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Steinobst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Prunus stepposa (fruit) 1.jpg
Alle Arten der Gattung Prunus zählen zum Steinobst
Datei:Knospendominanz Steinobst.svg
Beim Steinobst sind die Früchte den Blütenknospen räumlich untergeordnet.
Datei:Prunus serrulata 2005 spring 027.jpg
Die Japanische Blütenkirsche wird in erster Linie als Zierpflanze kultiviert.

Die Bezeichnung Steinobst dient als Sammelbegriff für saftige, einsamige Früchte, die um einen zentralen Kern ausgebildet sind (auch als Steinfrucht bezeichnet) oder deren Same durch ein hartes Endosperm geschützt wird. Diese Benennung nimmt keine Rücksicht auf systematische, botanische Gruppierungen, daher werden nicht nur Steinobstgewächse aus der Gattung Prunus dazu gezählt.<ref name = SPE>Lexikon der Biologie: Steinobst Spektrum der Wissenschaft, aufgerufen am 19. September 2022</ref>

Die Früchte einiger Arten wie Schlehe und Holunder (Gattung Sambucus) werden aufgrund ihrer Größe und Form traditionell eher dem Beerenobst zugerechnet, zählen jedoch botanisch ebenfalls zum Steinobst.<ref name = NDR>Holunder pflanzen und Beeren und Blüten ernten NDR, aufgerufen am 13. Februar 2022</ref>

Eigenschaften

Steinfrüchte zählen hauptsächlich zu den Obstarten (mehr oder weniger süße Früchte), deswegen die übliche Bezeichnung Steinobst, obwohl auch Früchte, die nicht typischerweise zum Obst zählen (z. B. Kokosnuss), zu den Gewächsen mit Steinfrüchten gehören.

Für die Ausbildung von Steinfrüchten, deren Außenbereich fleischig und meistens saftig ist, verholzt der innere Teil der Fruchtwand. Der „Stein“ unterscheidet diese Früchte von Beeren, die fleischige äußere Fruchtwand, das Fruchtfleisch, von Nüssen.

Für eine Vollernte müssen immerhin 25 % der Blüten bestäubt zu Früchten heranreifen, während bei Kernobst der entsprechende Anteil nur 5 % beträgt.<ref>Fruchtfall: Apfelbauern fürchten um Ernte, ORF.at, 25. Mai 2013.</ref>

Früchte, die zum Steinobst gezählt werden, enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe, einen hohen Wassergehalt und viele Ballaststoffe sowie viel Fruchtzucker bei vergleichsweise wenig Nahrungsenergie.<ref name = SPE/><ref name = LEM>Lebensmittellexikon, abgerufen am 2. April 2020</ref>

Beispiele

Datei:Prunus fruticosa sl12.jpg
Typisches Merkmal: der „Stein“, hier von der Zwerg-Kirsche Prunus fruticosa

Beispiele für Kulturpflanzen

Zu den vom Menschen im Obstbau genutzten Pflanzen, die Steinfrüchte ausbilden, zählen unter anderem:<ref name = SPE/><ref name = LEM/><ref>Steinobst, abgerufen am 2. April 2020</ref>

Sämtliche Arten der Prunoideae Vorlage:Mehrspaltige Liste

Einige der Kulturpflanzen, die zum Steinobst zählen, werden in erster Linie als Zierpflanzen genutzt, z. B. die Japanische Blütenkirsche Prunus serrulata, die Zwerg-Mandel Prunus tenella oder der Kirschlorbeer Prunus laurocerasus.

Weitere Steinobstsorten, die anderen Pflanzengattungen angehören, sind: Vorlage:Mehrspaltige Liste

Beispiele für Wildfrüchte

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Siehe auch

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Weblinks

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  • Deutschlands Obstsorten, ein etwa 100 Jahre altes antiquarisches Fachbuch, in dem mehr als 300 Äpfel-, Birnen-, Pflaumen-, Erdbeeren-, Aprikosen- und Rebsorten mit Abbildungen beschrieben werden

Einzelnachweise

<references />

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