Sundsbarmvatnet
Vorlage:Infobox Stausee Sundsbarmvatnet (oder Sundsbarmvatn) ein Stausee in den Kommunen Seljord und Kviteseid in der norwegischen Provinz Telemark. Der See ist Teil des Flusssystems Seljordsvassdraget (auch Bø-System, nach dem Fluss Bøelva), das wiederum Teil des Skiensvassdraget ist. Der Stausee ist das Hauptreservoir für das Speicherkraftwerk Sundsbarn (Sundsbarm kraftverk) von Skagerak Kraft.
Beschreibung
Der etwa 11 Kilometer lange Stausee gliedert sich in zwei Teile, dem Mannerosfjorden im Norden und dem Gullnesfjorden im Süden, die durch einen schmalen Sund verbunden sind. Ende der 1960er Jahre wurden an jedem Teil ein Steinschüttdamm errichtet, der Dam Sanden am Südende des Gullnesfjorden und der Dam Manndøla am Ostufer des Mannerosfjorden, wo sich der natürliche Abfluss in den Manndalselvi befand; hier wurde auch die Hochwasserentlastung installiert. Das Stauziel befindet sich bei 612,2 moh. und das Absenkziel bei 574,2 moh. Der Speicherraum umfasst 212,5 Mio. m³, die maximale Tiefe beträgt beim Stauziel 105 Meter im Gullnesfjorden.<ref name="nve atlas" /> Der maximale Regulierungsbereich von 38 Metern wird nur im Südteil erreicht, da durch eine natürliche Schwelle im Sund der Mannerosfjorden nur auf 580 moh. abgesenkt werden kann.<ref name="Tvede" />
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Staudamm am südöstlichen Ende des Sees (Dam Sanden), Blick nach Süden, 2024
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Der Dam Manndøla am Ostufer des Nordteils, Blick nach Süden, 1986
Ein etwa 7 Kilometer langer Tunnel leitet das Wasser des Sees vom Südteil mit einer Fallhöhe von etwa 480 Metern zum Speicherkraftwerk Sundsbarm, das als Kavernenkraftwerk im Skorvefjell ausgeführt ist. Im Kraftwerk ist eine Francis-Turbine mit 103 MW installiert, der Auslass erfolgt in den Bøelva, der nach etwa einem Kilometer in den Seljordsvatn mündet (116 moh.).<ref name="Tvede">Arve M. Tvede: Temperatureand Flow Conditions in a Reservoir with a Submerged Outlet Tunnel During the Winter Period. In: Nordic Hydrological Conference. Reykjavik, August 1986, S. 399–406.</ref><ref>Kjell Løyland: Sundsbarm kraftverk. Tok 50 år å planlegge: Nå har kraftverket vært like lenge i drift. skageraknytt.no, 2. Oktober 2020, abgerufen am 12. April 2026 (norwegisch).</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />