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Berlin-Charlottenburg-Nord

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(Weitergeleitet von Speerplatte)
Charlottenburg-Nord
Ortsteil von Berlin
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Bild:Berlin_Charlottenburg-Wilmersdorf_Charlottenburg-Nord.svg|300px|Charlottenburg-Nord auf der Karte von Charlottenburg-Wilmersdorf poly 3 3 115 3 115 95 3 95 3 3 Berlin poly 218 215 211 207 208 198 210 191 220 187 233 189 239 199 240 212 238 226 237 235 218 215 218 215 Halensee poly 83 107 100 107 117 108 132 113 129 102 132 99 149 104 170 101 191 96 209 97 207 115 210 136 213 155 211 169 205 182 200 194 188 206 174 217 161 230 151 215 146 203 141 193 134 186 122 183 101 183 91 185 76 187 63 186 57 178 57 168 62 164 70 162 75 155 80 147 77 127 83 107 83 107 Westend poly 19 199 40 189 58 186 78 185 101 183 122 183 134 186 141 193 146 203 151 215 161 230 173 214 188 201 206 191 209 199 214 211 217 225 218 236 215 243 205 242 197 264 189 280 178 291 158 296 137 294 116 288 96 286 78 288 56 291 40 291 37 289 28 287 19 284 16 284 12 272 12 253 13 231 16 212 19 199 19 199 Grunewald poly 237 235 250 247 254 256 252 263 245 270 237 279 232 292 216 288 200 290 184 294 188 278 196 261 205 242 214 243 218 237 219 227 218 215 228 225 237 235 237 235 Schmargendorf poly 259 297 251 296 242 295 235 292 232 287 237 279 249 265 250 254 246 243 241 232 237 218 241 199 264 196 288 194 308 189 309 200 310 217 310 235 308 247 305 255 303 259 300 264 294 266 285 263 278 263 275 269 275 297 259 297 259 297 Wilmersdorf poly 241 199 230 189 219 187 206 191 206 162 204 133 207 103 216 96 233 92 253 90 269 87 263 98 264 111 270 125 274 116 281 115 289 120 296 127 300 137 301 145 296 149 298 152 302 153 294 159 303 169 316 175 307 188 293 195 276 197 257 197 241 199 241 199 Charlottenburg poly 288 60 292 69 258 77 256 89 246 95 232 97 216 95 204 92 199 90 197 85 192 72 185 56 180 41 177 33 200 33 226 33 251 35 273 44 288 60 288 60 Charlottenburg-Nord desc bottom-left

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Koordinaten 52° 32′ 20″ N, 13° 17′ 35″ OKoordinaten: 52° 32′ 20″ N, 13° 17′ 35″ O
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Fläche 6,20 km²
Einwohner 19.665 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte 3172 Einwohner/km²
Postleitzahl 13627
Ortsteilnummer 0406
Gliederung
Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortslagen

Charlottenburg-Nord (<phonos file="LL-Q188 (deu)-Sebastian Wallroth-Charlottenburg-Nord.wav">anhören</phonos>/?) ist ein Ortsteil im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, der hauptsächlich aus Wohngebieten und Kleingartenanlagen besteht. Hier befinden sich auch der Charlottenburger Teil der Großsiedlung Siemensstadt, der Volkspark Jungfernheide und die Gedenkstätte Plötzensee.

Geografie

Lage

Charlottenburg-Nord liegt östlich der Havel und nördlich der Spree in dem von beiden Flüssen gebildeten Winkel im Berliner Urstromtal.

Ausdehnung des Ortsteilgebiets

Charlottenburg-Nord liegt zwischen Hohenzollernkanal im Norden und Osten, Westhafenkanal (Autobahn-Stadtring, Ringbahn) und Spree im Süden. In diesem Gebiet befinden sich der Volkspark Jungfernheide, die Wohnsiedlungen Charlottenburg-Nord und Paul-Hertz-Siedlung, sowie die Ortslage Plötzensee mit der gleichnamigen Justizvollzugsanstalt.

Nachbarortsteile

Datei:Berlin-Charlottenburg Nord Karte.png
Übersichtskarte von Charlottenburg-Nord mit den Ortslagen und Nachbarortsteilen

Der Ortsteil Charlottenburg-Nord grenzt

Ortslagen

Geschichte

Der Ortsteil wurde mit Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung vom 30. September 2004 geschaffen.

Als Siedlungsgebiet entstand der Bereich praktisch erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Zuvor bildete er eine Fortsetzung der Jungfernheide mit Kleingartenanlagen. Am westlichen und nördlichen Rand befanden sich bereits Ausläufer der Werkssiedlungen zur Siemensstadt, deren weitere Ausdehnung zwar lange geplant, bisher aber nicht realisiert worden war. In der östlichen Spitze war schon in den 1870er Jahren der Gefängniskomplex gebaut worden. Ansonsten gab es nur einige untergeordnete Gewerbegrundstücke. Durch die Spree und die Kanäle war das Gebiet wie eine Halbinsel vom Stadtgebiet abgetrennt und nur schlecht zu erreichen. Der feuchte Baugrund im Spreetal erschwerte eine Nutzung.

