Telefónica Deutschland Holding
| Telefónica Deutschland Holding AG
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|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Telefónica Deutschland 2021 logo (2).svg | |
| Rechtsform | AG |
| ISIN | DE000A1J5RX9 |
| Gründung | 1995<ref name="TD-Geschichte">Telefónica Germany GmbH & Co. OHG: Die Geschichte von Telefónica Deutschland. In: www.telefonica.de. Abgerufen am 8. November 2019.</ref> |
| Sitz | München, [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Deutschland |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 7.800<ref>[1], PDF-Datei, abgerufen am 10. März 2026</ref> |
| Umsatz | 8,172 Mrd. Euro<ref>[2], PDF-Datei, abgerufen am 10. März 2026</ref> |
| Branche | Telekommunikation |
| Website | www.telefonica.de |
| Stand: 10. März 2026 | |
Die Telefónica Deutschland Holding AG mit Sitz in München ist ein Telekommunikationsunternehmen der Telefónica-Gruppe. Es vertreibt vor allem unter der Kernmarke O2 Mobilfunk- und Festnetzanschlüsse. Die Unternehmensgruppe<ref name="Gruppe">Sie besteht aus der Holding (Telefónica Deutschland Holding AG) und ihren Tochtergesellschaften. Siehe Telefónica Deutschland Holding AG: Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018. Veröffentlicht im Bundesanzeiger am 21. März 2019.</ref> betreut 38,3 Millionen Mobilfunk-<ref>Bundesnetzagentur: Teilnehmerentwicklung im Mobilfunk. Abgerufen am 22. November 2025.</ref> sowie 2,4 Millionen Breitbandanschlüsse<ref>Strategie & Fakten. In: Telefónica Deutschland. Abgerufen am 23. Juni 2024.</ref> und ist, wie auch Telekom Deutschland, Vodafone und 1&1 ein Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland.
Geschichte
Gründungsjahre
Das Unternehmen ging aus dem 1995 gegründeten Mobilfunkunternehmen VIAG Interkom hervor. Damals hielten VIAG und BT Group jeweils 45 Prozent der Unternehmensanteile, 10 Prozent lagen bei Telenor.<ref>Telefónica Deutschland. In: General-Anzeiger, 24. Juli 2013.</ref><ref>Christian Rabanus: British Telecom übernimmt die Kontrolle über Viag Interkom. In: Heise online. 17. August 2000, abgerufen am 11. November 2019.</ref> Die Lizenz zum Aufbau eines GSM-Netzes erhielt das Unternehmen zwei Jahre später.<ref>Stichwort: GSM. In: Handelsblatt (online). 8. Mai 2001, abgerufen am 11. November 2019.</ref> Im August 2000 erwarb die Gesellschaft für 16,52 Mrd. DM eine von insgesamt sechs UMTS-Lizenzen.<ref name=":5">Bundesnetzagentur: UMTS-Versteigerungsverfahren abgeschlossen. In: www.bundesnetzagentur.de. 18. August 2000, abgerufen am 11. November 2019 (Pressemeldung).</ref> Im selben Jahr übernahm die BT Group die Anteile von Telenor und kündigte auch die Übernahme der Anteile an, die E.ON hielt, der Rechtsnachfolger von VIAG.<ref>Elmar Gerum, Insa Sjurts, Nils Stieglitz: Der Mobilfunkmarkt im Umbruch. Eine innovationsökonomische und unternehmensstrategische Analyse. Deutscher Universitätsverlag, Wiesbaden 2003, ISBN 3-89129-800-5 (eingeschränkte Vorschau des Nachdrucks von 2005 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Die BT Group trennte 2001 den Mobilfunk vom übrigen Geschäft und nannte ihn mmO2.<ref>Kieren McCarthy: BT releases its demerger plans. In: The Register. 24. September 2001, abgerufen am 11. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>BT to spin off MMO2. In: BBC News. 18. November 2001, abgerufen am 11. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Daraufhin wurde im Jahr 2002 der Name VIAG Interkom zu O2 Germany angepasst.<ref name="Computerwoche-2012-11-09">Christian Merten: Die wechselvolle Geschichte von O2. In: Computerwoche. 9. November 2012, abgerufen am 11. November 2019.</ref>
