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TSV Bayer 04 Leverkusen (Handball)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bayer 04 Leverkusen
Bayer 04 Leverkusen Handball
Voller Name TSV Bayer 04 Leverkusen
Abkürzung(en) Bayer 04
Spitzname(n) Die Elfen
Werkselfen
Gegründet 1. Juli 1904
Vereinsfarben schwarz / rot
Halle Ostermann-Arena
Plätze 3.500
Präsident Klaus Beck
Trainer Sybille Gruner
Liga Handball-Bundesliga Frauen
2024/25
Rang 12. Platz
DHB-Pokal Achtelfinale
Website werkselfen.de

Der TSV Bayer 04 Leverkusen, dessen erste Handballmannschaft der Frauen zu Marketingzwecken den Beinamen Werkselfen trägt, spielt in der 2. Bundesliga. Der Bereich Handball, mit den Werkselfen als Aushängeschild, ist eine Abteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen. Der Verein ist mit zwölf Titeln Frauen-Rekordmeister des Deutschen Handballbundes und mit neun Siegen Rekordsieger im DHB-Pokal der Frauen. Den Titel „Deutscher Rekordmeister“ und „Deutscher Rekordpokalsieger“ beansprucht jedoch auch der HC Leipzig für sich, der inklusive der in der DDR gewonnenen Titel auf insgesamt 23 nationale Meisterschaften und 9 Pokalsiege kommt.

Geschichte

Mitte der 1920er Jahre fand der Handballsport in der Sportvereinigung Leverkusen 04 seinen Anfang und im Sommer 1930 trugen die Damen- und Jugendmannschaften die ersten Spiele aus. Einen internationalen Titel, zwölf Meisterschaften und neun Pokalsiege gewannen die Rheinländerinnen bislang. Dabei gelang ihnen jeweils mindestens eine Titelverteidigung. Die erste Nationalspielerin aus Leverkusen war Wally Fischer, die gemeinsam mit der späteren Nationalspielerin Gisela Hoey insgesamt vier Titel an den Rhein holte. Zwischen 1979 und 1987 folgte dann die Hochzeit für Bayer Leverkusen. Acht Meisterschaften und sechs Pokalsiege holte die Mannschaft in neun Spielzeiten. Zweifelloser Höhepunkt war das Erreichen des Finales im Europapokal der Landesmeister, der heutigen Champions League, welches allerdings klar 16:22 und daheim 19:20 gegen Radnički Belgrad verloren wurde, die bereits das fünfte Finale in Folge bestritten hatten.

Seit 1975 im Verein ist die ehemalige Kreisläuferin Renate Wolf, die mittlerweile Managerin der Handballabteilung ist und von 1996 bis 2012 auch die Trainerin war. Sie übernahm das Traineramt von Norbert Gwiozda und führte den Verein zu zwei Pokalsiegen und zum Challenge-Cup-Gewinn, welcher den vierthöchsten Pokal im europäischen Handball darstellt.

Organisatorisch geführt wird die Abteilung durch einen Abteilungsvorstand. Den Vorsitz hält seit 2005 (mit einer einjährigen Unterbrechung) Dietmar Bochert, der in dieser Funktion zudem dem Gesamtvorstand des Hauptvereins angehört. Stellvertreter sind Handball-Legende und Rechtsanwalt Andreas Thiel sowie der ehemalige Ford-Manager Hans Frenger. Kassenführer ist Bernhard Claus. Weitere Mitglieder des Vorstands sind Jugend-Geschäftsführerin Conny Krüger, Frauenwart Wally Fischer, Ältestenrat Gesine Küster und Männerwart Carsten Gerdes.

Bayer 04 Leverkusen gehörte ab der Gründung der Bundesliga 1975 durchgehend der höchsten deutschen Spielklasse an. Diese Serie wurde jedoch zwischenzeitig durch den Rückzug vom Hauptsponsors des Hauptvereins, der Bayer AG, bedroht. Dadurch geriet das Budget in Schieflage. Mehrere prominente Persönlichkeiten setzen sich für den Verbleib des Teams in der 1. Bundesliga ein. Darunter der Torwarttrainer Andreas Thiel.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Existenz der Elfen ist bedroht (Memento vom 15. Februar 2010 im Internet Archive)</ref> Am 27. Februar 2010 wurde bekannt, dass die Bayer AG eine einmalige Zahlung zur Rettung bereitstellen wird und somit der Bundesliga-Handball sichergestellt ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bayer AG rettet die Elfen (Memento vom 9. August 2011 im Internet Archive)</ref> Im Jahr 2025 stieg die Frauenmannschaft nach 50 Jahren Bundesligaangehörigkeit erstmals ab.<ref>handball-world.news: Zwickau schlägt Leverkusen und bleibt erstklassig, abgerufen am 25. Mai 2025</ref>

