Zum Inhalt springen

Shōen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Shōen (jap. {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} bzw. {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) waren Lehens- bzw. Landgüter in Japan vom Altertum bis ins Mittelalter. Der japanische Begriff entstammt dem chinesischen Begriff der Tang-Dynastie zhuāngyuán und entspricht dem europäischen Konzept der Grundherrschaft.

Nach dem Verfall des Ritsuryō-Systems in Japan entwickelte sich ein feudales System von Landgütern. Land- oder Namensbesitzer vergaben Anteile des produzierten Ertrages (genannt shiki) an mächtigere Führer, die oft am Hof lebten, um von Steuern verschont zu werden und das chinesische Gleiche-Felder-System zu unterlaufen, wonach Land nach einer bestimmten Zeitspanne neu verteilt wurde. Während der Kamakura-Zeit entwickelte sich unter der Herrschaft der Minamoto eine Hierarchie aus Kleingrundbesitzern ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, myōshū), Großgrundbesitzern aus Landvogten ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, jitō), Provinz-Militärgouverneuren (shugo) und dem Shōgun.

Mit dem Ende der Heian-Zeit waren praktisch alle japanischen Ländereien in Shōen umgewandelt. Dies sollte bis zum Ōnin-Krieg während der Sengoku-Zeit bleiben, die die Entfeudalisierung der japanischen Gesellschaft markierte.

Das Lehenssystem der darauf folgenden Edo-Zeit basierte stattdessen auf den sogenannten Han.

Siehe auch

Quellen