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Stefan Wallner

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Stefan Wallner 2024, GF Bündnis für Gemeinnützigkeit
Stefan Wallner (2024)

Stefan Wallner (* 2. Juli 1971 in Graz) ist ein österreichischer NGO-Manager, Interessenvertreter gemeinnütziger Organisationen und ehemaliger Politiker der Grünen.

Seit 2023 ist der ehemalige Generalsekretär der Caritas Österreich Geschäftsführer des Bündnis für Gemeinnützigkeit – der 2022 gegründeten Interessenvertretung des gemeinnützigen Sektors und der Freiwilligenorganisationen.<ref name=":0">Karin Bauer: Stefan Wallner über Bündnis für Gemeinnützigkeit: „Wir werden stark und laut sein“. In: derstandard.at. 4. Februar 2023, abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben

Wallner absolvierte das Akademische Gymnasium in Graz. Anschließend schloss er das Studium der Politikwissenschaft und der Geschichte in Wien ab. Er war 1992/93 Generalsekretär der Katholischen Hochschuljugend und 1995 bis 1998 wissenschaftlicher Projektmitarbeiter im Themenbereich Sozialpolitik bei der Julius-Raab-Stiftung. In diesem Rahmen hat er zwei Studien zum Thema Armut in Österreich veröffentlicht.<ref>Stefan Wallner: Verarmungsrisiken im Wohlfahrtsstaat. Situationsanalyse und Problemkatalog zur sozialen Lage in Österreich. Hrsg.: Julius Raab Stiftung. Wien Januar 1995.</ref><ref>Stefan Wallner: Verarmungsrisiken im Wohlfahrtsstaat II. Leben am Rand des Sozialsystems. Die KlientInnen der Sozialberatungsstellen der Caritas Österreich. Hrsg.: Julius Raab Stiftung. Wien Januar 1999.</ref> Nach dem Zivildienst 1996/97 bei der Caritas blieb er dort als Sozialexperte tätig und war von 1999 bis 2009 Generalsekretär der Caritas Österreich. Im November 2009 verließ er diesen „Traumjob“, um „mit den Grünen eine ‚Liebesheirat, keine Vernunftehe‘ einzugehen“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Designierter Grüner Bundesgeschäftsführer: Stefan Wallner (Memento vom 7. Dezember 2009 im Internet Archive)</ref>

Am 4. Dezember 2009 wurde Wallner im Erweiterten Bundesvorstand der Grünen zu deren Bundesgeschäftsführer gewählt. Er folgte damit in dieser Funktion Michaela Sburny nach.<ref>Stefan Wallner: Grüne sind zukunftsweisende Dialogpartei. APA-Meldung vom 4. Dezember 2009, abgerufen am 6. Juli 2015.</ref> Im November 2014 wurde er nach erfolgreichen Landtags- und Nationalratswahlkämpfen<ref>Stefan Wallner: 2013: 5 Wahlen, 5 Wahlsiege – Österreichs Politlandkarte wird grüner. In: Thomas Hofer, Barbara Tóth (Hrsg.): Wahl 2013. Macht Medien Milliardäre. Analysen zur Nationalratswahl. LIT, Wien 2013, ISBN 978-3-643-50549-1.</ref> erneut als Bundesgeschäftsführer wiedergewählt.<ref>Stefan Wallner zum zweiten Mal als Bundesgeschäftsführer der Grünen wiedergewählt gruene.at, 14. November 2014.</ref> Einen Tag nach der Bundespräsidentenwahl in Österreich 2016, bei welcher der von den Grünen unterstützte Kandidat Alexander Van der Bellen als Sieger hervorging, kündigte Wallner am 5. Dezember 2016 gegenüber der Austria Presse Agentur ohne Angabe von Gründen seinen politischen Rückzug per Jahresende 2016 an. Robert Luschnik wurde zu seinem Nachfolger gewählt.<ref>Luschnik einstimmig neuer Grüner Bundesgeschäftsführer. In: Salzburger Nachrichten. 16. Dezember 2016, abgerufen am 23. Februar 2026.</ref>

Stefan Wallner war 2006 wesentlich an der Gründung der Zweiten Sparkasse, einer Kooperation von Erste Bank und Sozialorganisationen beteiligt.<ref>Roman Pletter: Das Konto für Mittellose als Soziale Innovation. In: brand eins. Nr. 6. Hamburg Juni 2007 (brandeins.de).</ref> Er leitete von 2017 bis Februar 2020 den Bereich Brand Management and Company Transformation der Erste Group und war bis zum Ausscheiden von Andreas Treichl als CEO für die Markensteuerung in der gesamten Bankengruppe verantwortlich.<ref>Stefan Wallner: Ein alter Grüner in neuer Funktion. In: diepresse.com. 22. Januar 2020, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref>

Danach war er zu Beginn der Coronapandemie von März 2020 bis Mai 2020 Generalsekretär im Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.<ref>APA-Meldung: Stefan Wallner ab März Generalsekretär im Sozialministerium. In: diepresse.com. 18. Februar 2020, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> Mit Juni 2020 übernahm er die Funktion des Kabinettschefs im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport.<ref name="kleinezeitung">Wallner statt Brosz: Vizekanzler Kogler tauscht Kabinettschef aus. In: kleinezeitung.at. 27. Mai 2020, abgerufen am 28. Mai 2020.</ref><ref>Josef Votzi: Der Gegenspieler. In: Datum.at. 2. Oktober 2020, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref><ref>Kathiarina Mittelstaedt: Kabinettschefs Gstöttner und Wallner: Die Vorentscheider im politischen Backstage. In: derstandard.at. 9. Januar 2022, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> Als Generalsekretärin im Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz folgte ihm Ines Stilling nach.<ref name="diepresse5819793">Ex-Ministerin Stilling neue Generalsekretärin im Sozialministerium. In: Die Presse. 28. Mai 2020, abgerufen am 23. August 2020.</ref> Im April 2022 gab Wallner seinen Ausstieg aus der Politik bekannt. Als Kabinettchef folgte ihm Georg Günsberg.

Von Juni bis Dezember 2022 koordinierte Stefan Wallner die Ukraine-Hilfe für Nachbar in Not<ref>Katharina Mittelstaedt: Koglers ehemaliger Kabinettschef koordiniert nun Ukraine-Hilfe von Nachbar in Not. In: derstandard.at. 28. Juni 2022, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> und kehrte damit zu seinen Wurzeln im NGO-Bereich zurück.

Seit Anfang 2023 ist er Geschäftsführer des Bündnis für Gemeinnützigkeit. Die Interessenvertretung des gemeinnützigen Sektors und der Freiwilligenorganisationen vertritt seit 2022 mehr als 3000 Organisationen sowie hunderttausende Freiwillige und setzt sich für bessere Rahmenbedingungen und mehr Zusammenhalt im Sektor ein.<ref name=":0" /> Stefan Wallner hat mit dem Bündnis für Gemeinnützigkeit federführend das Gemeinnützigkeitspaket 2023 verhandelt, bei dem es um die steuerliche Begünstigung gemeinnütziger Tätigkeiten geht<ref>Gemeinnützigkeitsreformgesetz 2023 | Parlament Österreich. Abgerufen am 4. Juni 2024.</ref>.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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