Erfolge

Der Kader 2025/26

Datei:2024-09-01 Handball DHB-Pokal VfL Waiblingen - Bayer Leverkusen by mroptimax-1.jpg
Mannschaft der Saison 2024/25 nach der ersten Runde im DHB-Pokal
Nr. Nat. Name Position Geburtstag Größe seit Letzter Verein
28 DeutscheDeutschland Jana Theobald TW 28.04.2006 1,68 m
52 DeutscheDeutschland Merle Muth TW 26.02.2007 1,82 m 2025 Borussia Dortmund
95 KroatinDatei:Flag of Croatia.svg Nela Žužić TW 30.08.1995 1,83 m 2025
02 DeutscheDeutschland Annika Ingenpaß KM 08.08.1996 1,77 m 2023 HSG Bad Wildungen
03 DeutscheDeutschland Dana Gruner LA 07.03.2000 1,60 m 2025 BSV Sachsen Zwickau
05 NiederländerinNiederlande Veerle Heebing RL 09.10.2003 1,84 m 2025 Cabooter Fortes Venlo
06 DeutscheDeutschland Astrid Richartz RL 25.03.2006 2021 Bergischen HC
07 DeutscheDeutschland Lea Flohr RL 17.03.2002 1,76 m 2025 HSC Kreuzlingen
09 DeutscheDeutschland Jessy-Marlonne Souza RL 04.11.2007 2023 HSG Wittlich
10 DeutscheDeutschland Sophia Cormann RM 16.08.2002 1,67 m 2017 BTB Aachen
11 DeutscheDeutschland Mia Cruzado RM 01.07.2006 1,73 m 2021 HSV Solingen Gräfrath
15 DeutscheDeutschland Leah Kreiselman LA 15.03.2006 2022 HB Museldall
19 NiederländerinNiederlande Denise Mol RR 09.10.2001 1,83 m 2025 SEW Westfriesland
24 NiederländerinNiederlande Britt van der Baan RA 24.08.2001 1,70 m 2025 Frisch Auf Göppingen
27 DeutscheDeutschland Luise Gruber RA 18.04.2007 1,68 m 2023 ESV 1927 Regensburg
77 DeutscheDeutschland Hannah Wirth RA 01.09.2006 1,73 m 2022 Bergischer HC
DeutscherDeutschland Sybille Gruner Trainerin 18.05.1969 2025
DeutscherDeutschland Svenja Huber Co-Trainerin 23.10.1985 1,68 m 2023

Zugänge 2025/26

Abgänge 2025/26

Zugänge 2026/27

Abgänge 2026/27

Jugend

Die weibliche A-Jugend wurde 2013, 2014, 2015, 2018 und 2022 Deutsche Meister.<ref>bundesligainfo.de: wA-Jugend Meisterschaft</ref> Die Vize-Meisterschaft wurde 2016, 2017, 2019 und 2021 erreicht.

Männerabteilung

Die Feldhandball-Mannschaft von Bayer Leverkusen gewann 1956 die Deutsche Meisterschaft. 1955 und 1959 stand die Elf zudem im Meisterschaftsendspiel.<ref>Webers, handballdaten.de: Deutsche Meister Feldhandball ab 1931 (Männer) (abgerufen am 3. Dezember 2013)</ref> Im Zeitraum von 1956 bis 1959 wurde der Verein außerdem vier Mal in Folge Westdeutscher Meister und gewann zwischen 1952 und 1961 acht Mal den Titel in der Mittelrheinliga, welche die höchste Spielklasse im normalen Ligabetrieb darstellte.

Im Hallenhandball konnten zeitgleich ähnliche Erfolge verbucht werden, auch wenn nie der ganz große Wurf gelang: Vier westdeutsche Meistertitel (1959–61 und 1964)<ref>Webers, handballdaten.de: Meister der Regionalverbände 1947-1981 (Männer/Halle) (abgerufen am 3. Dezember 2013)</ref> berechtigten jeweils zur Teilnahme an den Endrunden zur Deutschen Meisterschaft, bei diesen Turnieren war der dreimal erreichte vierte Platz der größte Erfolg der Leverkusener.<ref>Webers, handballdaten.de: Platzierungen bei Endrunden zur Deutschen Meisterschaft 1948-1966 (Männer/Halle) (abgerufen am 3. Dezember 2013)</ref> Auf Ebene der Verbandsliga Mittelrhein, auch im Hallenhandball bis zur Gründung der Bundesliga 1966/67 die höchste deutsche Spielklasse, wechselte sich Leverkusen regelmäßig mit dem VfL Gummersbach im Titelerfolg ab und wurde dabei zwischen 1951 und 1964 sechsmalig Verbandsmeister.<ref>Webers, handballdaten.de: Landesmeister im Westdeutschen HV 1950-1966 (Männer/Halle) (abgerufen am 3. Dezember 2013)</ref> 1978/79 und 1980 bis 1982 spielte Bayer Leverkusen in der Handball-Bundesliga der Männer.<ref>Webers, handballdaten.de: Saisonbilanzen Bundesligen und Regionalliga Männer seit 1966 (abgerufen am 3. Dezember 2013)</ref> Anschließend spielte die Mannschaft zwölf Jahre lang in der 2. Bundesliga. 1989 konnte man den Weltmeister von 1982 Raimondas Valuckas verpflichten. 1994 erfolgte der Rückzug aus finanziellen Gründen. Nach mehr als einem Jahrzehnt des Spielbetriebs auf Landesverbandsebene wurde die erste Männermannschaft in der Saison 2007/08 aus der Landesliga (6. Liga) zurückgezogen. Die Herrenmannschaft hat sich aufgelöst.(Stand 2019)

Weblinks

Commons: TSV Bayer 04 Leverkusen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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