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Töpferwespen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Töpferwespen
Datei:Eumenes pomiformis01.jpg

Eumenes pomiformis

Systematik
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Teilordnung: Stechimmen (Aculeata)
Überfamilie: Vespoidea
Familie: Faltenwespen (Vespidae)
Unterfamilie: Solitäre Faltenwespen (Eumeninae)
Gattung: Töpferwespen
Wissenschaftlicher Name
Eumenes
Latreille, 1802
Untergattungen
  • Eumenes
  • Zeteumenoides
Datei:Potter wasp nest 6734.jpg
Nest einer Töpferwespe

Bei den Töpferwespen (Eumenes), auch als „Pillenwespen“ bezeichnet, handelt es sich um eine Gattung der Solitären Faltenwespen. Das Taxon wurde 1802 von dem französischen Entomologen Pierre André Latreille eingeführt.<ref name="gbif" />

Namensherkunft

Der Gattungsname leitet sich von dem aus dem Altgriechischen stammenden (maskulinen) Begriff Εὐμένης (Euménēs) ab mit der Bedeutung „gnädig, freundlich, mit ruhigem Gemüt“.<ref name="bugguide" /> Der Begriff setzt sich aus den Wortteilen für „gut“, ménos für „Geist“ und -es, ein Suffix, das ein Adjektiv in ein Substantiv umwandelt, zusammen.<ref name="bugguide" /> Eumenes ist weiterhin der Name mehrerer historischer Figuren.<ref name="bugguide" />

Es gibt noch eine feminine Form Εὐμενίς (Eumenís), die gelegentlich als Namensherkunft der Gattung genannt wird.<ref name="bugguide" /> Die Gattung ist jedoch maskulin.<ref name="bugguide" />

Lebensweise

Das Weibchen baut aus einem Lehmgemisch einzelne Brutzellen, die auf Holz oder Stein aufgesetzt oder an Pflanzenstängeln gehängt werden. In die Brutzelle wird ein Ei abgelegt.

Anschließend geht das Weibchen auf Jagd, betäubt die Beute (Schmetterlingsraupen, Käferlarven und andere Insektenlarven) mit einem Stich ihres Stachels und trägt sie dann fliegend zum Nest. Abschließend wird die Zelle komplett verschlossen.

Datei:Eumenes sp. feeding a caterpillar.jpg
Töpferwespe (Eumenes sp.) schiebt eine Raupe in ihr Nest.

Verbreitung

Die Gattung Eumenes ist fast weltweit verbreitet.<ref name="Achterberg2023" /><ref name="gbif" />

Innere Systematik

Die Gattung Eumenes umfasst etwa 106 beschriebene Arten sowie 46 Unterarten.<ref name="Achterberg2023" /> Die Gattung wird in zwei Untergattungen gegliedert: Die Untergattung Eumenes beinhaltet u. a. alle europäischen Arten;<ref name="Achterberg2023" /> die kleine in der Neotropis verbreitete Untergattung Zeteumenoides <templatestyles src="Person/styles.css" />Giordani Soika, 1972 beinhaltet Arten mit einem sehr schlanken ersten metasomalen Tergit.<ref name="Achterberg2023" />

Arten in Deutschland

In Deutschland ist die Gattung Eumenes mit 8 Arten vertreten.<ref name="gbif" />

  • Eumenes coarctatus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758) – Westpaläarktis, Mittlerer Osten, Sibirien
  • Eumenes coronatus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Panzer, 1799) – Westpaläarktis
  • Eumenes mediterraneus <templatestyles src="Person/styles.css" />Kriechbaumer, 1879 – Westpaläarktis, Sibirien
  • Eumenes papillarius (<templatestyles src="Person/styles.css" />Christ, 1791) – Westpaläarktis
  • Eumenes pedunculatus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Panzer, 1799) – Westpaläarktis
  • Eumenes pomiformis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Fabricius, 1781) – Westpaläarktis, Korea
  • Eumenes sareptanus <templatestyles src="Person/styles.css" />André, 1884 – Westpaläarktis
  • Eumenes subpomiformis <templatestyles src="Person/styles.css" />Bluethgen, 1938 – Westpaläarktis

Weitere Arten in Europa

In Europa kommen insgesamt 13 Arten vor.<ref name="Achterberg2023" /> Neben den 8 in Deutschland vorkommenden Arten sind dies:<ref name="gbif" />

  • Eumenes cyrenaicus <templatestyles src="Person/styles.css" />Bluethgen, 1938 – Nordafrika, Südspanien, Malta, Sizilien
  • Eumenes dubius <templatestyles src="Person/styles.css" />Saussure, 1852 – Mittelmeerraum, Schwarzmeerregion
  • Eumenes punctaticlypeus <templatestyles src="Person/styles.css" />Giordani Soika, 1943 – Mittelmeerraum, Schwarzmeerregion
  • Eumenes sardous <templatestyles src="Person/styles.css" />Guiglia, 1951 – Korsika, Sardinien
  • Eumenes tripunctatus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Christ, 1791) – Halbinsel Krim, Sibirien

Siehe auch

Einzelnachweise

<references> <ref name="Achterberg2023">Cornelis van Achterberg, John T. Smit, Toshko Ljubomirov: Review of the European Eumenes Latreille (Hymenoptera, Vespidae) using morphology and DNA barcodes, with an illustrated key to species. In: ZooKeys 1143. 2023, S. 93–163, abgerufen am 12. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="bugguide">Genus Eumenes. In: bugguide.net. Iowa State University, Dept. of Plant Pathology, Entomology, and Microbiology, abgerufen am 12. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="gbif">Vorlage:Gbif.org</ref> </references>

Weblinks

Commons: Eumenes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien