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Schtreimel

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Datei:Grand Rabbi Wolf Kornreich of Shidlovtza (3197).jpg
Ein chassidischer Rabbiner bekleidet mit Pekesche und Schtreimel aus Zobelschweifen

Der Schtreimel ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=yi |SCRIPTING=Hebr |SERVICE=jiddisch}}, Pl. {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) ist eine der markantesten jüdischen Kopfbedeckungen.

Geschichte, Bedeutung und Machart

Datei:Belz Synagogue in Tel Aviv DSC05039 (2).JPG
Aufhänger für Schtreimel in der Belzer Synagoge in Tel Aviv

Der Schtreimel hat seinen Ursprung vermutlich in ähnlichen traditionellen Pelzmützen, die von polnisch-russischen Adligen getragen wurden.<ref name="Faiers" /> Er wird heute vor allem von verheirateten chassidischen Juden während religiöser Feste und Feiern getragen. Er besteht aus einer Samtkappe mit einem braunen, breiten Pelzrand, meist aus Schwänzen russischer Zobel oder Fichtenmarderfell („Kanadischer Zobel“), aber auch aus Baummarderschweifen oder Schweifen amerikanischer Grisfuchsfelle. Die Anzahl der verwendeten Schwänze – in der Regel 13, 18 oder 26 – hat eine besondere Bedeutung. Einige Fachleute vermuten, dass diese Zahlen mit den dreizehn Attributen der Barmherzigkeit im Buch Exodus zusammenhängen.<ref name="Faiers" /> Aber auch von in Brooklyn individuell angefertigten Mützen mit 30 bis zu über 100 Schweifen wird berichtet.<ref>Danna Lorch: Shtreimel Styles Are Ruled By Trends As Much As Tradition — Even For Hasidim. Forward, 17. Mai 2018 (englisch).</ref>

Der Schtreimel ist nicht mit dem Spodek zu verwechseln, der höher und deutlich schlanker gefertigt ist. Der Schtreimel wird von Angehörigen chassidischer Gemeinschaften getragen, die aus Galizien, der Bukowina, Rumänien und Ungarn stammen, der Spodek von solchen, die aus Kongresspolen sind. Durch die Shoah ist die Schtreimeltradition in Europa fast mit vernichtet worden. In den chassidischen Gemeinden etwa von New York City, Montreal, London, Antwerpen, Zürich, Wien, Jerusalem und Bnei Brak ist das Tragen des Schtreimels jedoch (wieder) verbreitet. Schtreimel werden zurzeit in Israel, New York City und Montreal angefertigt.

Sonstiges

Der in Frankreich bis Anfang der 1960er Jahre fast vergessene Schtreimel wurde durch den Film Die Abenteuer des Rabbi Jacob als Symbol jüdisch-chassidischer Kultur wieder größeren Bevölkerungskreisen ins Bewusstsein gerufen.

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

<references> <ref name="Faiers">Jonathan Faiers: Fur - A Sensitive History. Yale University Press, New Haven / London, 2020, S. 94–95 (englisch), ISBN 978-0-300-22720-8.</ref> </references>