Im Jahr 1953 erfolgte die Erschließung durch den Bau der Hauptverkehrsstraßen Siemensdamm, Kurt-Schumacher-Damm und Goerdelerdamm. Danach begann der Bau der Siedlungen, um neuen Wohnraum für das kriegszerstörte Berlin zu schaffen.

Bevölkerung

Jahr Einwohner
2007 17.301
2010 17.678
2015 19.137
2020 19.422
2021 19.172
2022 19.371
2023 19.439
2024 19.665

Quelle: Statistischer Bericht A I 5. Einwohnerregisterstatistik Berlin. Bestand – Grunddaten. 31. Dezember. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (jeweilige Jahre)<ref>Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 23. Einwohnerregisterstatistik Berlin 31. Dezember 2023. (PDF) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, S. 24, abgerufen am 2. März 2024.</ref>

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Datei:Gedenkstaette Ploetzensee01.jpg
Gedenkstätte Plötzensee

Bauwerke

Wohngroßsiedlung Siemensstadt

Die im Ortsteil westlich vom Goebelplatz liegende Großsiedlung Siemensstadt („Ringsiedlung“) wurde zwischen 1929 und 1931 unter der Gesamtplanung von Hans Scharoun errichtet.

Wohnsiedlung Charlottenburg-Nord

Östlich anschließend entstand von 1956 bis 1961 die zweite Erweiterung der historischen Siemensstadt mit annähernd 4000 Wohnungen für 12.000 Menschen. An der Planung war erneut Hans Scharoun maßgeblich beteiligt. Bauträger waren im Wesentlichen die Wohnungsbaugesellschaften GSW (westlich des Halemwegs) und Gewobag (östlich des Halemwegs).

Paul-Hertz-Siedlung

Die wiederum östlich anschließende Paul-Hertz-Siedlung wurde mit fast 2700 Wohnungen zwischen 1961 und 1965 nach Planungen von Wils Ebert, Werner Weber und Fritz Gaulke für die Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG errichtet.

Speerplatte

Die Speerplatte (52° 32′ 41″ N, 13° 18′ 36″ O

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  }}, benannt nach dem NS-Rüstungsminister Albert Speer) war eine ab 1939 errichtete, 90.000 m² große Betonplatte, die dem Fuhrpark der ehemaligen Transportstandarte Speer des NSKK (Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps) als Abstellfläche diente. Auf dem Gelände am heutigen Friedrich-Olbricht-Damm wurden Kasernen und Bunkerbauten errichtet (Architekt: Carl Christoph Lörcher).<ref>Denkmalliste Charlottenburg</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal als Lagerplatz (Senatsreserve) für 200.000 Tonnen Kohlen genutzt; in den Kasernenbauten befanden sich eine Schule, eine Kindertagesstätte, das bezirkliche Obdachlosenheim und Unterkünfte für Flüchtlinge aus dem Libanon. 1992 wurde die Betonplatte abgerissen und ein 16 Hektar großes Gewerbegebiet angelegt.

Gefängnis Plötzensee

Datei:Ploetzensee Prison 1.jpg
Torhaus des Gefängnisses Plötzensee

Am Friedrich-Olbricht-Damm in der Ortslage Plötzensee befindet sich das ehemalige Strafgefängnis Plötzensee. Es wurde 1868–1872 in Rohziegelbauweise errichtet und ist eine der frühesten Berliner Gefängnisanlagen in lockerer Bebauung. Die Gesamtanlage mit Torhaus, Gefängnistrakten, Beamtenwohnhäusern, Küchenbauten und Kessel- und Maschinenhaus steht unter Denkmalschutz. Die Anstaltskirche befindet sich im oberen Stockwerk des Hauptgebäudes. Das jüdische Bethaus wurde 1939 abgerissen, einige Gebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört.

In der Zeit des Nationalsozialismus diente das Gefängnis als politisches Straf- und Untersuchungsgefängnis und als zentrale Hinrichtungsstätte, in der rund 3000 Menschen umgebracht wurden. Die Gedenkstätte Plötzensee am Hüttigpfad erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus.

Zwischen 1945 und 1987 war die heutige Justizvollzugsanstalt Plötzensee Jugendstrafanstalt. Nach deren Umzug in einen modernen Erweiterungsbau am Friedrich-Olbricht-Damm ist sie heute überwiegend eine Einrichtung des offenen Männervollzugs. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe befindet sich die JVA Charlottenburg, die zunächst als Frauenhaftanstalt und seit 1998 als Anstalt des geschlossenen Männervollzugs genutzt wird.

Gedenkstätten

Namen von Straßen, Schulen usw.

