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Sternstein

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Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Berg

Der Sternstein ist ein Vorlage:Höhe<ref>Matznetter 1948, S. 255–273.</ref><ref name="SternwarteAlpenverein">Vorlage:Internetquelle</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> hoher Berg im Gemeindegebiet von Vorderweißenbach, nördlich der Stadt Bad Leonfelden in Oberösterreich, nahe der Grenze zu Tschechien. Geologisch gehört er zur Böhmischen Masse, und der umgebende Sternwald ist der östlichste Bereich des Böhmerwaldes.

Lage und Landschaft

Der Großteil des Sternsteins liegt in der Gemeinde Vorderweißenbach, so auch die Sternsteinwarte am Gipfel des Berges, die im Wappen beider Gemeinden vorkommt (symbolisch als Stern bei Vorderweißenbach, deutlich abgebildet bei Bad Leonfelden). Über den Gipfel verläuft die europäische Wasserscheide zwischen Donau und Moldau. Am Sternstein entspringen die Große Rodl und der Dürnaubach.

Der Sternstein ist aus Weinsberger Granit aufgebaut.<ref>Matznetter 1984, S. 262.</ref> Am Osthang, rund 100 bis 150 Meter unter dem Gipfel liegt eine etwa 120 Meter breite und tiefe Mulde. Hierbei handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine eiszeitliche Bildung. Weitere Vereisungsspuren wie Moränen, Eisschliffe usw. wurden bisher nicht entdeckt. Dies wäre die östlichste Vergletscherung im Böhmerwald, da die Schneegrenze in der Eiszeit um 1100 Meter Seehöhe lag, die Gletscherzungen reichten bis auf 900 Meter Seehöhe hinunter.<ref>Matznetter 1984, S. 271–272.</ref>

Das Gebiet um den Sternstein zählt mit einer Jahresmitteltemperatur von weniger als 6 °C zu den kältesten Gebieten von ganz Oberösterreich.<ref>Matznetter 1984, S. 272.</ref>

Geschichte

Der Sternstein wurde im Jahr 1198 erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Vorlage:OöUrkundenbuch</ref> Das Beiwort Stern ist wahrscheinlich durch eine volksetymologische Umformung einer slawischen Bezeichnung entstanden, ähnlich wie bei Sternberg in der Gemeinde Wernberg (Kärnten), wobei das Ausgangswort mit tschechisch strmý (dt. steil) verwandt ist.<ref>Vorlage:OöOrtsnamenbuch</ref>

Touristische Erschließung

Eine Kombibahn (8er Gondel und 6er Sessel) der Leitner AG mit Fahrbetriebsmitteln von Carvatech<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> wie auch ein Schlepplift erschließen den Berg mit seinen vier Pisten.<ref>Moderne Seilbahn auf dem Sternstein. (PDF) Website des Skigebiets / Artikelausschnitt aus s&bt. Abgerufen am 21. Dezember 2016.</ref> Im Winter werden 5 km Skipisten präpariert. Zudem stehen ein Kinderland mit 4000 m² Größe und ein 174 m langer Zauberteppich zur Verfügung.<ref>Pisten am Sternstein. Website des Skigebiets. Abgerufen am 21. Dezember 2016.</ref>

Am Gipfel beginnt auch der Salzsteigweg, ein Weitwanderweg, welcher von hier über das Tote Gebirge und die Nockberge nach Arnoldstein führt.

Sternsteinwarte

Datei:Sternsteinwarte in snow, 2011.jpeg
Sternsteinwarte im Winter

Die Sternsteinwarte ist ein 20 Meter hoher Aussichtsturm, der anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph 1898 aus Granitblöcken errichtet wurde. Von seiner Aussichtsplattform hat man einen sehr guten Rundblick über das Mühlviertler Hügelland bis zum Dachstein und zum Watzmann.<ref name="SternwarteAlpenverein" />

Literatur

  • Josef Matznetter: Geomorphologische Beobachtungen im südlichsten Abschnitt der Donau-Elbe-Wasserscheide. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Jahrgang 93, Linz 1948, S. 255–273 (Vorlage:ZOBODAT).
  • Hubert Nagl: Zur eiszeitlichen Vergletscherung des Sternsteins, Oberösterreich. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Band 127a, Linz 1982, S. 221–226 (Vorlage:ZOBODAT).
  • Christine Schwanzar: Die mittelalterliche Glashütte am Sternstein in Bad Leonfelden, Oberösterreich. In: Heidelinde Dimt (Hrsg.): Glas aus dem Böhmerwald. Linz 1994, S. 104ff.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />