalt springen

Schloss Meisdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Schloss Meisdorf.jpg
Neues Schloss im Luftbild

Das Schloss Meisdorf ist ein Schloss in Meisdorf, einem Ortsteil von Falkenstein im sachsen-anhaltischen Landkreis Harz. Das Gebäude wurde 1708<ref name="HiS" /><ref name="Vandervalk" /> in einem zwölf Hektar großen Schlosspark erbaut. Es wird seit 1992 als Hotel betrieben.

Geographische Lage

Datei:Meisdorf-und-Schloss-Meisdorf-12.png
Links: Lage von Schloss Meisdorf im Ort Meisdorf, Rechts: Lageplan der Gebäude von Schloss Meisdorf

Das Schloss Meisdorf steht am Nordrand des Unterharzes im Naturpark Harz. Es befindet sich am Südwestrand von Meisdorf nahe der Landesstraße 75, die 500 m südlich des Schlosses von der L 230 abzweigt und nordwestwärts zum Ballenstedter Ortsteil Opperode führt. Südöstlich vorbei an der zum Schloss gehörenden Parkanlage fließt die aus dem Naturschutzgebiet Selketal kommende Selke.

Geschichte

Datei:Meisdorf-Sammlung Duncker (5366056).jpg
Schloss Meisdorf (um 1870)
Datei:Asseburg, Friedrich.jpg
Friedrich von der Asseburg-Falkenstein-Meisdorf
Datei:Wappen Asseburg Schulenburg 1710 am Haus Eremitage (Meisdorf).jpg
Wappen der Asseburger und der Schulenburger (1710) an der Eremitage

1708 ließ Johann Ludwig von der Asseburg<templatestyles src="FN/styles.css" /> <sup class="fussnoten-marke" data-annotationpair-m="Skriptfehler: Ein solches Modul „URLutil“ ist nicht vorhanden.">Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. (1685–1732) das sogenannte Lange Gebäude als Wohnsitz auf dem Gut Meisdorf errichten.<ref name="Handbuch" /> Am 5. Februar 1716 fanden dort wegen Grenzstreitigkeiten Vergleichsverhandlungen der Vertreter Anhalts, der preußischen Regierung und des Barons von der Asseburg statt,<ref name="UMünnich" /> womit erstmals der Name Schloss Meisdorf belegt ist.

Ab 1761<ref name="books-Ndw5AAAAcAAJ-" /> befanden sich sowohl Meisdorf als auch die nahegelegene Burg Falkenstein im Besitz des Hofbeamten und Diplomaten Achatz Ferdinand von der Asseburg (1721–1797), Sohn von Johann Ludwig von der Asseburg. Da die Burg nur noch als Jagdschloss genutzt wurde und das alte Meisdorf’sche Wohnhaus für die Bedürfnisse des Freiherren zu klein geworden war, ließ dieser 1769<ref name="Chronik" /><templatestyles src="FN/styles.css" /> <sup class="fussnoten-marke" data-annotationpair-m="Skriptfehler: Ein solches Modul „URLutil“ ist nicht vorhanden.">Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. ein neues geräumigeres, wenn auch einfaches Schloss erbauen, und das alte Schloss wurde zur Beamtenwohnung umfunktioniert. Das neue Schloss, dessen Fassade dem Ort Meisdorf zugewandt war, war mit diesem durch eine 400 Schritt lange Linden- und Kastanien-Allee verbunden. Er ließ auch neben dem alten Wohnhaus das Rentamt als Gutsverwaltung und das Forsthaus auf dem Klusberg errichten.<ref name="Vandervalk" />

Nach dem Tod des Bauherrn ging das Schloss in den Besitz der Neindorf’schen Linie der Familie Asseburg über. Als diese Linie im Jahre 1816<ref name="HiS" /> mit dem Tod des Domkapitulars Ludwig Busso von der Asseburg (1762–1816) erlosch, fiel die Herrschaft Falkenstein der Eggenstedt-Ampfurtischen Linie zu. Damals wurde der preußische Geheimrat und Oberjägermeister Graf Ludwig August von der Asseburg (1796–1869) Besitzer und legte auf beiden Seiten des Schlosses nach Ballenstedt und Harzgerode Chausseen an. Ein großer Park und üppige Wiesen umgaben zu seiner Zeit das Schloss. 1822/1823 ließ er auch eine große massive Scheune<ref name="Chronik" /> und das Haus Eremitage errichten, das auf einem ehemaligen Eiskeller erbaut wurde. Schloss Meisdorf wurde unter Asseburg zum gesellschaftlichen Mittelpunkt des regionalen Adels.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Nach seinem Tod erbte sein Sohn Graf Ludwig II. von der Asseburg (1829–1909) das Gut, dessen Ehefrau war Anna Gräfin von Königsmarck, Tochter des Adolf von Königsmarck. Sein Halbbruder Egbert Hoyer von der Asseburg wurde in Meisdorf geboren. Ludwig II. von der Asseburg-Meisdorf selbst war zeitweise aktiver Offizier<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> im Eliteregiment der Gardes du Corps. Ende des 19. Jahrhunderts lebten im Gutsbezirk Meisdorf 117 Einwohner.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Anfang der 1920er Jahre beinhaltete der Meisdorfer Grundbesitz adliges Rittergut und Teil der Herrschaft 1428 ha. Des Weiteren gehörte Pansfelde mit 1791 ha dazu.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

1921/1922 wurde das Neue Schloss durch dessen Besitzer Friedrich Georg Deodat Graf von der Asseburg-Falkenstein (1861–1940) nach Plänen des Architekten Max Brockert<ref name="AllgKünLex" /> umgebaut und dabei der Turm und der Seitenflügel hinzugefügt.<ref name="HiS" /> Er ließ 1910 erste Umbauten am Schloss vornehmen und auch die 1822 errichtete Scheune zu Wohnungen umbauen.<ref name="Chronik" />

