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Stranka demokratske akcije

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Vorlage:Infobox Politische Partei

Die Stranka demokratske akcije ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), kurz SDA) ist eine bosniakisch dominierte, nationalistische und konservative politische Partei in Bosnien und Herzegowina. Ihre Gründung wurde im März 1990 angekündigt. Auf dem Gründungskongress am 26. Mai 1990 in Sarajevo wurde Alija Izetbegović zum Vorsitzenden gewählt. Laut dem damaligen Programm sah sich die Partei als Vertretung aller muslimischen Bürger Jugoslawiens.<ref>SDA Programska deklaracija, Sarajevo, Mai 1990, SDA: Statut, Sarajevo, Mai 1990.</ref> Izetbegović führte die Partei von 1990 bis 2001. Die SDA war von 1990 bis heute mit Ausnahme der Jahre 2000–2002 sowie 2023 stets an der Regierung von Bosnien und Herzegowina beteiligt. Bei jeder Parlamentswahl seit 1990 wurde die SDA zur stärksten politischen Kraft der Bosniaken.

Positionen

Auf dem dritten Parteikongress der SDA am 13. Oktober 2001 wurde Sulejman Tihić zum neuen Parteivorsitzenden der SDA gewählt. Er orientierte die lange als Nationalpartei der Bosniaken geltende Partei zur politischen Mitte hin. Dieser Kurs ist innerparteilich umstritten. Nach der Niederlage Tihićs bei den Wahlen zum Staatspräsidium gegen Haris Silajdžić hat der islamisch-konservative Parteiflügel seine Kritik am Kurs der Partei verstärkt. Allerdings wurde die SDA bei den Parlamentswahlen am 1. Oktober 2006 erneut (nach Sitzen) stärkste Partei und konnte ihre Position bei den Kommunalwahlen 2008 bestätigen.

Am 26. Mai 2009 wurde Sulejman Tihić als Vorsitzender wiedergewählt. Nach Tihićs Tod im September 2014 übernahm Bakir Izetbegović, der Sohn des ersten Vorsitzenden, die Führung der Partei. Seine Position wurde durch die erfolgreiche Wiederwahl zum bosniakischen Mitglied des Staatspräsidiums gestärkt.<ref>Elvira M. Jukic: SDA Names Bosnia’s New Prime Minister. In: Balkan Insight. 19. Dezember 2014, abgerufen am 3. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 2018 bis 2022 war Šefik Džaferović für die SDA Mitglied des Staatspräsidiums.

Die SDA sieht Bosnien und Herzegowina als „demokratischen, regionalisierten, sozialen und säkularen Rechtsstaat mit drei Verwaltungsebenen“, der gesamtstaatlichen, der regionalen und der lokalen. Die beiden Entitäten sollen durch fünf oder mehr multiethnische Regionen abgelöst werden, die nach wirtschaftlichen, historischen, verkehrsmäßigen und kulturellen Prinzipien gebildet werden.

Die SDA hat einen Beobachterstatus in der Europäischen Volkspartei. Die SDA verfügt unter der Bezeichnung Asocijacija mladih SDA über eine Jugendorganisation und mit der Asocijacija Žena über eine Frauenorganisation.

Schwesterparteien der SDA existieren in Kroatien, Serbien (Sandžak) und in Nordmazedonien.

Geschichte

Vorlage:Hinweisbaustein Die Stranka demokratske akcije (SDA) wurde am 26. Mai 1990 in Sarajevo als eine Partei des „muslimischen kulturgeschichtlichen Kreises“ gegründet. Sie entstand aus der Idee von Alija Izetbegović zu einer islamisch-nationalen Partei in Bosnien und Herzegowina. An der Gründung der Partei beteiligten sich viele Mitglieder der Islamischen Gemeinschaft Bosnien und Herzegowinas, darunter auch Imame. Der zum Vorsitzenden gewählte Alija Izetbegović versuchte, Streitigkeiten zwischen den muslimisch-nationalistischen Islamisten unter Omer Behmen und den linken Muslimen unter Adil Zulfikarpašić zu schlichten.<ref></ref>

Die Partei hat ihre Wurzeln in der alten Jugoslawischen Muslimischen Organisation,<ref name=":0"></ref> einer konservativen muslimischen Partei im Königreich Jugoslawien.

Nach dem Zerfall Jugoslawiens Anfang der 1990er Jahre erzielte die SDA bei Wahlen beachtliche Erfolge. Sie gründete die Zeitung Ljiljan. Die Partei bleibt die stärkste politische Partei der bosniakischen Bevölkerung in Bosnien und Herzegowina.

Im November 2000 wurde die Partei von der Sozialdemokratischen Partei und anderen in der „Allianz für Veränderung“ zusammengeschlossenen Parteien besiegt und befand sich zum ersten Mal seit ihrer Gründung in der Opposition.<ref></ref> Nach den Parlamentswahlen 2022 wurde die SDA erneut zur größten Partei in Bosnien und Herzegowina gewählt, jedoch wurde sie bei der Regierungsbildung ausgeschlossen.

Die Partei hat Ableger in Slowenien, Kosovo, Nordmazedonien, Kroatien und der serbischen Region Sandžak. Eines der Ziele der Partei außerhalb Bosnien und Herzegowinas ist die Vertretung und Verteidigung der Interessen der Bosniaken und anderer muslimischer Südslawen in der gesamten Balkanregion. In Montenegro fusionierte die SDA mit kleineren bosniakischen und slawisch-muslimischen Parteien zur Bosniakischen Partei.