Die Benennung der Straßen, Plätze, Brücken und Schulen in Charlottenburg-Nord ist ebenfalls eine Würdigung der Widerstandskämpfer; fast alle Straßen sind nach ihnen benannt. Ab 1950 (Hüttigpfad) und dann mit dem Bau der Siedlungen wurden mit einer Ausnahme (Hüttig) Regimegegner aus dem bürgerlichen, sozialdemokratischen, christlichen und adligen Umfeld geehrt.<ref>1950 war der bereits existierende Heuweg vor der Hinrichtungsstätte in Hüttigpfad umbenannt worden. Mit dem 17. Juni 1953 schied die Benennung West-Berliner Straßen nach Kommunisten aus. Die neugebauten Hauptverkehrsstraßen erhielten zu ihrer Fertigstellung im November 1953 die Namen Kurt-Schumacher-Damm und Goerdelerdamm.</ref> Dies steht im Zusammenhang mit der nahen Hinrichtungsstätte Plötzensee, in der mehr als die Hälfte von ihnen ermordet wurden. Zuvor waren in Ost-Berlin viele Straßen nach Widerstandskämpfern mit kommunistischem Hintergrund benannt worden. Unter den Geehrten sind vier Frauen. In Charlottenburg-Nord wird an die folgenden Gegner des NS-Regimes erinnert ( = ermordet in Plötzensee): Peter Buchholz, Gustav Dahrendorf, Alfred Delp, Elisabeth Gloeden, Erich Gloeden, Carl Goerdeler, Nikolaus Groß, Max Habermann, Hans Bernd von Haeften, Werner von Haeften, Nikolaus Christoph von Halem, Ernst Heilmann, Paul Hertz, Caesar von Hofacker, Richard Hüttig, Jakob Kaiser, Johanna Kirchner, Friedrich Karl Klausing, Bernhard Letterhaus, Franz Leuninger, Bernhard Lichtenberg, Hermann Maaß,<ref>Zwar liegt die Hermann-Maaß-Brücke 50 Meter außerhalb des Bezirks; mit einer Entfernung von 450 m zur Hinrichtungsstätte ist sie jedoch so eng benachbart wie nur wenige andere der hier betrachteten Orte und kann in diesem Zusammenhang nicht fehlen.</ref> Helmuth James Graf von Moltke, Friedrich Olbricht, Harald Poelchau, Johannes Popitz, Adolf Reichwein, Ernst Schneppenhorst, Kurt Schumacher, Ludwig Schwamb, Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, Hellmuth Stieff, Theodor Strünck, Richard Teichgräber, Maria Terwiel, Oswald Wiersich, Josef Wirmer, Erwin von Witzleben, Rudolf Wissell, Emmy Zehden.

Parks

Der Volkspark Jungfernheide wurde von 1920 bis 1926 auf 112 Hektar nach Plänen des Charlottenburger Gartendirektors Erwin Barth gestaltet. Die Arbeiten wurden hauptsächlich von Arbeitslosen im Rahmen eines Notstandsprogramm durchgeführt. Aus Geldmangel wurden 1927 die Arbeiten eingestellt, obwohl noch nicht alle Pläne realisiert waren.

Verkehr

Datei:Jkaiserplatz-ubahn.jpg
U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz

Bildung

Grundschulen

  • Erwin-von-Witzleben-Grundschule – benannt nach Erwin von Witzleben, einem der Widerstandskämpfer des Attentats vom 20. Juli 1944 – am Halemweg 34, im April 1961 gegründet, etwa 340 Schüler werden hier unterrichtet. Französisch kann als erste Fremdsprache gewählt werden, daneben gibt es einen sportbetonten Zug. Ein Hort ist angeschlossen.
  • Helmuth-James-von-Moltke-Grundschule, benannt nach dem Juristen und Widerstandskämpfer Helmuth James Graf von Moltke am Heckerdam 221, bietet auch Klassen mit Montessoripädagogik an. Sie ist eine von elf Berliner gebundenen Ganztagsgrundschulen, die an vier Tagen in der Woche verlässliche Öffnungszeiten zwischen 7:30 und 16:00 Uhr gewährleisten.

Oberschulen

  • Poelchau-Gesamtschule am Halemweg 24, 1973 eröffnet, zog 2015 in den Olympiapark. Das daraufhin einige Monate leerstehende Gebäude wird derzeit als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt.
  • Anna-Freud-Oberschule, benannt nach der Psychoanalytikerin Anna Freud, am Halemweg 22, staatliche Fachschule für Sozialwesen mit gymnasialer Oberstufe (Oberstufenzentrum für Sozialwesen). Sie wurde 1977 gegründet und hat rund 950 Schüler.

Öffentliche Einrichtungen

In der Max-Dohrn-Straße befindet sich der Hauptstandort des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Sport

  • Sportanlage Jungfernheide, Jungfernheideweg 80
  • Sportplatz Heckerdamm, Heckerdamm 206, Heimspielstätte der Fußballmannschaft von Berlin Türkspor 1965
  • Sportplatz Volkspark Jungfernheide, Jungfernheideweg 62
  • Freibad Jungfernheide, Jungfernheideweg 60

Persönlichkeiten

  • Harald Poelchau, evangelischer Gefängnisseelsorger in den Haftanstalten Berlin-Tegel und Berlin-Plötzensee 1933–1945, Mitglied der Widerstandsbewegung und des Kreisauer Kreises.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Berlin-Charlottenburg-Nord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references />

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Charlottenburg | Charlottenburg-Nord | Grunewald | Halensee | Schmargendorf | Westend | Wilmersdorf Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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