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Strupina

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{{#if: beschreibt die Ortschaft Strupina in Polen. Für den gleichnamigen Ortsteil von Nečín in Tschechien siehe dort.

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}} Vorlage:Infobox Ort in Polen Strupina (deutsch Stroppen) ist ein Dorf und eine ehemalige Stadt in der Gemeinde Prusice (Prausnitz) im Powiat Trzebnicki (Kreis Trebnitz) der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Geographische Lage

Datei:Schlesien Kr Wohlau - Steinau.png
Stroppen nordöstlich von Wohlau und östlich von Steinau auf einer Landkarte von 1905

Der Ort liegt in Niederschlesien am nordöstlichen Ausläufer des Katzengebirges, etwa 20 Kilometer nordwestlich von Trzebnica (Trebnitz) und 40 Kilometer nordnordwestlich von Breslau.

Geschichte

Datei:SM Strupina Kościół Niepokalanego Serca NMP (4) ID 697715.jpg
Dorfkirche (ehemalige Stadtkirche, bis 1945 evangelisch).

Wann genau die Ortschaft Stadtrecht erhielt, ist nicht überliefert. Die erste Erwähnung als Stadt stammt aus dem Jahr 1253,<ref name="Pazyra"/> andere Quellen nennen 1277 als Jahr der Stadtrechtsvergabe.<ref name="Meyers1909"/> Im Jahr 1376 wurde erstmals eine Kirche in der Stadt erwähnt.<ref name="prusice"/> Um 1500 lebten die Einwohner größtenteils von der Landwirtschaft, und Stroppen gehörte zu den kleinsten Städten Schlesiens.<ref name="Pazyra"/> Ein großer Brand zerstörte im Jahr 1733 Teile der Stadt. 1816 wurde die Stadt Teil des preußischen Landkreises Trebnitz. Um 1900 hatte Stroppen eine evangelische Kirche, eine Ofenfabrik und Braunkohlebergbau.<ref name="MKL">Meyers Großes Konversations-Lexikon, Stichwort Stroppen, Band 19, Leipzig/Wien 1909, S. 130–131, http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Stroppen zeno.org</ref> Die Einwohner waren meist evangelisch.<ref>Julius Rademacher: Geschichte der Evangelischen Kirchgemeinde Stroppen. Kirchenkreis Trebnitz, Evangelisches Pfarramt Stroppen 1930.</ref>

Im Jahr 1945 gehörte Stroppen zum Landkreis Trebnitz im Regierungsbezirk Breslau der preußischen Provinz Niederschlesien des Deutschen Reichs.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte die Rote Armee im Januar 1945 die Stadt. Nach Kriegsende wurde Stroppen von der sowjetischen Besatzungsmacht im Sommer 1945 wie fast ganz Schlesien unter polnische Verwaltung gestellt, die für Stroppen die Ortsbezeichnung Strupina einführte; zugleich wurde das Stadtrecht entzogen.<ref name="Pazyra"/> Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht schon vorher geflohen war, von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Stroppen vertrieben.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner Anmerkungen
1787 532 <ref name="SP">Stanisław Pazyra: Miasta polskie w Tysiącleciu, Breslau/Warschau/Krakau 1965, Band 2, S. 587.</ref>
1861 903 <ref name="SP" />
1905 631 <ref name="MKL" />
1933 704 <ref name="MR">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1939 712 <ref name="MR" />

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Balkendiagramm der Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Ehemalige, unter dem Pfarrer Oswald Feyerabend (1809–1872)<ref>Walter Schmidt: Oswald Friedrich Feyerabend (1809–1872). Evangelischer Pfarrer im schlesischen Oderstädtchen Auras / Kreis Wohlau von 1840 bis 1857. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015, S. 265–294, hier: S. 289.</ref> gebaute Evangelische Stadtkirche, errichtet zwischen 1860 und 1862.<ref name="prusice"/>

Verkehr

Das Dorf liegt an der Woiwodschaftsstraße 339 (droga wojewódzka nr 339), die hier von Westen kommend in Richtung Norden abbiegt. Im Südwesten endet sie nach 15 Kilometern in Wołów (Wohlau), im Norden nach 12 Kilometern in Żmigród (Trachenberg). In Strupina beginnt die Woiwodschaftsstraße 342, die zuerst Richtung Osten führt, nach etwa drei Kilometern aber in südliche Richtung abbiegt, nach etwa 15 Kilometern durch Oborniki Śląskie (Obernigk) und dann weiter bis ins etwa 40 Kilometer entfernte Breslau führt.

In Breslau befindet sich mit dem Nikolaus-Kopernikus-Flughafen auch der nächstgelegene internationale Flughafen.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Meyers1909"> Meyers Großes Konversations-Lexikon, Stroppen, Band 19., Leipzig 1909, S. 130–131. Online: zeno.org </ref> <ref name="Pazyra"> Stanisław Pazyra, Miasta polskie w Tysiącleciu, Breslau/Warschau/Krakau 1965, Band 2, S. 587, hier nach Jakubhal, Polnische Wikipedia, 24. September 2006 </ref> <ref name="prusice">Vorlage:Webarchiv, abgerufen am 15. Oktober 2010</ref>

</references>

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