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Stemmen (Barsinghausen)

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Stemmen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(700)&title=Stemmen 52° 21′ N, 9° 31′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(700) 52° 20′ 44″ N, 9° 31′ 7″ O
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Höhe: 56 m ü. NHN
Fläche: 6,01 km²<ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
Einwohner: ca. 700<ref>Zahlen & Fakten. In: Webauftritt. Stadt Barsinghausen, abgerufen im September 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1968
Eingemeindet nach: Goltern
Postleitzahl: 30890
Vorwahl: 05105
Lage von Stemmen in Niedersachsen
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Das Dorf Stemmen ist ein nordöstlicher Ortsteil der Mittelstadt Barsinghausen in der niedersächsischen Region Hannover.

Geografie

Stemmen liegt im Calenberger Land unmittelbar westlich des Stemmer Bergs. Durch das Dorf führt in ihrem Abschnitt NordgolternGöxe die Bundesstraße 65, welche den Ortsteil nach Westen mit der Bundesautobahn 2 (Anschlussstelle Bad Nenndorf) verbindet und nach Osten unter anderem zur nahen Großstadt Hannover führt. Nachbarorte sind im Nordwesten Barrigsen, im Nordosten Lathwehren, im Osten Göxe, im Süden Eckerde, im Südwesten Großgoltern und im Westsüdwesten Nordgoltern. Etwas südwestlich fließt die Südaue am Dorf vorbei.

Geschichte

Stemmen lag dicht an der mittelalterlichen Handelsstraße, die Hildesheim und Braunschweig mit den Städten Westfalens verband und dessen Verlauf weitgehend dem der heutigen Bundesstraße 65 entspricht.

In den Akten des Domkapitels Minden<ref name="Domkapitel" /> findet sich ein Vermerk über die Bitte des Calenbergischen Landrentmeisters Christoph Blume um einen Pachtnachlass für Stemmen in den Jahren 1650 bis 1658 wegen verminderten Korns durch die nasse Witterung.<ref name="Rittergut" /> Daran erinnert auch heute noch die Kornblume im Stemmer Wappen.<ref name="Wappen"/>

Nach Aufzeichnungen im Stemmener Kirchenbuch von 1746 wurden vom Pastor Elias Friedrich Schmersahl in Stemmen die ersten Kartoffeln im Hannoverschen Land angebaut. An diesen „Kartoffel-Pastor“ erinnert ein Gedenkstein auf dem Platz zwischen der Kirche und dem ehemaligen Pfarrhaus im Ort.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1968 verschmolz Stemmen mit den Gemeinden Eckerde, Göxe, Großgoltern und Nordgoltern zur Gemeinde Goltern.<ref name="Wappen"/>

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, folgte die Eingemeindung von Goltern in die Stadt Barsinghausen.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />

Einwohnerentwicklung

Jahr 1910 1925 1933 1939 1950 1956 2017
Einwohner 450 461 420 401 809 689 700
Quelle <ref name="Gemeindeverzeichnis" /> <ref name="Rademacher" /> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" /> <ref name="Einw." />
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Politik

Stadtrat und Bürgermeister

Stemmen wird auf kommunaler Ebene von dem Rat der Stadt Barsinghausen vertreten. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Stemmen stammt von dem Heraldiker und Grafiker Alfred Brecht, der sämtliche Wappen in der Region Hannover entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde am 13. Januar 1964 durch den Regierungspräsidenten in Hannover erteilt.<ref name="Wappen" />

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Stemmen]] Blasonierung:Rot : Silber gespalten, vorn zwei blau-bewehrte und -gezungte, goldene Leoparden am Spalt, hinten über einer roten Pflugschar eine rote Kornblume mit goldenem Samenkern.“<ref name="Wappen">Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985, S. 74–77.</ref>
Wappenbegründung: Im Wappen von Stemmen sind die Landesfarben enthalten, die einst auch die Farben des Bistums Minden und der Schaumburger Grafen waren. Es hat ferner durch die welfischen Leoparden die vielhundertjährige Oberherrschaft der Herzöge angezeigt, in der Kornblume das Andenken an den Landrentmeister Christoph Blume, der im Ort die Kirche stiftete und damit ein bleibendes Denkmal geschaffen hat, geehrt und in der Pflugschar den noch heute bäuerlichen Ort symbolisiert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

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  • Rittergut Stemmen – das ländliche Ortsbild wird wesentlich vom Gut, dessen heutiger Eigentümer Jahn Friedrich Freiherr von Rössing ist, mitbestimmt
  • Kirche Stemmen – sie bildet den Mittelpunkt des Dorfes

Naturdenkmale

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  • Drei Rotbuchen

Fotogalerie

Auszeichnungen

  • Stemmen wurde 1996 mit dem Prädikat „Schönstes Dorf“ im Landkreis Hannover ausgezeichnet

Persönlichkeiten

Datei:Portret van Elias Friedrich Schmersahl, RP-P-1914-1157.jpg
Elias Friedrich Schmersahl (1719–1775)

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Elias Friedrich Schmersahl (1719–1775), lutherischer Theologe, Prediger und Literaturhistoriker, er wirkte von 1746 bis 1755 als Pastor in Stemmen
  • Ludwig Heinrich Meyer (1798–1855), evangelischer Pastor, literarisch trat er durch seinen Gedichtband Weser-Lieder (1844) hervor, er war von 1821 bis 1831 Pastor in Stemmen
  • Heinrich Tuschke (1868–1935), Maurer, Kaufmann und Konservenfabrikant, die von ihm gegründete Firma produziert seit 1977 Sauerkonserven in Stemmen
  • Herbert Otto Gille (1897–1966), SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, verstarb in Stemmen

Literatur

  • Georg Dehio, Gerd Weiss (Bearb.): Stadt Barsinghausen/Stemmen – Ev. Kirche St. Johannis. In: Dehio Vereinigung (Hrsg.): Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen/Niedersachsen. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag (DKV), München/Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 1253 ff.

Weblinks

Commons: Stemmen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="Domkapitel">

Domkapitel Minden – Pachtnachlass. In: Archive in Nordrhein-Westfalen. Bestellsignatur: Domkapitel Minden. Aktennummer 544.

</ref> <ref name="Einw.">

Zahlen und Fakten. In: Webseite Stadt Barsinghausen. Abgerufen am 21. Juli 2017.

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis">

Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Linden. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. April 2023; abgerufen am 7. September 2020.

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Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Rademacher">

Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de

</ref> <ref name="Rittergut">

Geschichte vom Rittergut Stemmen – Pachtnachlass. In: burgen-und-schloesser.net. 22. Oktober 2013, abgerufen am 7. September 2020.

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