Breitblättriger Lavendel
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| Breitblättriger Lavendel | ||||||||||||
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| Datei:Lavandula Latifolia.jpg
Zeichnung aus Fleurs, plantes et fruits von 1903 | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lavandula latifolia | ||||||||||||
| Medik. |
Der Breitblättrige Lavendel (Lavandula latifolia; Synonym: Lavandula spica <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref>Vgl. auch Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 152 (Pseudonardus: Lavandula spica L., Speiklavendel) und 156 (Spica lavendulata: Speiklavendel).</ref>), auch Großer Speik, Spanischer Lavendel, Speik-Lavendel oder Gewürz-Lavendel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lavendel (Lavandula) in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Beschreibung
Der Breitblättrige Lavendel ist ein aromatischer, weißfilziger, immergrüner Strauch, der Wuchshöhen bis 80 Zentimeter erreicht. Die gegenständigen Laubblätter sind länglich bis schmal elliptisch, 2 bis 5 Zentimeter lang und bis 2 bis 9 Millimeter breit. Sie sind am Rand leicht umgerollt, jung kurz und dicht weißfilzig, später graugrün und weniger filzig.
In 8 bis 25 Zentimeter langen, oft kürzeren, mehr oder weniger lockeren und sehr lang gestielten (Stiel 17 bis 30 cm) ährigen Blütenständen sind sieben bis acht Scheinquirle angeordnet. Jeweils sechs bis zehn Blüten stehen in den Scheinquirlen zusammen. Die linealischen, einnervigen und graugrünen Tragblätter haben eine Länge von bis zu 8 Millimeter. Der Blütenstiel ist sehr kurz. Die Vorblätter sind pfriemlich und 2 bis 3 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph. Der Kelch ist kurz graufilzig, ungefähr 5 bis 6 Millimeter lang, mehr oder weniger zylindrisch und kurz fünfzähnig, der obere Zahn hat ein verkehrt herzförmiges Anhängsel. Die violett gefärbte Krone ist 1 bis 1,1 Zentimeter lang, fünflappig, sehr undeutlich zweilippig und außen weißfilzig. Es sind vier Staubblätter vorhanden, von denen zwei kürzer sind und nicht herausragen.
Die Blütezeit reicht von Juni bis September.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48, 50 oder 54.<ref name="IPCN" />
Vorkommen
Der Breitblättrige Lavendel kommt vom westlichen und zentralen Mittelmeergebiet östlich bis Jugoslawien vor. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt in Spanien, den Balearen, in Frankreich und in Italien.<ref name="WCSP" /> Er wächst auf trockenen, sonnigen Hängen.
Taxonomie
Der Breitblättrige Lavendel wurde 1784 von Friedrich Casimir Medicus in Botanische Beobachtungen des Jahres 1783 Seite 135 bis 136 als Lavandula latifolia erstbeschrieben.<ref name="Medikus" /> Synonyme von Lavandula latifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Medik. sind Lavandula angustifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Moench, Lavandula hybrida <templatestyles src="Person/styles.css" />E.Rev. ex Briq., Lavandula spica <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav. nom. illeg., Lavandula spica <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.
Nutzung
Blätter und Blüten werden als Gewürz eingesetzt. Eine medizinische Wirkung ist bekannt. Blätter und Blüten werden als Repellent eingesetzt. Auch in Blütenpotpourri verwendet man Pflanzenteile dieser Art.<ref name="PFAF" /> Speik-Lavendelöl wird vielfältig verwendet. Jedoch ist der Duft schwächer als der des Echten Lavendels. Heute wird auf den Lavendelfeldern in der Provence hauptsächlich eine natürliche Hybride von Echtem Lavendel und Breitblättrigem Lavendel, Lavandin (Lavandula ×intermedia), angebaut. Diese ist sehr häufig die Basis für preiswerte Lavendelprodukte.
Belege
Literatur
- Ehrentraud Bayer, Karl-Peter Buttler, Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Pflanzen des Mittelmeerraums (Die farbigen Naturführer). Mosaik, München 1986, ISBN 3-576-01347-4.
- Xi-wen Li, Ian C. Hedge: Lavandula. In:
Einzelnachweise
<references> <ref name="PFAF">Lavandula latifolia bei Plants For A Future</ref> <ref name="IPCN">Lavandula latifolia bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Medikus">Medikus: Botanische Beobachtungen 1783. [1]</ref> </references>
Weblinks
- Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora. [2]