Übernahme durch Telefónica, S.A. und Börsengang
2006 übernahm die spanische Telefongesellschaft Telefónica im Zuge ihrer Expansionsstrategie in Europa O2 mit deren Töchtern in Deutschland, Großbritannien und Irland für insgesamt 17,7 Mrd. Pfund Sterling.<ref>Olive Classe, aktualisiert von Christina M. Stansell und M. L. Cohen: Telefóncia S.A. In: International Directory of Company Histories. Bd. 108, St. James Press, Farmington Hills, Michigan, 2010, S. 475–482 (englisch).</ref> Auf der Internationalen Funkausstellung 2007 stellte O2 Germany seine Discountmarke Fonic vor.<ref name="HB-2007-08-30">O2-Billigmarke Fonic macht Druck. In: Handelsblatt (online). 30. August 2007, abgerufen am 11. November 2019.</ref> Ein Jahr später wurde aus O2 Germany die Telefónica O2 Germany.<ref name="Computerwoche-2012-11-09" />
2010 schloss das Unternehmen die ein Jahr zuvor bekanntgegebene Übernahme des Festnetz- und Internetanbieters HanseNet ab.<ref>Katharina Kort: Telefonica kauft Hansenet für 900 Millionen. In: Handelsblatt (online). 5. November 2009, abgerufen am 11. November 2019.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verkauf perfekt: HanseNet gehört jetzt zu Telefónica. ( vom 26. März 2010 im Internet Archive; PDF) auf: alice-dsl.de</ref> Im selben Jahr ersteigerte das Unternehmen für 1,38 Mrd. Euro LTE-Frequenzen.<ref name=":6">Bundesnetzagentur: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Frequenzvergabeverfahren 2010. ( vom 24. August 2018 im Internet Archive), abgerufen am 11. November 2019.</ref> Eine weitere Umfirmierung folgte am 1. April 2011. Das Unternehmen hieß nun Telefónica Deutschland.<ref>Diana Künstler: Telefónica wird Unternehmensname in Deutschland. In: Funkschau (online). 17. Februar 2011, abgerufen am 11. November 2019.</ref>
Am 30. Oktober 2012 erfolgte der Börsengang von Telefónica Deutschland mit einem Ausgabepreis von 5,60 Euro.<ref>Aktie von O2 schafft ordentliches Debüt. In: Manager Magazin. 30. Oktober 2012, abgerufen am 13. Dezember 2023.</ref> Der spanische Mutterkonzern veräußerte damit einen Minderheitsanteil (rund 23 Prozent) des Unternehmens.<ref>Thomas Heuzeroth: Telefónica versilbert Tochter O2 an der Börse. In: Die Welt (online). 16. Oktober 2012, abgerufen am 11. November 2019.</ref> In diesem Zusammenhang entstand im September 2012 durch Rechtsformwechsel die Telefónica Deutschland Holding AG aus der Telefónica Germany Verwaltungs GmbH.<ref>Telefónica Deutschland Holding AG (vormals: Telefónica Germany Verwaltungs GmbH): Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012, veröffentlicht am 30. August 2013 im Bundesanzeiger.</ref> Der Börsengang war der größte an der Frankfurter Börse seit 2007.<ref>Telefónica Deutschland gelingt Debüt. Dax legt 1,1 Prozent zu – New Yorker Börsen am Mittwoch wieder geöffnet. In: Börsen-Zeitung, 31. Oktober 2012.</ref> Im März 2013 wurde die Aktie von Telefónica Deutschland Holding AG in den TecDAX aufgenommen, im September 2018 erfolgte erstmals die Aufnahme in den MDAX.<ref>Nikolaus Hammerschmidt: Großoffensive im Mobilfunkmarkt. Telefónica Deutschland. In: Börse Online, 21. März 2013.</ref><ref name="MM-2018-09-24">Wirecard im Dax, 13 TecDax-Werte im MDax. In: Manager Magazin. 14. September 2018, abgerufen am 13. November 2019.</ref>
Zusammenschluss mit E-Plus und Netzkonsolidierung
Vier Monate nach dem Börsengang berichtete die Presse, dass das Unternehmen seinen Wettbewerber E-Plus übernehmen wolle.<ref>O2 übernimmt E-Plus. Die wichtigsten Fakten zur Mobilfunk-Fusion. In: Wirtschaftswoche (online). 23. Juli 2013, abgerufen am 11. November 2019.</ref> Durch den Zusammenschluss der damals viert- und drittgrößten Mobilfunkanbieter entstand der nach Anschlüssen größte Mobilfunkanbieter Deutschlands.<ref>Stephan Bauer: Großzügig kalkuliert. In: Euro am Sonntag, 27. Juli 2013.</ref> Der anfängliche Widerstand von Carlos Slim, einem wichtigen Anteilseigener des niederländischen E-Plus-Mutterunternehmens KPN, war im August 2013 überwunden.<ref>América Móvil begnügt sich mit einem Viertel. KPN gibt Widerstand gegen Verkauf von E-Plus an Telefónica Deutschland auf. In: Der Standard, 27. August 2013.</ref> Mitte 2014 stimmte die Europäische Kommission dem Verkauf unter Auflagen zu. Dazu zählten die Abtretung von 30 Prozent der Netzkapazitäten, eines Radiowellenspektrums und bestimmte Vermögenswerte. KPN erhielt für den Verkauf 8,6 Mrd. Euro, 5 Mrd. Euro davon in Geldmitteln.<ref>Übernahme genehmigt. O2 darf E-Plus schlucken. In: Wirtschaftswoche, 2. Juli 2014.</ref><ref>Brüssel läutet Konsolidierung im Mobilfunk ein. Telefónica Deutschland darf E-Plus unter Auflagen übernehmen – Zugangschancen für neue Konkurrenten sollen erhalten bleiben. In: Börsen-Zeitung, 3. Juli 2014.</ref><ref>Verschmelzung von O2 und E-Plus kostet 1600 Jobs. In: Berliner Morgenpost, 18. Oktober 2014.</ref> Im Februar 2019 forderte die EU-Kommission die Einhaltung aller Auflagen.<ref>EU-Kommission droht Telefónica mit Strafe. In: Die Welt. 22. Februar 2019, abgerufen am 14. Januar 2020.</ref>
Nach Meinung von Experten stellte nach 2014 die physische Integration der beiden Mobilfunknetze eine erhebliche Herausforderung dar.<ref name=":7">Telefónica Deutschland ist 6,4 Milliarden Euro wert. In: Rheinische Post, 24. Juli 2013.</ref><ref name=":8">Telefónica-Statthalter Markus Haas. „Der bisherige Weg in Deutschland war falsch“ (Interview von Stephan Scheuer mit Markus Haas). In: Handelsblatt, 13. August 2018.</ref> Mit rund 25.000 Standorten handelte es sich um die zu diesem Zeitpunkt größte vollständige Netzintegration in Europa. Die Zusammenlegung wurde Ende 2018 abgeschlossen.<ref name=":13" /><ref name=":9">Telefónica Deutschland muss sparen. Stellenabbau in Netzsparte – Analysten: Dividende in Gefahr durch 5G-Auktion. In: Börsen-Zeitung, 9. April 2019.</ref><ref name=":14" /> Nach dem Zusammenschluss mit E-Plus stellte Telefónica Deutschland Mobilfunkmarken auf den Prüfstand: Die Discount-Marke Yourphone wurde 2014 an Drillisch veräußert.<ref>Telefónica Deutschland stößt Yourphone ab. Drillisch übernimmt Billigmarke mit 235.000 Kunden. In: Börsen-Zeitung, 15. November 2014.</ref> Simyo wurde als Marke aufgegeben, Blau übernahm bis Ende 2016 deren Kunden.<ref>Telefónica Germany GmbH & Co. OHG: Aus Simyo wird Blau. Abgerufen am 11. November 2018.</ref> Das Aus von E-Plus als Marke stand seit 2015 fest.<ref>„Die Marke E-Plus verschwindet“. In: RP Online. 12. Februar 2015, abgerufen am 11. November 2019 (Interview von Reinhard Kowalewsky mit Thorsten Dirks).</ref> Base wurde im Frühjahr 2019 aufgegeben, Bestandskunden wurden ebenfalls zu Blau migriert.<ref name="teltarif-2019-04-26">Markus Weidner: Ein Jahr nach Verkaufsstopp: Aus Base wird Blau. In: teltarif.de. 26. April 2019, abgerufen am 11. November 2019.</ref>
Bei der Frequenzversteigerung 2015 investierte Telefónica Deutschland 1,2 Mrd. Euro in weitere Mobilfunk-Frequenzen.<ref name=":10">Bundesnetzagentur: Frequenzversteigerung in Mainz beendet. In: www.bundesnetzagentur.de. 19. Juni 2015, abgerufen am 11. November 2019 (Pressemitteilung).</ref> 2015 verkaufte Telefónica Deutschland 7.700 Funkstandorte an die Telekom Deutschland.<ref name=":11">Telekom kauft 7.700 Mobilfunkmasten. In: Die Tageszeitung, 21. Juli 2015.</ref> Im Jahr darauf veräußerte das Unternehmen weitere 2.350 Sendemasten an eine Holding der Gruppe und mietete sie anschließend.<ref>Sendemasten bringen Mobilfunk-Anbieter Millionen ein. In: Wirtschaftswoche. 22. April 2016, abgerufen am 11. November 2019.</ref>
Delisting
Zwischen Dezember 2023 und Januar 2024 stockte die Telefónica-Gruppe ihren Aktienanteil an Telefónica Deutschland von rund 72 Prozent auf rund 93 Prozent auf.<ref>Telefónica will deutsche Tochter komplett übernehmen. In: Legal Tribune Online. 7. November 2023, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref> Nach rund zwölf Jahren an der Börse kündigte die Telefónica-Gruppe Anfang 2024 ein Übernahmeangebot über 2,35 Euro je Aktie für die verbleibenden Aktien an und läutete formell den Prozess für ein Delisting ein. Die Aktien wurden mit Ablauf des 18. April 2024 von der Frankfurter Wertpapierbörse delistet. Seit diesem Zeitpunkt können die Aktien nicht mehr an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden.<ref>Telefónica nimmt Deutschland-Tochter doch von der Börse. In: Handelsblatt (online). 8. März 2024, abgerufen am 5. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Delisting der Telefónica Deutschland Aktien von der Frankfurter Wertpapierbörse mit Ablauf des 18. April 2024. In: Telefónica.de. Telefónica Deutschland Holding AG, 18. April 2024, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref>
Die Aktionärsstruktur ist, Stand Januar 2026, folgende:<ref name=":0">Telefónica Deutschland Holding AG, Aktionärsstruktur. Angaben auf boerse.de, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref>
| Anteil | Anteilseigner |
|---|---|
| 94,35 % | Telefónica Germany Holding Ltd. |
| 3,21 % | BlackRock |
| 2,44 % | Streubesitz |
Gegenwart des Unternehmens
Organisation
Die Telefónica Deutschland Holding gehört mehrheitlich der Telefónica Germany Holdings Limited (94,35 Prozent, Stand: 2026), welche zur Telefónica, S.A. zählt.<ref name=":0" /><ref name="Aktionärsstruktur">Telefónica Deutschland Holding AG: Aktionärsstruktur. In: www.telefonica.de. Eigenangaben des Unternehmens, abgerufen am 11. November 2019.</ref> Diese gehört, gemessen am Umsatz, zu den zehn größten Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand: 2024).<ref>Führende Telko-Unternehmen - Weltweiter Umsatz 2024/2025. In: Statista. 27. November 2025, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref>
