Sigmund Meyer (Bankier)
Sigmund Meyer (geboren 6. Februar 1840 in Hannover; gestorben 14. Juli 1911 ebenda) war ein deutscher Bankier.<ref name="HBL">Peter Schulze; MEYER, (11) ... (siehe Literatur)</ref>
Leben
Familie
Sigmund Meyer war der Sohn des Bankiers Adolph Meyer<ref name="HBL"/> und Enkel des Bankiers Simon Meyer aus jüdischer Familie.<ref name="HBL Adolph">Peter Schulze: Meyer, (1) Adolph. In: Stadtlexikon Hannover, S. 440</ref> Zu seinen Nachkommen zählt der am 7. Februar 1872 in Hannover geborene spätere Rechtsanwalt und Notar, Justizrat Ludwig Meyer.<ref>Meyer, Ludwig, in: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft, Band 2, Berlin 1931, S. 1242</ref>
Werdegang
Sigmund Meyer wurde 1866 Leiter<ref name="HBL"/> des bereits von seinem Großvater geleiteten und von seinem Vater umfirmierten Bankhauses Adolph Meyer.<ref name="HBL Adolph"/>
1870 wurde Meyer zum preußischen Kommerzienrat ernannt. Er war „einer der Ersten, die sich der jungen Kalisalzindustrie in der Provinz Hannover [...] annahmen“.<ref name="Alte Firmen">Paul Siedentopf (Haupt-Schriftleitung): Bankhaus Adolph Meyer (siehe Literatur)</ref> Meyer wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden des nach ihm benannten Kaliwerks Sigmundshall gewählt. Er gründete die bei Wunstorf gelegenen Wunstorfer Portland-Cementwerke A.G. Meyer gründete außerdem die Aktien-Zuckerfabrik Linden, die später in die Aktien-Zuckerfabrik Neuwerk überging, sowie die Aerzener Maschinenfabrik.<ref name="Alte Firmen"/>
Meyer hatte maßgeblichen Anteil an der Errichtung der Phosphatfabrik Hoyermann GmbH bei Hannover und Nienburg/Weser.<ref name="Alte Firmen"/>
Sigmund Meyer engagierte sich innerhalb der jüdischen Gemeinde in Hannover insbesondere im „Verein zur Beförderung von Handwerken“.<ref name="SLH">Peter Schulze: Meyer, (11) Sigmund (siehe Literatur)</ref>
Sein Grab findet sich auf dem Jüdischen Friedhof An der Strangriede.<ref name="HBL Adolph"/>
Literatur
- Paul Siedentopf (Haupt-Schriftleitung): Bankhaus Adolph Meyer. In: Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover im Jahr 1927, Leipzig: Jubiläums-Verlag Walter Gerlach, 1927, S. 152
- Albert Lefèvre: Der Beitrag der hannoverschen Industrie zum technischen Fortschritt. In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge 24 (1970), S. 179–182
- Rainer Slotta: Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland, Band 3 (fälschlicherweise als „Band 17“ bezeichnet): Die Kali- und Steinsalzindustrie, in der Reihe Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 18, hrsg. vom Deutschen Bergbau-Museum, Bochum: 1980, ISBN 3-921533-16-3, S. 276
- Peter Schulze: MEYER, (11) Sigmund. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 254.
- Peter Schulze: Meyer, (11) Sigmund. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 441.
Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Meyer, Sigmund |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer und Bankier |
| GEBURTSDATUM | 6. Februar 1840 |
| GEBURTSORT | Hannover |
| STERBEDATUM | 14. Juli 1911 |
| STERBEORT | Hannover |
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- Person (Landkreis Hameln-Pyrmont)