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Sylwester Sembratowytsch

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Datei:Кардинал Сембратович.jpg
Sylwester Sembratowytsch, Metropolit von Lemberg
Datei:Coat of arms of Sylvester Sembratovych.svg
Kardinalswappen

Sylwester Sembratowytsch, auch Sembratovyc (

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Leben

Sylwester Sembratowytsch entstammte einer „ruthenischen“ Familie im heute polnischen Teil des Lemkenlands in den Beskiden. Damals gehörte seine Heimat zum Königreich Galizien und Lodomerien, das wiederum Teil des Kaisertums Österreich der Habsburger war. Bereits sein Vater Antoni war griechisch-katholischer Priester (für diese gilt keine Zölibatpflicht), ebenso sein Onkel Joseph Sembratowicz, der sogar Bischof und 1870 Erzbischof von Lemberg wurde. Nach Besuch des Gymnasiums in Przemysl ging Sylwester Sembratowytsch 1856 zum Studium nach Rom an das Päpstliche Griechische Kolleg vom Hl. Athanasius und das Päpstliche Athenäum Urbano de Propaganda Fide, wo er 1861 zum Doktor der Theologie promoviert wurde. Ebenfalls in Rom empfing er am 1. November 1860 im Alter von 24 Jahren die Priesterweihe.

Nach Galizien zurückgekehrt wurde er 1862 Vikar der griechisch-katholischen Pfarre in Florynka und im Jahr darauf Kaplan der Basilianerinnen sowie Katechet ihrer Schule in Slowita. Zudem war er von 1864 bis 1869 Studienpräfekt des griechisch-katholischen Seminars in Lemberg. 1864 wurde er zunächst als Lehrstuhlvertreter (Supplent) und 1869 als ordentlicher Professor der allgemeinen und speziellen Dogmatik an die Universität Lemberg berufen, wo er bis 1879 lehrte. In den akademischen Jahren 1872/73 und 1878/79 war er dort Dekan der Theologischen Fakultät. Er begründete 1870 die ukrainische theologische Zeitschrift Ruskij Sion, deren Redaktion er bis 1879 leitete.

Mit 42 Jahren, am 28. Februar 1879, wurde Sembratowicz zum Titularbischof von Iuliopolis und zum Weihbischof in der Erzeparchie Lemberg ernannt. Die Bischofsweihe erfolgte durch seinen Onkel Joseph Sembratowicz in der Sankt-Georgs-Kathedrale in Lemberg am 20. April 1879; Mitkonsekratoren waren Franciszek Ksawery Wierzchlejski, Erzbischof von Lemberg des Lateinischen Ritus, und Jan Stupnyckj, griechisch-katholischer Bischof von Przemyśl.

Nach dem Rücktritt seines Onkels Joseph 1882 wurde Sylwester Sembratowytsch als Apostolischer Administrator der Erzeparchie Lemberg eingesetzt. Zwei Jahre später – am 27. März 1885 – wurde er dann selbst zum neuen Erzbischof von Lemberg und damit zum Metropoliten der griechisch-katholischen Kirche Galiziens ernannt. Kraft seines Amtes als Lemberger Metropolit verfügte er über eine Virilstimme im Galizischen Landtag, von 1883 bis 1897 war er dort stellvertretender Landmarschall. Sembratowytsch reformierte den griechisch-katholischen Basilianerorden (mit Hilfe der Jesuiten), gab Gebetbücher in der Volkssprache Ukrainisch heraus und hielt 1891 eine Provinzialsynode der griechisch-katholischen Kirche Galiziens ab.

Politisch befürwortete er den gemäßigten Flügel der nationalen „ruthenischen“ (d. h. ukrainischen) Bewegung in der Habsburgermonarchie. In Zusammenarbeit mit dem galizischen Statthalter Kasimir Felix Badeni versuchte er einen Ausgleich zwischen Ruthenen und Polen in Galizien herzustellen. Er vertrat ein eigenständiges ukrainisches Nationalbewusstsein, dass sich weder an Polen noch an Russen anlehnen sollte. Die russophile Richtung innerhalb des Klerus, die einen Wiederanschluss an die orthodoxe Kirche anstrebte, lehnte er entschieden ab und verteidigte stattdessen die Union mit der römischen Kirche.

Papst Leo XIII. ernannte ihn 1894 zum päpstlichen Thronassistenten und erhob ihn am 29. November 1895 zum Kardinal. Er wurde zum Kardinalpriester mit der Titelkirche Santo Stefano al Monte Celio ernannt.

Sylwester Kardinal Sembratowicz starb am 4. August 1898, im 61. Lebensjahr stehend, in Lemberg und wurde in der dortigen Sankt-Georgs-Kathedrale beigesetzt.

Literatur

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Weblinks

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