Die Telefónica Deutschland Holding ihrerseits ist die Muttergesellschaft der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG. Unter dieser sind rund 15 Tochtergesellschaften angegliedert, beispielsweise die für die Callcenter.<ref name="JA-2018">Telefónica Deutschland Holding AG: Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018. Veröffentlicht im Bundesanzeiger am 21. März 2019.</ref>
Geschäftsfelder
Das Unternehmen bietet Mobilfunk- und Festnetzdienste für Privat- und Geschäftskunden an. Den größten Umsatz erwirtschaftet das Unternehmen mit Mobilfunkdiensten. Hierzu zählen Sprach- und Datendienste mit Laufzeitvertrag (Postpaid) oder auf Prepaidbasis. Im Jahr 2025 entfielen rund 2/3 der Umsätze auf das Geschäft mit Mobilfunkdiensten.<ref name=":15">Telefónica Deutschland Geschäftsbericht 2025. In: Telefonica.de. 24. Februar 2025, abgerufen am 10. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Unternehmen arbeitet überdies mit Handelspartnern, die Mobilfunk-Leistungen für eigene Kunden über das Netz von Telefónica Deutschland abwickeln. Zu letzteren zählen beispielsweise Aldi Talk, NettoKom, Media Markt, Freenet oder Lebara.<ref name=":15" /><ref name=":16">Achim Sawall: Statt Telekom: Lebara wechselt ins Netz von Telefónica Deutschland. In: Golem.de. 6. Mai 2022, abgerufen am 10. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Festnetzleistungen bietet das Unternehmen primär über Kooperationen mit der Deutschen Telekom, Vodafone, Tele Columbus sowie weiteren regionalen Anbietern an. Es verfügt über keine eigene flächendeckende Festnetz-Infrastruktur. Die eigene DSL-Infrastruktur hat das Unternehmen bis Ende 2018 sukzessive zurückgebaut.<ref name=":3">Alexander Kuch: VDSL und Glasfaser: o2 mietet Telekom-Netz für 10 Jahre. 7. Oktober 2020, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref><ref>Telefónica Deutschland und Telekom wollen Kooperation im Festnetz vertiefen. In: www.telekom.com. 13. Mai 2013, abgerufen am 13. November 2019 (Medieninformation der Deutschen Telekom).</ref><ref>Florian Streicher: Mehr Breitband für O2 DSL-Kunden: Telefónica Deutschland kooperiert mit vitroconnect und erhält schnelle VDSL-Anschlüsse im Netz von EWE TEL. In: www.telefonica.de. 7. November 2018, abgerufen am 13. November 2019 (Pressemitteilung des Unternehmens).</ref><ref>Integrierte Angebote: Auch beim Festnetz gut versorgt. In: Telefonica.da. Abgerufen am 24. Februar 2026.</ref> Bereits seit 2013 verkauft das Unternehmen VDSL- und Vectoring-Anschlüsse über das Festnetz der Telekom, seit 2021 wird zudem Glaserfaser über die Telekom bezogen.<ref name=":3" /> Im Zuge der Übernahme von Unitymedia musste sich der Kabelnetzbetreiber Vodafone zu einer Öffnung des Kabelfernsehnetzes verpflichten. Von Vodafone erhält Telefónica seit Ende 2020 Zugriff auf das Kabelnetz.<ref>Highspeed-Internet per Kabel: Telefónica Deutschland und Vodafone kooperieren bei schnellen Kabelanschlüssen. In: Telefonica.de. 7. Mai 2019, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref> In Kooperation mit der Allianz betreibt Telefónica seit 2020 eine eigene Glasfaserinfrastrukturgesellschaft, "Unsere Grüne Glasfaser" (UGG). Der Fokus liegt vor allem auf der Anbindung ländlicher Regionen.<ref>Andreas Wilkens: Glasfaserausbau auf dem Land: Telefónica und Allianz-Versicherung verbünden sich. In: Heise Online. 29. Oktober 2020, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref>
Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Verkauf von Hardware wie Mobiltelefonen, Tabletcomputern, Smartwatches, Laptops sowie Gaming-Konsolen und Gaming-Peripherie.<ref name=":15" />
Zu den vertriebenen Zusatzprodukten zählen beispielsweise Versicherungen, Virenschutz-Applikationen oder Musik- und Videostreaming.<ref name=":1">Geschäftsbericht 2024. (PDF) In: www.telefonica.de. Telefonica Deutschland Holding AG, 27. Februar 2025, abgerufen am 5. Januar 2025.</ref> Am 9. April 2019 kündigte Telefónica in Kooperation mit waipu.tv das IPTV-Produkt O2 TV an.<ref>Daniel Herbig: O2 TV: O2-Kunden bekommen Waipu TV vergünstigt. In: heise online. 9. April 2019, abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref> Das Angebot umfasste mehr als 100 Sender, die über eine App auf dem Fernseher oder dem Smartphone abgerufen werden konnten. Bis zu vier Programme konnten gleichzeitig angeschaut und Sendungen bis zu 100 Stunden online aufgenommen werden.<ref>Marco Saal: O2 greift im TV-Markt an. In: Horizont (online). 9. April 2019, abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref> Seit September 2024 bietet Telefónica das Produkt O2 TV ohne den bisherigen Partner waipu.tv an. Zum Einsatz kommt seitdem eine technische Eigenentwicklung, basierend auf der globalen TV-Plattform der Telefónica-Gruppe.<ref>Dennis Kochinky: O2 TV: O2 startet eigenes TV-Angebot. In: Computerbild.de. 18. September 2024, abgerufen am 19. Februar 2026.</ref>
Marken
- Logo der Kernmarke
- Logos von Zweitmarken
Kernmarke des Unternehmens ist O2. Seit 2002 werden unter dieser Marke Post- und Prepaid-Mobilfunkprodukte, mobile Datendienste, Internet-Produkte im Mobilfunk und im Festnetz sowie Zusatzprodukte wie O2 TV vertrieben. Die Marke richtet sich an Privat- und Geschäftskunden.<ref>Telefónica Germany GmbH & Co. OHG: Die Marke O2 – You can do. O2. In: telefonica.de. Abgerufen am 14. November 2019 (Angaben des Unternehmens zu seiner Kernmarke).</ref>
Als Zweitmarken werden Blau, Ay Yildiz, Fonic und Ortel Mobile geführt.<ref>Telefonica.de – Kunden, unsere Marken, abgerufen am 6. Februar 2025.</ref>
Blau Mobilfunk wurde 2005 als eigenständige GmbH gegründet<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Unternehmen ( vom 28. März 2016 im Internet Archive)</ref> und 2008 vom E-Plus-Mutterkonzern KPN übernommen.<ref>Markus Weidner: E-Plus-Muttergesellschaft KPN kauft Mobilfunk-Discounter Blau (aktualisiert). In: teltarif.de. 26. März 2008, abgerufen am 14. November 2019.</ref> Im Sommer 2015 wurde das bis dahin eigenständige Unternehmen auf die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG verschmolzen, Blau blieb als Marke erhalten.<ref>Henning Gajek: Umstellung: Blau-, Fonic- und simyo-Kunden wechseln zu Telefónica. In: teltarif.de. 25. Juni 2015, abgerufen am 14. November 2019.</ref> Anfang August 2016 wurden Kunden der Marke simyo auf Blau übertragen, im Frühjahr 2019 Kunden der Marke Base.<ref name="teltarif-2019-04-26" />
Ay Yildiz ist ein 2005 von E-Plus gestarteter Mobilfunkdiscounter,<ref>Susanne Herrmann: Ay Yildiz: Bundesweite Kampagne für deutsch-türkische Mobilfunkmarke. In: Werben & Verkaufen (online). 4. Oktober 2011, abgerufen am 14. November 2019.</ref> der sich in Deutschland an Menschen mit türkischem Migrationshintergrund richtet. Seit der Übernahme von E-Plus zählt Ay Yildiz zur Markenfamilie von Telefónica Deutschland.
