Schlosspark Ellingen
Der Schlosspark Ellingen ist die Parkanlage der Residenz Ellingen in der gleichnamigen Stadt Ellingen im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der etwa drei Hektar große Park wird von der Bayerischen Verwaltung der Schlösser, Gärten und Seen gepflegt.
Die barocke Parkanlage entstand um 1720 während des Neubaus des Ellinger Schlosses.<ref>Schlosspark Ellingen, auf altmuehlfranken.de, Regionalinitiative des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, Landratsamt; Abgerufen am 22. Januar 2013</ref> Eine Ansicht des Schlossparks aus einem Wappenkalender von 1726 zeigt ihn als das Idealbild eines barocken Gartens.<ref name="Bel2" /> Von 1796 bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde der Park zu einem Englischen Landschaftsgarten im Stil des Klassizismus umgestaltet.<ref name="Bel2" /> Dabei wurden zahlreiche Baumsorten gepflanzt und ein Gartenpavillon mit Balusterbrüstung als nördliche Begrenzung errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser Pavillon teilweise zerstört oder abgetragen, heute ist als Parkarchitektur nur eine Balustrade übrig geblieben. Sehr bekannt ist die Blüte der Blausterne (Scilla bifolia) im März auf der großen "Scilla-Wiese".<ref name="Bel2">Schlosspark Ellingen, auf schloesser.bayern.de, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen</ref>
Der Schlossgarten hat einen dem alten und artenreichen Baumbestand in dem folgende Baumarten vertreten sind<ref>Faltblatt der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen: Botanischer Wegweiser, Schlosspark Ellingen.</ref>: Ahornblättrige Platane (Platanus x hispanica), Baumhasel (Corylus Colurna), Rotbuche (Agus sylvatica ‘Purpurea Tricolor’), Blutbuche (Fagus sylvatica ‘Purpurea’), Gemeine Esche (Fraxinus excelsior), ein 200 Jahre alter Ginkgo (Ginkgo biloba), Götterbaum (Ailanthus altissima), Gurken-Magnolie (Magnolia acuminata), Robinie (Robinia pseudoacacia), Rosskastanie (Aesculus hippocastanum), Roteiche (Quercus rubra), Spitzahorn (Acer platanoides ‘Schwedleri’), Spitzahorn (Acer Platanoides), Stieleiche (Quercus robur), Strauchkastanie (Aesculus parviflora), Traubeneiche (Quercus petraea ‘Muscaviensis’), Trompetenbaum (Catalpa bignonioides), Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera), Torso einer Winterlinde (Tilia cordata).
Der Garten ist vom Süden und Norden her frei zugänglich.
Denkmalschutz
Der Schlosspark Ellingen steht unter Denkmalschutz und ist unter der Aktennummer D-5-77-125-90 in der Denkmalliste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erfasst.<ref>Schlosspark Ellingen in der Online-Denkmalliste. geoportal.bayern.de, abgerufen am 25. März 2026.</ref>
Literatur
- Gotthard Kießling: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band V.70/1). Karl M. Lipp Verlag, München 2000, ISBN 3-87490-581-0, S. 134.
- Vorlage:Mader Stadt und Bezirksamt Weißenburg
- Christoph Graf [von] Pfeil: Residenz Ellingen. Amtlicher Führer. 8. überarbeitete und neu gestaltete Auflage. Bayerische Schlösserverwaltung, München 2005, ISBN 3-932982-59-2.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 49° 3′ 45,3″ N, 10° 57′ 59″ O
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