Von 1944 bis 1945 diente das Schloss Meisdorf als Lager für historisches Archivgut und Akten des Politischen Archivs des Auswärtigen Amts in Berlin und wurde als Hauptausweichstelle bezeichnet. Im Bestand befanden sich auch von Friedland nach Meisdorf geschaffte Geheimdokumente, die im April 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs großteils zerstört wurden.<ref name="KrögThim" />

Am 17. April 1945 wurde das Neue Schloss, das zu dieser Zeit von der Gräfin Margarete von der Asseburg-Falkenstein (1868–1945) bewohnt wurde, durch einen Blindgänger getroffen. Das Geschoss hatte die Hirschplastik im Schlosspark durchschlagen, den Turm des Schlosses getroffen und war in einem Bett im Obergeschoss liegen geblieben. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Dann rückten erste Einheiten der US-Armee in Meisdorf ein, die das Schloss beschlagnahmten. Ab Juli 1945 diente es als Kommandantur der Roten Armee und als Flüchtlingsunterkunft. Ab 1946<ref name="Chronik" /> wurde die Schlossanlage als Ferienobjekt durch den VEB Walzwerk Hettstedt genutzt, das Forsthaus wurde 1977 zum Gästehaus des Rats des Kreises Aschersleben.<ref name="ChronikMeisdorf" />

1992 wurden das Schloss und die Gebäude im Schlosspark nach Privatisierung durch die Ferdinand-Lentjes-Holding renoviert und zu einer Hotelanlage umgebaut. Im Jahr 2001 übernahm die Van-der-Valk-Gruppe die Hotelanlage.<ref>Angelika Adam: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Im Juli 2021 wurde die Hotelanlage an Bernstein Hotels & Resorts verkauft und danach umgebaut und erweitert.<ref>Falk Rockmann: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Das Alte Schloss von 1708 dient als Restaurant, das Neue Schloss, das Gräfliche Rentamt und die Chalet Ludwig genannte ehemalige Scheune beherbergen Hotelzimmer. Die Gebäude im Schlosspark stehen unter Denkmalschutz. Im Schlosspark stehen viele alte Bäume und in der Mitte die Plastik eines Rehbocks auf einem Sockel. In direkter Nähe zum Schloss liegt auf einem 70 ha großen Areal die 18-Loch Golfplatzanlage Schloss Meisdorf.

Panorama von Schloss Meisdorf vom Park aus gesehen – von links: Tiergehege (durch Bäume verdeckt), Spielplatz, Skulptur, dahinter die Eremitage, Gräfliches Rentamt, altes Schloss und neues Schloss

Umgebung

Datei:Begräbnisstätte Asseburg-Falkenstein (Meisdorf) 01.jpg
Mausoleum Neues Gewölbe der Asseburger nahe Schloss Meisdorf

Etwa 450 m südwestlich des Schlosses steht im Laubwald neben der Selke das Mausoleum Neues Gewölbe, das 1834<ref name="MausoInfo" /> im neugotischen Stil aus rohem Sandstein erbaut wurde. Es diente den Asseburgern bis 1928<ref name="MausoInfo" /> als Begräbnisstätte. Zum Mausoleum führt südwestlich der L 75 ein Waldweg. Es ist als Nr. 207<ref name="SteSteHWN" /> in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen; die Stempelstelle befindet sich am Selketalstieg.

Ein anderer Weg verläuft zu dem oberhalb des Schlosses auf einem Berg gelegenen Schweizerhäuschen (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">⊙

 {{#coordinates:51,70143|11,28233|
   |dim=
   |globe=
   |name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.
   |region=DE-ST
   |type=landmark
  }}), das bis 1945 als Oberförsterei genutzt wurde und heute Forsthaus genannt wird.

Siehe auch

Anmerkungen

<templatestyles src="FN/styles.css" />

<sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="Skriptfehler: Ein solches Modul „URLutil“ ist nicht vorhanden.">Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. 
{{{2}}}

Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. <templatestyles src="FN/styles.css" />

<sup class="fussnoten-marke mw-cite-backlink" data-annotationpair-a="Skriptfehler: Ein solches Modul „URLutil“ ist nicht vorhanden.">Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. 
Es gibt literarische Quellen für das Jahr 1769 als Baujahr des Neuen Schlosses als auch für das Jahr 1787.

Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.

Literatur

Weblinks

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references> <ref name="HiS"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 5. Juni 2016 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. hotel-im-schloss.de </ref> <ref name="Vandervalk"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 31. Mai 2016 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. vandervalk.de </ref> <ref name="Handbuch"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="UMünnich"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="books-Ndw5AAAAcAAJ-"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Chronik"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="AllgKünLex"> Günter Meissner: Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <&q=Meisdorf#v=onepage Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. K. G. Saur Verlag, 1996 </ref> <ref name="KrögThim"> Martin Kröger, Roland Thimme: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 1,2 MB) Institut für Zeitgeschichte München / Berlin, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="ChronikMeisdorf"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 18. Dezember 2015 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. heimatverein-meisdorf.de, 2005. </ref> <ref name="MausoInfo"> Informationstafel an der Begräbnisstätte Asseburg-Falkenstein (Meisdorf). Wikimedia Commons </ref> <ref name="SteSteHWN"> Stempelstelle 207 / Mausoleum. harzer-wandernadel.de </ref> </references>

Koordinaten: 51° 42′ 14,3″ N, 11° 17′ 15,4″ O

 {{#coordinates:51,703972222222|11,287611111111|primary
   |dim=250
   |globe=
   |name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.
   |region=DE-ST
   |type=building
  }}

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung