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Simsalabim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Simsalabim ist eine Zauberformel bzw. ein Zauberspruch, der vor allem durch seine Verwendung durch Zauberkünstler und in der Populärkultur bekannt ist.

Etymologie

Der Duden gibt an, dass die Herkunft des Spruches ungeklärt ist, möglicherweise aber auf das lateinische similia similibus („Gleiches mit Gleichem“<ref>Vgl. Carl Werner Müller: Gleiches zu Gleichem. Ein Prinzip frühgriechischen Denkens. Wiesbaden 1965.</ref> (heilen), siehe auch Analogiezauber und Homöopathie) zurückzuführen ist.<ref>Simsalabim, Eintrag im Duden, abgerufen am 10. Februar 2023.</ref> Einer in verschiedenen Medien in den letzten Jahren verbreiteten Vermutung zufolge<ref>Simsalabim, Beitrag auf GEOlino, abgerufen am 10. Februar 2023.</ref><ref>„Simsalabim“: Ein Zauberspruch mit islamischer Herkunft?, Artikel vom 28. Januar 2015 auf dtj-online.de, abgerufen am 10. Februar 2023.</ref> soll die Formel durch die Verballhornung der Basmala, der muslimischen Anrufungsformel bismi ʾllāhi ʾr-raḥmāni ʾr-raḥīmi („Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes“) durch christliche Hörer entstanden sein. Für diese Theorie sind jedoch keine Belege bekannt. Dasselbe gilt für den etymologischen Anschluss an den Zauberspruch „Sesam öffne Dich“ (arabisch إفتح يا سمسم iftah ya simsim) aus dem Märchen Ali Baba und die vierzig Räuber aus der Sammlung Tausendundeine Nacht.

Sim Sala Bim war der Zauberspruch und das Markenzeichen des dänisch-amerikanischen Zauberkünstlers Harry August Jansen (bekannt als Dante the Magician), dessen gleichnamige Revue 1940 am Broadway Premiere hatte. Dante sagte in einem Magazinbericht, er habe den Namen für seine Show 1922 gewählt, angeregt durch ein altes Kinderlied, die dänische Fassung von Auf einem Baum ein Kuckuck ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=da|SCRIPTING=Latn|SERVICE=dänisch}}) mit dem Refrain Sim sa la dim, bam ba, sa la du, sa la dim.<ref>Dante Ready for a Successor — But Guy Must Have $$, Prestige. Artikel in The Billboard, Ausgabe vom 28. August 1943, {{#if: |{{#if:||{{#if:S. 18|S. 18|Digitalisat}}}}|{{#if: bub_gb_rgwEAAAAMBAJ|{{#if:n17|[https://www.archive.org/details/bub_gb_rgwEAAAAMBAJ}} {{#if:||{{#if:S. 18|S. 18|Digitalisat}}}}|{{#if: |{{#if:||{{#if:S. 18|S. 18|Digitalisat}}}}|[{{{1}}} {{#if:||{{#if:S. 18|S. 18|Digitalisat}}}}]}}}}}}Vorlage:WartungsURL.</ref>

Der deutsche Zauberer Kalanag (bürgerlich Helmut Ewald Schreiber) behauptete jedoch 1949, dass er das Wort erfunden habe und dass Dante es bei einem Besuch in Berlin übernommen habe.<ref>Kalanag: Simsalabim wirbelt um die Welt : Ein magisches Buch voll Wunder, Schnurren und Sensationen. Schwerdtfeger, Karlsruhe i. Baden 1949, S. 20f.</ref> Der amerikanische Zauberkünstler und -forscher Richard Hatch hat jedoch nachgewiesen, dass Dante das Wort bereits spätestens 1928 verwendete, demgegenüber fanden sich keinerlei Belege für eine Verwendung durch Kalanag vor 1939, dem Jahr von Dantes Berliner Gastspiel.<ref>Malte Herwig: Der große Kalanag : Wie Hitlers Zauberer die Vergangenheit verschwinden ließ und die Welt eroberte. Penguin, 2021, ISBN 978-3-641-19765-0, Bei Papa Benz, Fn. 9.</ref><ref>Richard Hatch: Das letzte Wort. In: magische welt. 52 (2003). H. 1, S. 38–40, H. 2, S. 98–100.</ref>

Weblinks

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Einzelnachweise

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