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Synaxis

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Datei:Synaxis of the Theotokos (15th c., P.Korin's house-museum).jpg
Ikone mit der Synaxis der Theotokos (Pskow, 15. Jahrhundert).

Synaxis (Vorlage:GrcS; Kirchenslawisch: собор, sobor) ist in der Östlichen Christenheit (der Orthodoxen Kirche und den mit der römisch-katholischen Kirche unierten Ostkirchen) eine Versammlung zu liturgischen Zwecken, normalerweise zum Zelebrieren von Vespern, Matutinen und der Göttlichen Liturgie.

Festtag

In Konstantinopel versammelten sich Klerus und die Gläubigen oftmals an Festtagen an einer Kirche, die dem jeweiligen Heiligen des Festtages geweiht war, zu einer liturgischen Zeremonie. Eine solche Versammlung nannte man synaxis (Plural synaxeis). Die synaxeis wurden später mit speziell für den jeweiligen Festtag geschriebenen Liturgien ausgestattet. Eine Synaxis findet oft am Folgetag eines größeren Fests zu Ehren der als Nebenpersonen an diesem Festtagsmysterium beteiligten Heiligen statt. Zum Beispiel wurden Gottesdienste an Epiphanias (der Offenbarung der Heiligen Dreifaltigkeit Trinitas bei der Taufe Jesu im Fluss Jordan) in der Hagia Sophia gehalten; am nächsten Tag wurde darauf eine Synaxis zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers an der ihm geweihten Kirche gehalten. Mit der Zeit verbreiteten sich die Synaxeis und werden heute in jeder Kirche gefeiert.<ref>Zum Beispiel werden an den ersten drei Werktagen der Heiligen und Hohen Woche (Karwoche) im Orthros genannt: am Montag Joseph und der unfruchtbare Feigenbaum, am Dienstag die zehn Jungfrauen aus dem Evangelium und am Mittwoch die Sünderin, die Jesu Füße mit Myron salbte.</ref> Die Nennung der Heiligen der Synaxis in der Liturgie geschieht im Synaxarion.

Synaxis kann auch das gemeinsame Andenken an mehrere Heilige meinen, wie z. B. die Synaxis der Siebzig Jünger. Jeder Apostel verfügt zwar über seinen individuellen Heiligentag, doch wird bei der Synaxis ihrer aller gedacht.

Die meisten Synaxeis werden um die zeitlich festgelegten Feste des orthodoxen Kalenders stets am gleichen Tag gehalten, andere finden immer am Sonntag nach dem spezifischen Datum statt. Andere Synaxeis werden im Osterzyklus gefeiert und bewegen sich deshalb im Einklang mit Ostern im Kalender vor und zurück.

Die verschiedenen Termine

Synaxeis nach dem byzantinischen Ritus

Die folgenden Synaxeis werden universell im byzantinischen Ritus befolgt:

Synaxen bei lokalen Bräuchen

Es gibt auch Synaxeis, die sich an lokalen Bräuchen ausrichten:

Versammlung

Eine Synaxis ist eine Gruppe von kirchlichen Würdenträgern – besonders in der Orthodoxen Kirche – die sonst eine Synode bilden würden, wenn kein vorsitzender Patriarch die Versammlung leitet.

Da sie die Oberherrschaft des Lateinischen Patriarchats von Konstantinopel nach dem Konzil von Florenz nicht anerkannten, wurden die Kleriker, die das Konzil und die dort vereinbarte Kirchenunion ablehnten, die Synaxis genannt. Unter ihnen war der bekannteste und einflussreichste der Mönch Gennadios, besser bekannt als Georgios Scholarios, der später Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel wurde.

Siehe auch

Weblinks

  • {{#if: Adrian Fortescue | Adrian Fortescue: |{{#if: | {{{3}}}: }}}}{{#if: Synaxis | Synaxis. In: | Eintrag] in der}} Catholic Encyclopedia{{#if: 14 |, Band 14|}}{{#if: |, New York|, Robert Appleton Company, New York}} {{#switch:14
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Einzelnachweise

<references/>