Zum Inhalt springen

Sinustachykardie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
{{#ifeq:|ja|Klassifikation nach ICD-10-GM|Klassifikation nach ICD-10}}
{{#if: R00.0 | R00.0 | Eintrag fehlt }} Tachykardie, nicht näher bezeichnet | Eintrag fehlt }}
{{{02-BEZEICHNUNG}}}
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
{{#ifeq:|ja|ICD-10 online (GM-Version 2026)|ICD-10 online (WHO-Version 2019)}}
{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 30}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 29}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 28}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 27}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 26}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 25}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 24}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 23}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 22}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 21}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 20}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 19}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 18}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 17}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 16}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 15}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 14}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 13}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 12}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 11}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 10}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05}}

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11

Datei:SinusTach.jpg
Sinustachykardie in den Extremitätenableitungen

Als Sinustachykardie wird in der Medizin eine beschleunigte Herzfrequenz bezeichnet, wenn dabei die elektrische Erregung (Reizbildung) im Sinusknoten entsteht und durch das Erregungsleitungssystem zum Herzmuskel geleitet wird. Beim erwachsenen Menschen wird eine Herzfrequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute in Ruhe als Tachykardie eingestuft.<ref name="stierle2008">Ulrich Stierle, Franz Hartmann: Sinustachykardie. In: Klinikleitfaden Kardiologie. 4. Auflage. Urban & Fischer, Elsevier, München 2008, ISBN 978-3-437-22281-8, S. 497.</ref>

Ätiologie

Bei Säuglingen und Kleinkindern, bei körperlicher Anstrengung oder psychischer Belastung wird eine Sinustachykardie als physiologisch, also ohne Krankheitswert, angesehen.<ref name="TIM">Hans-Joachim Trappe: Sinustachykardie. In: K. Alexander (Hrsg.): Thiemes Innere Medizin. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-13-112361-3, S. 1236.</ref>

Die pathologische (krankhafte) Sinustachykardie wird unterschieden in primäre und sekundäre Form. Die primäre Form hat keine erkennbare Ursache. In Einzelfällen liegt ihr eine kreisende Erregung im Vorhof zu Grunde, die durch ihre Nähe zum Sinusknoten im Elektrokardiogramm (EKG) das Bild einer Sinustachykardie erzeugt (Sinusknoten-Reentry).<ref name="EKGpocket">Ralph Haberl: Sinustachykardie. In: Ralph Haberl (Hrsg.): EKG Pocket. 4. Auflage. Börm Bruckmeier Verlag, Grünwald 2003, ISBN 3-89862-221-5, S. 153.</ref> Ebenso kann selten eine Inadäquate Sinustachykardie vorliegen, der eine Anomalie des Sinusknotens zugrunde liegt.

Die sekundäre Sinustachykardie entspricht häufig einem Kompensationsmechanismus, unter anderem bei Volumenmangel (z. B. bei Exsikkose oder nach großem Blutverlust), Anämie, Fieber, Lungenembolie, Herzinsuffizienz oder Myokarditis. Sie kann außerdem Ausdruck einer hormonellen Fehlregulation im Rahmen einer Schilddrüsenüberfunktion oder eines Phäochromozytoms sein. Auch Arzneimittel (z. B. Sympathomimetika bei Asthma bronchiale) sowie Genuss- und Rauschmittel wie Coffein oder Ecstasy können zu einer Sinustachykardie führen.<ref name="TIM" />

Diagnostik und Therapie

Die Diagnose einer Sinustachykardie wird anhand des Elektrokardiogramms gestellt. Dabei geht jeder Kammeraktion (QRS-Komplex) eine Vorhoferregung (P-Welle) voraus. Differentialdiagnostisch muss Vorhofflattern, Inadäquate Sinustachykardie und eine AV-Knoten-Reentry-Tachykardie in Erwägung gezogen werden.

Für die Therapie dieser Reizbildungsstörung ist das Erkennen und die Behandlung der Ursache entscheidend. Eine rein symptomatische Therapie sollte nicht erfolgen. Bei primärer Sinustachykardie werden zur Frequenzsenkung zum Beispiel Betablocker eingesetzt.<ref name="stierle2008" />

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein