Semantische Relation
Semantische Relation (auch: Sinnrelation, Bedeutungsrelation, Bedeutungsbeziehung) ist ein Oberbegriff für Beziehungen, die zwischen Bedeutungen von sprachlichen Ausdrücken (Wörtern, Sätzen) bestehen.
Teilweise wird der Ausdruck semantische Relation nur für die Beziehungen der Bedeutungen von Wörtern,<ref>Schwarz/Chur: Semantik. 5. Auflage. 2007, ISBN 978-3-8233-6296-8, S. 53.</ref> teilweise nur für die Bedeutungsbeziehungen natürlichsprachiger Ausdrücke verwendet<ref>Hadumod Bußmann (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (Semantische Relation).</ref> (siehe aber auch Semantisches Netz).
Man kann die semantischen Relationen in syntagmatische Verträglichkeitsbeziehungen und in paradigmatische Austauschklassen einteilen.<ref name="So Bußmann">So Hadumod Bußmann (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (Semantische Relation).</ref>
Zu den syntagmatischen Verträglichkeitsbeziehungen zählen:<ref name="So Bußmann" />
Zu den paradigmatischen Austauschklassen:<ref name="So Bußmann" />
- Synonymie
- Antonymie
- Dualität
- Hyperonymie; Hyponymie; Kohyponym
- Inkompatibilität
- Komplementarität
- Konversion
- Paraphrase
- Meronymie
- Folgerungsbeziehung
Genannt werden im Bereich der lexikalischen semantischen Relation zusätzlich:<ref>Schwarz/Chur: Semantik. 5. Auflage. 2007, ISBN 978-3-8233-6296-8, S. 53 ff.</ref>
- Referenzidentität: der Fall identischer Referenz bei unterschiedlicher Bedeutung (klassisches Beispiel von Frege: die Ausdrücke Morgenstern und Abendstern bedeuten Verschiedenes, bezeichnen aber Identisches: die Venus).<ref>Vgl. Monika Schwarz, Jeanette Chur: Semantik. 5. Auflage. G. Narr, Tübingen 2007, S. 55–56. - Richtigerweise dürfte dies ein Fall (nur) extensionaler Synonymie sein, vgl. Synonymie</ref>
- Ambiguität
- Unschärfe (Sprache); Polysemie
- Kontradiktion (Gegensatz)
Siehe auch
Literatur
- Volker Harm: Einführung in die Lexikologie. WBG, Darmstadt 2015 (Einführung Germanistik), ISBN 978-3-534-26384-4, S. 65–84.
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Einzelnachweise
<references />