Tabouillot
Tabouillot, in Deutschland teilweise von Tabouillot genannt von Scheibler, ist ein französisches Adelsgeschlecht. Die Familie stammt aus Regret bei Verdun. Mitglieder der Familie leben in Deutschland, Spanien und Skandinavien.
Geschichte
Antoine Charles Louis de Tabouillot (* 1775 in Verdun, † 1813), Sohn des conseiller du roi Louis François de Tabouillot (1733–1806) und der Anne de Grand-Fèvre (1747–1794), floh während der Französischen Revolution im Jahre 1793 nach Preußen. Das Eigentum der Familie wurde beschlagnahmt und die Mutter im Jahre 1794 in Paris guillotiniert. Louis de Tabouillot wurde 1795 Leutnant in der Preußischen Armee und verließ den Dienst 1810 als Hauptmann. 1811 wurde er Bürgermeister in Essen. Louis de Tabouillot heiratete 1802 Philippina Johanna von Brüning (1777–1835). Ihr Sohn war Franz Georg Karl Wilhelm von Tabouillot (* 1803), der Richter in Münster wurde. Er war mit Karoline Luise Alexandrine von Scheibler verheiratet. Sie war eine Nachkommin des Philosophen Christoph Scheibler (1589–1653). Die Familie erhielt am 29. Juni 1868 die preußische Genehmigung zur Namens- und Wappen-Vereinigung und nannte sich fortan von Tabouillot genannt von Scheibler,<ref>Rudolf Graf Stillfried von Alcantara und Rattonitz: Verzeichnis der seit dem Bestehen des Kgl. Preuß. Heroldsamtes (1855) erfolgten Standeserhöhungen, Adelsbestätigungen und Namensvereinigungen nebst Beschreibung der verliehenen Wappen. Separat-Ausgabe, Hrsg. Herold (Verein), Mitscher & Röstell, Berlin 1875, S. 50.</ref><ref>(Redantur) Schwieger: Königlich Preußischer Staats-Anzeiger, 1869, №. 166, R. (L.). v. Decker, Berlin, Montag den 19. Juli Abends 1869, S. 2901.</ref> gegeben zu Schloß Babelsberg.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1908, 2. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha November 1907, S. 898.</ref> Ihr einziger Sohn war Premierleutnant Ferdinand Franz Ludwig Heinrich Johann von Tabouillot gen. von Scheibler (1840–1869), der schon mit 29 Jahren starb.
Mitglieder der Familie Tabouillot leben in Deutschland, Spanien und Skandinavien. Einige Mitglieder der Familie (im Mannesstamm) verwenden den norwegischen Nachnamen Haagaas.
Wappen
Das ursprüngliche Wappen wird in Französisch wie folgt blasoniert: d'argent, à la fasce d’azur, chargée de troi étoiles, d’argent, accompagné, en chef, d'un cor de chasse, et en pointe, d’une gerbe de blé, de sable.<ref>Emmanuel Michel: "Tabouillot," Biographie du Parlement de Metz, Nouvian, Metz 1835, S. 509.</ref><ref>Jean François Louis Jeantin: Manuel de la Meuse: histoire de Montmédy et des localités meusiennes de l'ancien comté de Chiny. Répertoire général des communes, villages, hameaux et autres écarts, anciennes censes-fiefes, principaux lieux dits et familles historiques de chaque localité, Vol. 2, S. 1299, Veuve Raybois, 1862.</ref>
Wappen derer von Tabouillot gen. von Scheibler ab 1858: Im roten, mit drei (2:1) runden silbernen Scheiben belegten Schilde ein golden-bewehrter schwarzer Adler mit Brustschild: in Silber ein mit drei silbernen Sternen belegter blauer Balken, begleitet oben von einem schwarzen Jagdhorne und unten von einer schwarzen Garbe. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender geharnischter Schwertarm zwischen offenem schwarzem Fluge.<ref>"von Tabouillot und von Tabouillot genannt von Scheibler," In: Marcelli Janecki: Handbuch des Preußichen Adels, Band 2, Berlin 1893, S. 570.</ref>
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Wappen derer von Tabouillot gen. v. Scheibler seit 1858
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Wappen derer von Tabouillot gen. v. Scheibler seit 1858 mit Helmzier
Stammtafel
Literatur
- v. Tabouillot und v. Tabouillot gen. v. Scheibler. In: Christoph Franke, Klaus von Andrian-Werburg et al.: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band XIV. Band 131 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag. Limburg (Lahn) 2003. {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0435-2408|0}}{{#ifeq:1|0|[!]
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- Tabouillot gen. von Scheibler. In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1931, 23. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Ende September 1930, S. 653.
- Tabouillot gen. von Scheibler, In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1913, 7. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Anfang November 1912, S. 795 f.
- Tabouillot gen. von Scheibler, In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1910, 4. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Ende Oktober 1909, S. 814.
- Tabouillot gen. von Scheibler, In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1909, 3. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Ende Oktober 1908, S. 812.
- Tabouillot gen. von Scheibler, In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1907, 1. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 20. November 1906, S. 768.
- v. Tabouillot und v. Tabouillot gen. v. Scheibler. In: Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. Band II, E. S. Mittler und Sohn, Berlin 1893, S. 570.
- Emmanuel Michel: Tabouillot. Biographie du Parlement de Metz. Nouvian, Metz 1835, S. 509.
Einzelnachweise
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