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Stefano di Giovanni Sassetta

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Datei:Sassetta 006.jpg
Sassetta: "Maria und das Jesuskind, umgeben von sechs Engeln"
(15. Jahrhundert, Paris, Louvre)

Stefano di Giovanni di Consolo da Cortona, genannt il Sassetta, (* um 1400 in Cortona; † 1. April 1450 in Siena) war ein italienischer Maler des Quattrocento.<ref name="DBI">Gabriele Fattorini: Stefano di Giovanni Sassetta. In: Dizionario Biografico degli Italiani (DBI).</ref> Er war in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts einer der bedeutendsten Künstler der Schule von Siena und ist der spätgotischen, internationale Gotik genannten Stilrichtung zuzuordnen, die sich aus der Buchmalerei entwickelte.

Biographie

Sassetta wurde um 1400 in Cortona geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Noch vor 1410 zog er mit seinem Vater Giovanni di Consolo nach Siena, der 1420 als Koch der Signoria aufscheint.<ref name="DBI" />

Die Ursprünge seines Übernamens il Sassetta sind nicht bekannt. Er taucht erstmals im 18. Jahrhundert auf und rührt vermutlich auf einem Übertragungsfehler. Seitdem blieb der gutklingende Name an ihm haften, auch wenn der Künstler zu Lebzeiten nie so genannt wurde.<ref name="DBI" />

Stefano da Giovanni erlernte in Siena die Malerei und machte bald auf sich aufmerksam. Es wird angenommen, dass er ein Schüler von Paolo di Giovanni Fei (* um 1345; † um 1411) war. 1423 wurde er namentlich erstmals erwähnt, als er von der Gilde der Tuch- und Pelzhändler ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) in Siena einen Auftrag für ein Polyptychon erhielt.<ref name="DBI" />

Sassetta widmete sich ausschließlich religiösen Themen und entwickelte einen sehr persönlichen Stil der Internationalen Gotik. Er war auf der Suche nach der in der Frührenaissance in Florenz bereits erprobten Perspektive, doch gelang es ihm nicht, diese vollständig zu beherrschen. Charakteristisch sind fließende Linien und festliche, leuchtende Rot- und Purpurtöne.

Werksauswahl

Literatur

  • Bernard Berenson: Sassetta. Un pittore senese della leggenda francescana. Electa, Florenz 1946, (In französischer Sprache: Sassetta. Une peintre siennois de la légende franciscaine. Michel, Paris 1948).
  • Enzo Carli: Sassetta’s Borgo San Sepolcro Altarpiece. In: The Burlington Magazine. Bd. 93, Nr. 578, 1951, S. 145–152, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).
  • Enzo Carli: Sassetta et il Maestro dell’Osservanze. A. Martello, Mailand 1957.
  • Gabriele Fattorini: Stefano di Giovanni. In: Raffaele Romanelli (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 94: Stampa–Tarantelli. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2019.
  • John Pope-Hennessy: Sassetta. Chatto & Windus, London 1939.
  • John Pope-Hennessy: "Rethinking Sassetta. In: The Burlington Magazine. Bd. 98, Nr. 643, 1956, S. 364–370, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).
  • Federico Zeri: Towards a Reconstruction of Sassetta’s Arte della Lana Triptych. In: The Burlington Magazine. Bd. 98, Nr. 635, 1956, S. 36–41, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).

Weblinks

Commons: Stefano di Giovanni Sassetta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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