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Shall we dance? (1996)

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Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Masayuki Suo
Drehbuch Masayuki Suo
Produktion Tetsuya Ikeda (Chief Producer), Shoji Masui, Kazuhiro Igarashi
Musik Yoshikazu Suo
Kamera Naoki Kayano
Schnitt Junichi Kikuchi
Besetzung

Shall we dance? (jap. Shall we {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)?, Shall we dansu?) ist eine japanische Filmkomödie von 1996, die sich mit der Liebe und der Leidenschaft zum Tanz beschäftigt.

Der Film ist nach einem Song aus dem Film Der König und ich mit Yul Brynner benannt.

2004 kam eine US-amerikanische Neuverfilmung in die Kinos mit dem deutschen Titel Darf ich bitten?.

Handlung

Am Anfang des Films erklärt ein Sprecher aus dem Off, während tanzende Paare sich in einem Ballsaal drehen, dass Japaner den europäischen Standardtanz unschicklich finden, da sie sich normalerweise nie in der Öffentlichkeit berühren. Japaner erklären auch nicht notwendigerweise ihrem Partner ihre Liebe ausdrücklich.

Der ernste und traurige Buchhalter Shohei Sugiyama sieht, nachdem er in der abendlichen Vorstadtbahn beinahe vor Müdigkeit zusammengebrochen wäre, eine Frau, die in einem Hochhaus am Fenster steht. Er findet heraus, dass sie, Mai Kishikawa, in einer (tabuisierten) Tanzschule teuren Einzelunterricht im westlichen Gesellschaftstanz gibt und fängt an, dort – neben zwei anderen, skurrilen Anfängern, Tokichi Hattori und Masahiro Tanaka – das Tanzen zu lernen. Er ist nach anfänglichen Schwierigkeiten ein so gelehriger Schüler, dass er nach einiger Zeit an einem Turnier teilnehmen darf und nach und nach auch die Sympathie seiner Angebeteten gewinnt.

Diesen wöchentlichen Tanzunterricht hat Shohei vor seiner Frau Masako Sugiyama und seiner Tochter Chikage geheim gehalten. Seine Frau hat einen Privatdetektiv auf ihn angesetzt, da sie beunruhigt war, weil ihr Mann mittwochs später nach Hause kommt und fröhlicher geworden ist. Der Detektiv informiert sie, dass ihr Mann an einem Amateurtanzturnier teilnimmt, welches Masako und Chikage als Zuschauer besuchen. Shohei kommt mit seiner Tanzpartnerin Toyoko in die Vorauswahl. Die Tochter will ihren Vater mit lauten Rufen anfeuern, dieser ist dadurch aber irritiert. In der Quickstep-Endrunde stolpert er durch einen Rempler eines anderen Paares, bewahrt aber seine Partnerin Toyoko vor einem Sturz. Allerdings zerreißt ihr dabei das Kleid, so dass sie in der Mitte der Tanzfläche ohne Rock dasteht. Mutter und Tochter verlassen den Saal.

Die Profitänzerin Mai hatte in Blackpool, der Stadt der Tanzweltmeisterschaft, im Halbfinale gestanden und sich danach von ihrem Tanzpartner getrennt und das Tanzen aufgegeben. Sie steht oft am Fenster und schaut in die nächtliche Stadt. Sie nimmt das Tanzen sehr ernst und möchte außerhalb der Tanzschule keinen Kontakt zu ihren Schülern. Als Kind war sie sehr beeindruckt, als ein Tänzer im Sturz versucht hatte, seine Partnerin zu schützen. Nachdem sie merkt, dass es Shohei nicht mehr nur um sie, sondern um das Tanzen geht, gewinnt er ihre Sympathie. Für ihn war es keine Affäre, sondern Liebe. Nach dem Fiasko bei dem Turnier will er das Tanzen aufgeben.

Mai schreibt ihm einen Brief, in dem sie erklärt, dass sie ihren Tanzpartner verlassen hat, weil sie annahm, dass er sie bei ihrem Sturz beim Halbfinale nicht beschützt hätte. Durch die Begegnung mit Shohei ist ihr klar geworden, dass sie eigentlich immer allein getanzt und nie wirklich Vertrauen zu ihrem Partner hatte. Nun möchte sie mit dem Tanzen noch einmal von vorne beginnen. Zu ihrem Abschiedsfest lädt sie Shohei ein, der gerade rechtzeitig zu ihrem letzten Tanz erscheint und mit ihr tanzt.

Kritiken

Roger Ebert nannte den Film in der Chicago Sun-Times vom 18. Juli 1997 völlig unterhaltsam und eine gut gemachte Charakterstudie.<ref>https://www.rogerebert.com/reviews/shall-we-dance-1997</ref>

Janet Maslin lobte in The New York Times vom 5. April 1997 den Film als allgemein herzerwärmend.<ref>http://movies.nytimes.com/movie/review?_r=1&res=9C03E1DB103DF936A35757C0A961958260</ref>

Kevin Thomas bezeichnete den Film in der Los Angeles Times vom 11. Juli 1997 als großartig aussehend und großartig klingend, wozu insbesondere die Musik von Yoshikazu Suo beitrage.<ref>http://www.calendarlive.com/movies/reviews/cl-movie970711-5,0,5481854.story</ref>

„Der Film gestattet weitgehend souverän ironische Einblicke in japanische Vorstellungen von Moral und Sitte. Aus gesellschaftlichen und persönlichen Verklemmungen des Helden werden heitere Situationen gefiltert, die sich trotz Längen und kabarettistischer Überzeichnungen zu einer unterhaltsamen, zugleich durchaus nachdenklichen Musikkomödie verdichten.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Lexikon des internationalen Films<ref>Shall we dance? In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 11. August 2018.</ref>

Auszeichnungen

Der Film erreichte insgesamt 51 internationale Auszeichnungen und eine Nominierung. Er wurde für Japanese Academy Awards als bester Film für die beste Regie: Masayuki Suo ausgezeichnet sowie den besten Hauptdarsteller: Kōji Yakusho und die beste Hauptdarstellerin: Tamiyo Kusakari. Der beste Nebendarsteller war: Naoto Takenaka, die beste Nebendarstellerin: Eriko Watanabe und Reiko Kusamura.

Versionsunterschiede

Die deutsche Fernsehversion ist 110 min. lang, die Kinoversion 118 min., die Originalversion dauert 136 min.

In der japanischen Version erklärt der Sprecher anfangs die Geschichte des europäischen Standardtanzes. In nicht-japanischen Versionen wird das tabuisierte japanische Verhältnis zum westlichen Standardtanz erklärt.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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