Stork (Unternehmen)
| Stork B.V.
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Stork logo.jpg | |
| Rechtsform | B.V. |
| Gründung | 1868 |
| Auflösung | 2023/2024 |
| Auflösungsgrund | Aufteilung |
| Sitz | Naarden, Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande |
| Mitarbeiterzahl | 16.488 (2014)<ref name="AR_14" ><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stork Annual Report 2014 ( vom 24. September 2015 im Internet Archive), abgerufen am 12. Juni 2015</ref> |
| Umsatz | 1,492 Mrd. EUR (2014)<ref name="AR_14" /> |
| Branche | Maschinen- und Anlagenbau |
| Website | www.stork.com |
Stork B.V. war ein niederländisches Maschinen- und Anlagenbauunternehmen mit Hauptsitz in Naarden (Gemeinde Gooise Meren) in Nordholland und seit 2015 im Besitz des US-Anlagenbauers Fluor.
Die Geschäftseinheiten wurden in den 2020er Jahren länderweise verkauft.
Geschichte
Gegründet wurde das Unternehmen unter dem Namen Machinefabriek Gebroeders Stork & Co. im Jahre 1865 in Borne unter der Führung von Charles Theodorus Stork.<ref name="Gieseler" /><ref name="STS Geschichte" /> Dieser betrieb bereits eine kleine Weberei und hatte festgestellt, dass der Bedarf an Textilmaschinen stark zunahm und witterte ein lohnendes Geschäft als Maschinenhersteller.<ref name="STS Geschichte" /> 1868 zog das junge Unternehmen nach Hengelo um.<ref name="Gieseler" /><ref name="STS Geschichte" />
Im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert wuchs Stork zu einem der führenden Maschinenbauunternehmen der Niederlande. Während des Zweiten Weltkriegs erlangte das Werk in Hengelo Bekanntheit als Ausgangspunkt des sogenannten April-Mai-Streiks gegen die Politik der deutschen Besatzungsmacht.<ref>Miranda Nijland: ‘Vergeten staking’: arbeiders Stork leggen werk uit protest neer. In: indebuurt.nl. 8. April 2018, abgerufen am 5. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Jahr 1954 fusionierte Stork mit dem niederländischen Maschinen- und Fahrzeugbauunternehmen Werkspoor. Das gemeinsame Unternehmen firmierte danach als Verenigde Machinefabrieken Stork-Werkspoor (kurz VMF). Unter dem Dach der VMF konzentrierte sich Stork auf den Maschinen- und Anlagenbau und Werkspoor auf den Fahrzeugbau.<ref name="Stork History" />
1968 wurden die Aktivitäten im Bereich Anlagen- und Apparatebau durch die Übernahme des Herstellers Bronswerk gestärkt.<ref>History. Bronswerk, abgerufen am 28. März 2012.</ref> Weiterhin wurden die kleineren Unternehmen Nolte (1989) und Comprimo (1994) übernommen.<ref name="Stork History" /> Insgesamt waren die 1960er- bis -90er-Jahre aber eher von einer Absatzkrise im Bereich der Schwerindustrie und von einer starken Reduzierung der Produktionskapazitäten und Arbeitsplatzabbau geprägt.
1992 ging das Unternehmen VMF Stork als Stork N.V. an die Amsterdamer Börse.<ref name="STS Geschichte" /><ref name="Stork History" />
1996 übernahm Stork Teile des insolventen Flugzeugherstellers Fokker und führte diese seitdem unter der Firma Fokker Aviation fort.<ref name="Stork History" />
2007 kam es zu einem Zerwürfnis unter den Anteilseignern, nachdem der Hedgefonds Centaurus and Paulson als Großaktionär einen Strategiewechsel und einen Verkauf von Geschäftsbereichen gefordert hatte.<ref>Activists call for strategy vote at Stork. Financial News, 15. Januar 2007, abgerufen am 28. März 2012.</ref> In der Folge übernahm der britische Investmentfonds Candover Investments die Aktienmehrheit an Stork. Gleichzeitig wurde der Bereich Lebensmitteltechnik abgestoßen. Unter dem neuen Hauptaktionär zog sich Stork 2008 aus dem offenen Börsenhandel zurück und firmierte von einer Naamloze Vennootschap (NV) in eine Besloten Vennootschap (BV) um.<ref name="STS Geschichte" />
Seit einer Übernahme für 695 Millionen Euro im Jahr 2015 gehört Stork dem US-Anlagenbauer Fluor.<ref>Fluor stimmt der Erwerbung der Stork Holding B.V. zu - eines globalen Unternehmens für industrielle Dienstleistungen. BusinessWire, abgerufen am 5. April 2019.</ref>
Die Geschäfte in Belgien, den Niederlanden, Deutschland und USA wurden Anfang 2024 an Bilfinger abgegeben.<ref>Bilfinger schließt Stork-Akquisition ab. Abgerufen am 5. Juni 2025.</ref> Der Bereich Vereinigtes Königreich ging an Altrad<ref>Altrad welcomes Stork UK. Abgerufen am 5. Juni 2025.</ref> und die Bereiche Peru und Kolumbien wurden als Magnex ausgegliedert.<ref>Magnex. Abgerufen am 5. Juni 2025.</ref>
Historisch
Im Laufe seiner 150-jährigen Unternehmensgeschichte hat Stork die verschiedensten Produkte und Dienstleistungen angeboten, darunter:
- Textilmaschinen (Webmaschinen, Spinnmaschinen, Textildruckmaschinen …)
- Dampfmaschinen, Dampfkessel, Feuerungsanlagen
- Verbrennungsmotoren, insbes. Dieselmotoren
- Getriebebau
- Wärmetauscher und andere Apparate
- Kräne und Hebezeuge
- Schienen-, Kraft- und Luftfahrzeuge (siehe Werkspoor und Fokker)
- Schiffe: Schwimmbagger, Schlepper und andere Spezial- und Arbeitsschiffe
- diverse Maschinen und Anlagen für Lebensmittelproduktion, Zuckerfabriken, u. v. a. m.
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="Stork History">Stork: the first 180 years. Stork B.V., abgerufen am 28. März 2012.</ref> <ref name="Gieseler">Albert Gieseler: Machinefabriek Gebr. Stork & Co. Abgerufen am 28. März 2012.</ref> <ref name="STS Geschichte">Wir über uns: Unsere Geschichte. Stork Technical Services, abgerufen am 28. März 2012.</ref> </references>