Die Partei hat den Status als Beobachtermitglied der Europäischen Volkspartei (EVP).

Ideologie

Die Partei der Demokratischen Aktion ist die wichtigste Hochburg der rechtsorientierten Bosniaken, insbesondere der Nationalisten und Konservativen. Sie wird daher als nationalkonservativ bezeichnet. Sie unterstützen die Zentralisierung der Regierung von Bosnien und Herzegowina. Außenpolitisch tendieren sie zu einer atlantischen Haltung und befürworten den Beitritt Bosnien und Herzegowinas zur NATO und zur Europäischen Union.

Präsidenten der Partei

Literatur

  • Mira Sakic-Jovanovic: Parteien in Bosnien und Herzegowina. Ein Überblick. In: Arbeitspapiere und Materialien der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen. Nr. 26, Mai 2001, ISSN 1616-7384, S. 20–24.
  • Tarkan Tek: Parteianalyse der Partei der demokratischen Aktion SDA in Bosnien. Eine Parteianalyse von der Entstehung bis zur heutigen Entwicklung. VDM Verlag Dr. Müller, 2011, ISBN 978-3-639-34621-3.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Christen-Democratisch en Vlaams (Belgien) | Demokraten für ein starkes Bulgarien (Bulgarien) | Bewegung „Bulgarien der Bürger“ (Bulgarien) | GERB (Bulgarien) | Union der Demokratischen Kräfte (Bulgarien) | Kristendemokraterne (Dänemark) | Det Konservative Folkeparti (Dänemark) | Christlich Demokratische Union (Deutschland) | Christlich-Soziale Union in Bayern (Deutschland) | Isamaa (Estland) | Kansallinen Kokoomus-Samlingspartiet (Finnland) | Kristillisdemokraatit (Finnland) | Les Républicains (Frankreich) | Nea Dimokratia (Griechenland) | Fine Gael (Irland) | Alternativa Popolare (Italien) | Unione di Centro (Italien) | Popolari per l’Italia (Italien) | Forza Italia (Italien) | Südtiroler Volkspartei (Italien) | Partito Autonomista Trentino Tirolese (Italien) | Hrvatska demokratska zajednica (Kroatien) | Hrvatska demokršćanska stranka (Kroatien) | Vienotība (Lettland) | Tėvynės sąjunga (Litauen) | Chrëschtlech-Sozial Vollekspartei (Luxemburg) | Partit Nazzjonalista (Malta) | Christen-Democratisch Appèl (Niederlande) | Österreichische Volkspartei (Österreich) | Platforma Obywatelska (Polen) | Polskie Stronnictwo Ludowe (Polen) | Centro Democrático e Social – Partido Popular (Portugal) | Partido Social Democrata (Portugal) | Uniunea Democrată Maghiară din România (Rumänien) | Partidul Mișcarea Populară (Rumänien) | Partidul Național Liberal (Rumänien) | Kristdemokraterna (Schweden) | Moderata samlingspartiet (Schweden) | Kresťanskodemokratické hnutie (Slowakei) | Hnutie Slovensko (Slowakei) | Demokrati (Slowakei) | Szövetség-Aliancia (Slowakei) | Slowenische Demokratische Partei (Slowenien) | Slovenska Ljudska Stranka (Slowenien) | Nova Slovenija – Krščanska Ljudska (Slowenien) | Partido Popular (Spanien) | TOP 09 (Tschechien) | Křesťanská a demokratická unie – Československá strana lidová (Tschechien) | Dimokratikos Synagermos (Zypern)

Assoziierte Parteien
Partia Demokratike e Shqipërisë (Albanien) | Bošnjačka stranka (Montenegro) | Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation – Demokratische Partei für Mazedonische Nationale Einheit (Nordmazedonien) | Høyre (Norwegen) | Die Mitte (Schweiz) | Srpska napredna stranka (Serbien) | Allianz der Vojvodiner Ungarn (Serbien)

Parteien mit Beobachterstatus
Hajastani Hanrapetakan Kussakzutjun (Armenien) | Scharangutjun (Armenien) | Belaruskaja Chryszijanskaja Demakratyja (Belarus) | Ruch za Svabodu (Belarus) | Stranka demokratske akcije (Bosnien und Herzegowina) | Hrvatska demokratska zajednica Bosne i Hercegovine (Bosnien und Herzegowina) | Hrvatska Demokratska Zajednica 1990 (Bosnien und Herzegowina) | Partija demokratskog progresa (Bosnien und Herzegowina) | Ertiani Nazionaluri Modsraoba (Georgien) | evropuli sakartvelo (Georgien) | Lidhja Demokratike e Kosovës (Kosovo) | Partidul Liberal Democrat din Moldova (Moldau) | Partidul Acțiune și Solidaritate (Moldau) | Platforma Demnitate și Adevăr (Moldau) | Kristelig Folkeparti (Norwegen) | Partito Democratico Cristiano Sammarinese (San Marino) | Ukraiinski demokratitxni alians za reformi (Ukraine) | Batkiwschtschyna (Ukraine) | Jevropejśka Solidarnist (Ukraine) | Samopomitsch (Ukraine)

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