Solanum verecundum
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Solanum verecundum | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Solanum verecundum - leaves.jpg
Isotyp von Solanum verecundum | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Solanum verecundum | ||||||||||||
| M.Nee |
Solanum verecundum ist eine Pflanzenart aus der Gattung Nachtschatten (Solanum) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie ist in Ecuador und Peru heimisch.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Solanum verecundum wächst als Strauch oder kleiner Baum der Wuchshöhen von 4 bis 14 Metern erreicht. Die Borke des Stamm ist dicht mit Trichomen besetzt und ist bei älteren Stämmen ist aufgrund der Trichome rot-golden gefärbt. Die stern- bis schildförmigen Trichome sind 0,2 bis 0,3 Millimeter lang, stehen in zehn bis zwölf Reihen und sind bis zur Hälfte ihrer Gesamtlänge verwachsen. Die Rinde junger Zweige ist dicht mit sternförmigen Trichomen besetzt, welche denen des Stammes ähneln und sich blass gold-braun verfärben wenn sie austrocknen.<ref name="Knapp2010"/>
Die sympodialen Einheiten beinhalten einige Laubblätter, die in Blattstiel und -spreite gegliedert sind. Der 1 bis 4 Zentimeter lange Blattstiel ist dicht mit sich stern- bis schildförmigen Trichomen besetzt. Die einfache, haut- oder papierartige Blattspreite ist bei einer Länge von 6 bis 19 Zentimetern sowie einer Breite von 2 und 10 Zentimetern annähernd elliptisch bis elliptisch, ihre Basis ist wie die das obere Ende spitzzulaufend und ihre Blattränder sind glatt. Die Blattoberseite ist gleichmäßig mit einigen, sternförmigen bis zu 15-reihigen Trichomen besetzt, welche nur in ihrem unteren Teil miteinander verwachsen sind. Die Blattunterseite ist dicht mit sternförmigen, bis zu 16-reihigen Trichomen besetzt, welche bis zu 0,4 Millimeter dick sind. Von der Blattachse gehen 12 bis 15 Paare primäre Blattadern ab, welche auf der Blattunterseite dicht behaart sind.<ref name="Knapp2010"/>
Generative Merkmale
Die endständig an den Zweigen stehenden, vielfach verzweigten Blütenstände sind 7 bis 10 Zentimeter lang und jeder der Blütenstände enthält mehr als hundert Blüten. Der Blütenstand ist dicht mit stern- bis schildförmigen Trichomen behaart, welche denen des Stammes ähneln. Der zur Anthese nickende Blütenstandsschaft ist 2 bis 5 Zentimeter lang und ist an seiner Basis 1 bis 1,5 Millimeter und am oberen Ende etwa 1,5 Millimeter dick. Er ist dicht mit Trichomen besetzt und ist an der Basis gelenkartig gebogen. Die Blütenstiele sind 5 bis 6 Millimeter lang und stehen etwa 1 Millimeter auseinander.<ref name="Knapp2010"/>
Die immer zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die becherförmige Kelchröhre ist 1 bis 1,5 Millimeter lang und mit 1 bis 1,5 Millimeter langen, dreieckigen Lappen besetzt. Die dichte Behaarung auf der Unterseite des Kelches gleicht der des Blütenstandes, während die Kelchoberseite nur spärlich behaart ist. Die weiße Krone ist bei einem Durchmesser von 1 bis 1,2 Zentimetern sternförmig bis zu drei Viertel des Weges zur Basis gelappt. Die zur Anthese zurückgebogenen Kronlappen sind 4 bis 5 Millimeter lang, 2 bis 2,5 Millimeter breit und ihre Ränder sowie die oberen Enden sind dicht behaart. Die Oberseite der Kronlappen ist kahl, während die Unterseite dicht mit sternförmigen, etwa zehnreihigen Trichomen besetzt ist. Die kahlen Staubfäden sind zu einer Röhre verwachsen, und der freie Teil ist etwa 1 Millimeter lang. Die gelben Staubbeutel sind bei einer Länge von 2,5 bis 3 Millimetern und einer Breite von etwa 1 Millimeter elliptisch und öffnen sich durch Poren an den oberen Ende, welche sich mit zunehmendem Alter zu Schlitzen vergrößern. Der Fruchtknoten ist dicht mit verzweigten bis sternförmigen Trichomen behaart. Der Griffel ist 6 bis 6,5 Millimeter lang und dicht mit sternförmigen, vier- bis sechsreihigen Trichomen besetzt, welche etwa 0,2 Millimeter lang werden. Die kopfförmige Narbe ist fein papillös.<ref name="Knapp2010"/>
Die Beeren stehen an einem verholzten, geraden Stiel der 0,9 bis 1 Zentimeter lang wird und an der Basis 1,5 bis 2 Millimeter dick ist. Als Früchte werden zur Reife hin hell-orangefarbene Beeren gebildet, welche bei einem Durchmesser von 0,5 bis 1 Zentimetern kugelig sind. Das ungleichmäßig mit verzweigten Trichomen besetzte Perikarp wirkt schorfartig, ist dünn und nicht glänzend. Jede der Beeren enthält mehr als hundert blass-goldbraune Samen. Die Samen sind bei einer Länge von 1 bis 1,5 Millimetern und einer Breite von 1 bis 1,5 Millimetern flach-nierenförmig und haben eine fein genarbte Oberfläche.<ref name="Knapp2010"/>
Vorkommen
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Solanum verecundum erstreckt sich vom nördlichen Ecuador bis in die im südlichen Peru gelegene Region Cusco.
Sie kommt dort an den Osthängen der Anden in Höhenlagen von 1200 bis 2000 Metern vor. Man findet sie vor allem in Bergwäldern, wo sie entlang von Wegen wächst.<ref name="Knapp2010" />
Systematik
Die Erstbeschreibung als Solanum verecundum erfolgte 2000 durch Michael Nee in Kurtziana, Nummer 28, 1, Seite 137.<ref name="POWO"/>
Quellen
Literatur
- Sandra Knapp: New species of Solanum (Solanaceae) from Peru and Ecuador. In: PhytoKeys. Nr. 1, 2010, ISSN 1314-2003, S. 45–49, doi:10.3897/phytokeys.1.659.
Einzelnachweise
<references> <ref name="POWO"> Solanum verecundum. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Knapp2010"> Sandra Knapp: New species of Solanum (Solanaceae) from Peru and Ecuador. In: PhytoKeys. Nr. 1, 2010, ISSN 1314-2003, S. 45–49, doi:10.3897/phytokeys.1.659. </ref> </references>