Serrasalmus hollandi
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| Serrasalmus hollandi | ||||||||||||
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| Datei:FMIB 52297 Serrasalmo hollandi Eigenmann Tytpe C M 5792 130 mm Maciel, Rio Guapore.jpeg
Serrasalmus hollandi | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Serrasalmus hollandi | ||||||||||||
| Eigenmann, 1915 |
Serrasalmus hollandi ist eine Sägesalmlerart aus dem tropischen Südamerika. Den Artzusatz hollandi wählte Eigenmann für seinen Freund William Jacob Holland, den damaligen Direktor des Carnegie Museum of Natural History.<ref name="Eigenmann" />
Beschreibung
Die Tiere erreichen eine maximale Standardlänge von 18,5 Zentimeter.<ref name="fishbase" /> Nach Eigenmann ist die Körperform gestreckt und seitlich abgeflacht. Das dorsale und ventrale seitliche Profil ist in etwa gleich, das Rückenprofil über dem Auge jedoch etwas eingedrückt. Die Schnauze ist nur etwas stumpf, der Unterkiefer kaum vorgestreckt. Auf den Gaumen sitzen jeweils 5 gut entwickelte Zähne. Auf den Seiten befinden sich zahlreiche kreisrunde Flecken von etwa der Größe der Pupille. Ein eckiger Humeralfleck (Schulterfleck), größer als die anderen, runden Flecken, ist vorhanden. An der Basis der Schwanzflosse befindet sich ein V-förmiger Fleck. Es sind 37 gut entwickelte Serrae vorhanden.<ref name="Eigenmann" /> Nach Jégu und Mendes Dos Santos hat Serrasalmus hollandi 76 bis 95 Schuppen auf der Seitenlinie, 20 bis 27 Serrae vor dem Beginn der Bauchflossen (Ventrale, prepelvic serrae), 7 bis 9 einfache Serrae nach den Bauchflossen (postpelvic serrae) und 1 präanalen Stachelstrahl.<ref name='Jégu_und_Mendes_Dos_Santos' />
Auf der Schwanzflosse (Caudale) befindet sich proximal (zum Rumpf hin) bei jungen Exemplaren bis zu einer Länge von 13 cm SL ein schwarzes Band, das sich mit zunehmender Körperlänge fast über die ganze Schwanzflosse ausdehnt. Lediglich terminal (am Ende) verbleibt ein farblos durchsichtiges (hyalines) Band.<ref name="Sarmiento_et_al" />
- Flossenformel: Dorsale II/14, Anale III/29<ref name='opefe' />
Verbreitung
Serrasalmus hollandi kommt im Amazonas- und Rio Madeira-Stromgebiet vor.<ref name='CatalogOfFishes' /> Ein Vorkommen in Guayana ist ungewiss.<ref name="fishbase" /> Typenfundort ist Rio Guaporé bei Maciél, Brasilien.<ref name='CatalogOfFishes' />
Lebensweise
Über die Lebensweise von Serrasalmus hollandi ist nur wenig bekannt. Nach einer Felduntersuchung kommt die Art oft in trüben, mit hoher Sedimentfracht beladenen Flüssen vor, die in den Anden entspringen.<ref name="sciencedaily" /> Nach einer Fachpublikation ist Serrasalmus hollandi ein Allesfresser, im Magen fand sich eine Mischung aus Fischschuppen und -flossen sowie pflanzliches Material.<ref name='Speers-Roesch_et_al' />
Literatur
- Gallo-Cardozo, F., Careaga, M. & Carvajal-Vallejos, F.M. (2023): Redescription of the Сommon but Poorly Known Piranha Dulce Serrasalmus hollandi (Serrasalmidae) from the Upper Madeira River. Journal of Ichthyology, 63: 1005–1024.
Einzelnachweise
<references> <ref name="fishbase">Serrasalmus hollandi auf Fishbase.org (englisch)</ref> <ref name="Eigenmann">C. H. Eigenmann (1915): The Serrasalminae and Mylinae. In: Annals of the Carnegie Museum. S. 251–252. Online</ref> <ref name="sciencedaily">Institut de Recherche Pour le Développement: Present-day Species Of Piranha Resulted From Marine Incursion Into Amazon Basin. ScienceDaily, 14. Dezember 2007. (Online).</ref> <ref name="Sarmiento_et_al">J. Sarmiento, R. Bigorne, F. M. Carvajal-Vallejos, M. Maldonado, E. Leciak, T. Oberdorff: Peces de Bolivia/Bolivian fishes., IRD-Biofresh. (Description of a new Serrasalmus species, Serrasalmus odyssei n. sp. Online)</ref> <ref name='opefe'>Serrasalmus hollandi in Oregon Piranha Exotic Fish Exhibit, Sutherlin, Oregon. Updated 10. Dezember 2015, Online bei opefe.com</ref> <ref name='Speers-Roesch_et_al'>B. Speers-Roesch, J. L. Robinson, A. L. Val, V. M. F. Almeida-Val, W. R. Driedzic: Interspecific dietary diversity has little influence on pathways of glucose metabolism in liver and heart of piranhas and pacus (family Serrasalmidae). In: Hydrobiologia, 2017, 789, S. 107–121. (Online)</ref> <ref name='CatalogOfFishes'>Serrasalmus hollandi im Catalog of Fishes (englisch)</ref> <ref name='Jégu_und_Mendes_Dos_Santos'>M. Jégu, G. Mendes Dos Santos: Mise au point à propos de Serrasalmus spilopleura Kner, 1858 et réhabilitation de S. maculatus Kner, 1858 (Characidae : Serrasalminae). 2001. In: Cybium, International Journal of Ichtyology Vol. 25, Nr. 2, S. 135. (Online)</ref> </references>