Schloss Poppenreuth
Das Schloss Poppenreuth liegt in Poppenreuth, einem Ortsteil der Stadt Waldershof im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth. Die Reste der Anlage sind unter der Aktennummer D-3-77-157-22 als denkmalgeschütztes Baudenkmal von Poppenreuth verzeichnet. Ebenso werden sie als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-3-6038-0027 im Bayernatlas als „archäologische Befunde im Bereich des frühneuzeitlichen Hofmarkschlosses in Poppenreuth“ geführt.
Geschichte
Das Schloss ist eine Gründung von Hans (V.) Notthafft von Weißenstein.<ref>Schloss Poppenreuth in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref> Im Jahre 1541 hatten er und sein Bruder Friedrich III. bei einer Erbteilung den Sitz Thumsenreuth und jeweils ein Drittel des damals noch bewohnbaren Weißensteins erhalten. 1547 erwarb er den Hof des Lorenz Würstl in Poppenreuth und verwandelte ihn, weil er „für großer Langweil wegen zum Weißenstein nit bleiben mögen“, in einen Herrenhof. Am 13. Oktober 1766 wurde das Schloss Poppenreuth samt den Nebengebäuden durch ein Schadenfeuer eingeäschert. Während das eigentliche Schlossgebäude, das wohl in der Mitte des geräumigen Schlosshofes gestanden hatte, nicht wiedererrichtet wurde, verursachte der Wiederaufbau der Wirtschaftsgebäude bis zum August 1767 Kosten in Höhe von 2616 Gulden. Im Januar 1882 gingen die Schlossgebäude in Poppenreuth auf dem Wege der Zwangsversteigerung in die Hände von Bianca Eiserhard aus Waldenburg in Schlesien und von dieser über den Geheimen Kommerzienrat Gustav von Siegle in den Besitz von Fritz von Gemmingen-Hornberg über, der mit Siegles Tochter Dora verheiratet war. Siegle erwarb auch das benachbarte Notthaft-Schloss Friedenfels.
Beschreibung
In der Liste der Baudenkmäler in Waldershof wird die Anlage folgendermaßen beschrieben:<ref>Denkmalliste für Waldershof (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Ökonomie des ehemaligen Schlosses: Nord- und Ostflügel, zweigeschossige Satteldachbauten, Obergeschosse in Fachwerk, am Nordflügel in der Norddurchfahrt zwei Schlusssteine, bezeichnet mit „1731“.
- Ehemalige katholische Kirche Mariä Heimsuchung, ursprünglich Schlosskapelle, jetzt katholisches Jugendheim: Saalbau, Massivbau mit Satteldach, Granitportal, Putzgliederung und eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor, bezeichnet mit „1717“.
Literatur
- Felix Mader (Bearb.): Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg. Band X. Bezirksamt Kemnath, S. 65. Oldenbourg Verlag, München 1982 (unveränderter Nachdruck der Ausgabe 1907). ISBN 3-486-50440-1.
Einzelnachweise
<references /> Koordinaten: 49° 56′ 49,9″ N, 12° 5′ 27″ O
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