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Spießburg

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Spießburg
Alternativname(n) Alte Burg; Cluttinckhaus
Staat Deutschland
Ort Frechen
Entstehungszeit ca. 1256
Burgentyp Niederungsburg, Ortslage
Erhaltungszustand 1830 niedergelegt
Ständische Stellung Adlige
Bauweise Feldbrandstein
Geographische Lage 50° 55′ N, 6° 48′ OKoordinaten: 50° 54′ 33,2″ N, 6° 48′ 22,1″ O
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Spießburg (Nordrhein-Westfalen)
Spießburg (Nordrhein-Westfalen)

Die Spießburg, auch Alte Burg oder Cluttinckhaus genannt, ist eine abgegangene Wasserburg in Frechen im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen.

Lage

Die Burg stand ehemals auf dem heute mit Wohngebäuden bebauten Gelände der Frechener Hauptstraße, zwischen der Burgstraße und Dr.-Tusch-Straße.<ref name="Kretzschmar48">Frank Kretzschmar: Frechen, Spießburg. In: Oberkreisdirektor des Erftkreises (Hrsg.): Kulturregion Erftkreis - Verluste einer Denkmal-Landschaft. Rheinland-Verlag, Köln 1991, ISBN 3-7927-1228-8, S. 48.</ref>

Geschichte

Die Spießburg wurde erstmals 1260<ref name="Kretzschmar48" />, einer anderen Quelle nach 1256<ref name="alleburgen">Frechen (Alte Burg, Frechener Burg, Cluttinckhaus, Spiesburg, Cluyttinghaus) in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref> in einer Urkunde erwähnt, in der Winrich von Bachem der Kurie von Köln das Lehen überträgt.<ref name="Kretzschmar48" />

Durch kriegerische Auseinandersetzungen brannte die Burganlage 1320 nieder<ref name="Kretzschmar48" /> und wurde im 15. Jahrhundert neu gebaut.<ref name="alleburgen" />

Die Burganlage wechselte danach mehrfach den Besitzer, wie die Spies von Büllesheim. 1776 gelangte die Burg in nichtadelige Hände.<ref name="Kretzschmar48" />

Um 1830 wurde die Burg niedergelegt.<ref name="Kretzschmar48" /><ref name="alleburgen" />

Anlage

Es sind nur Ansichten der Burganlage auf verschiedenen Karten der Burgumgebung aus dem 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts erhalten, die der Forschung als Hinweise für eine Bestandsaufnahme des Burggeländes dienen können. Historische Ansichten der Burg, die Detailangaben enthalten, sind nicht bekannt.<ref name="Kretzschmar48" />

Aus den Karten der Burgumgebung lässt sich ableiten, das die Burggelände einst eine zweiteilige Wasserburg war, deren Zugang über eine Brücke und der Vorburg erfolgte. Die Vorburg beinhaltete die Wohnbereiche der Dienstleute, Hühner-, Kuh-, Pferde- und Schweineställe, sowie die Scheune und Speicherbauten.<ref name="Kretzschmar48" /> Der dreiflügeligen Vorburg stand an der offenen Seite das ebenfalls durch einen Wassergraben gesicherte Burghaus mit einem Wirtschaftshof gegenüber. Das Burghaus verfügte über zwei Geschosse und hatte einen Stufengiebel, der zur Vorburg ausgerichtet war. Baulich war diese Burg mit ihren beiden unterschiedlich großen Ecktürmen wahrscheinlich im 17. Jahrhundert erbaut worden.<ref name="Kretzschmar48" />

Südlich und nördlich des Herrenhauses waren Gärten angelegt worden. Im nördlichen Garten befand sich eine Brunnenanlage, steinerne Gartenplastiken sowie aufwändig gestaltete Parterres.<ref name="Kretzschmar48" />

Literatur

  • Frank Kretzschmar: Frechen, Spießburg. In: Oberkreisdirektor des Erftkreises (Hrsg.): Kulturregion Erftkreis - Verluste einer Denkmal-Landschaft. Rheinland-Verlag, Köln 1991, ISBN 3-7927-1228-8, S. 48.

Einzelnachweise

<references/>