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Studentenfutter

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Studentenfutter

Studentenfutter (auch Studentenhaber von Haber, süddeutsch für Hafer, Pfaffenfutter, in der Schweiz auch Tutti Frutti) ist eine seit dem 17. Jahrhundert bekannte Bezeichnung für eine Mischung, die ursprünglich aus Rosinen und Mandeln bestand (amygdala cum uvis passis mixta<ref>Kaspar von Stieler: Der Teutschen Sprache Stammbaum und Fortwachs. Altdorf 1691, Spalte 526</ref>). Später wurde auch anderes Trockenobst und andere ungesalzene Nüsse zugefügt, darunter Cashewkerne, Paranüsse, Walnüsse oder Haselnüsse, sowie Erdnüsse.

Diese „Schleckerey deutscher Gymnasiasten und Burschen“<ref>Joseph König: Geist der Kochkunst, überarbeitet und herausgegeben von Carl Friedrich von Rumohr, Stuttgart/Tübingen 1822, S. 17.</ref> war durch die Verwendung der damals verhältnismäßig teuren Mandeln eher für finanziell gut gestellte Personenkreise zugänglich, woher die Bezeichnung Studenten- oder Pfaffenfutter herrührt. In Studentenkreisen nahm man an, dass insbesondere die Mandeln gegen einen Alkoholrausch oder Kater wirksam seien.<ref>Heinrich Caspar Abel: Wohlerfahrner Leib-Medicus der Studenten. Leipzig 1699 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv) (Neudruck 1980)</ref><ref>C. G. Silenus: Hortus injuriarum oder: Der feine Couleurbummel. Potopolis 2010, ISBN 978-3-8391-8786-9, S. 94.</ref>

Studentenfutter wurde auch als Arznei bei verschiedenen Erkrankungen verabreicht, bei denen eine Kräftigung vonnöten war. So ist auch unter der Bezeichnung Pfaffenfutter eine Zugabe von Gewürzen, kandierten Gewürzsamen und Süßholz beschrieben.<ref>Friedrich Kluge, Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage. 2002, ISBN 978-3-11-017473-1.</ref> Im scherzhaften, übertragenen Sinne bezeichnet Studentenfutter auch ein Bouquet an studentischen Utensilien, das eher weniger der Gesundheit dient, wie Bier und Tabak. In diesem Zusammenhang wird auch von Studentenconfect gesprochen.<ref>Musander: Der Studente in seinen Probe Jahren, Frankfurt am Main 1739.</ref>

In Frankreich kennt man die Variante der Quatre Mendiants mit einer ähnlichen Kombination aus Nüssen und Früchten. In den USA ist trail mix beliebt, der auch Erdnüsse und Schokolade enthält.

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

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