Ortel Mobile ist als Unternehmen 2005 in den Niederlanden gegründet worden,<ref name="Heise-2008-04-21">Matthias Parbel: Komsa nimmt Vertrieb der Prepaid-Karten von Ortel Mobile auf. In: Heise online. 21. April 2008, abgerufen am 14. November 2019.</ref> 2006 folgte die deutsche Tochtergesellschaft Ortel Mobile GmbH.<ref>Ortel Mobile GmbH. In: www.northdata.de. Abgerufen am 14. November 2019 (Angaben zur Ortel Mobile GmbH auf der Website der North Data GmbH).</ref> Seither bietet Ortel Mobile Mobilfunkdienste an, insbesondere kostengünstige Auslandstarife. Zielgruppe sind vor allem Menschen mit Migrationshintergrund. Die KPN-Gruppe war seit März 2008 Mehrheitseigentümer von Ortel Mobile.<ref name="Heise-2008-04-21" /> Seit der Übernahme von E-Plus in 2014 zählt Ortel Mobile zur Markenfamilie von Telefónica Deutschland.
Die Fonic GmbH wurde am 7. August 2007 gegründet.<ref name="ND-Fonic-GmbH">Fonic GmbH. In: www.northdata.de. Abgerufen am 14. November 2019 (Angaben zur Fonic GmbH auf der Website der North Data GmbH).</ref> Im September 2007 startete O2 Germany mit dieser Tochtergesellschaft die erste eigene Discountmarke.<ref name="HB-2007-08-30">O2-Billigmarke Fonic macht Druck. In: Handelsblatt (online). 30. August 2007, abgerufen am 11. November 2019.</ref> Anfangs wurden die SIM-Karten ausschließlich bei Lidl und im Internet verkauft.<ref>Rene Melzer: Fonic: o2 startet Discountmarke mit Preisen unter 10 Cent. In: Areamobile.de. 30. August 2007, abgerufen am 14. November 2019.</ref> Kurz darauf folgten weitere Supermarkt- und Drogerieketten.<ref>Thorsten Neuhetzki, Markus Weidner: Fonic: Aufladung jetzt auch an der Supermarktkasse. In: teltarif.de. 1. Juli 2008, abgerufen am 14. November 2019.</ref> Die Fonic GmbH wurde im März 2016 mit der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG verschmolzen,<ref name="ND-Fonic-GmbH" /> die Marken Fonic sowie Fonic Mobile weitergeführt.<ref>Marleen Frontzeck-Hornke: Lidl Mobile wird durch Fonic Mobile ersetzt. In: teltarif.de. 20. September 2015, abgerufen am 14. November 2019.</ref>
Partnermarken im Netz von Telefónica
Telefónica Deutschland arbeitet mit Partnern aus dem stationären und Online-Handel, die Mobilfunk-Leistungen für eigene Kunden über das Netz von Telefónica Deutschland abwickeln, darunter Aldi Talk, NettoKom, Media Markt, Freenet, Tchibo und Simyo.<ref name=":15" />
Ende des Jahres 2021 wurde vom deutschen Ableger der Unternehmensgruppe Lebara ein vollständiger Wechsel von der Telekom Deutschland zur Telefónica bekannt gegeben, welcher im Sommer 2022 abgeschlossen wurde.<ref name=":16" />
Seit September 2024 nutzt zudem der virtuelle Mobilfunkanbieter Lyca Mobile Germany das Netz von Telefónica in Deutschland.<ref>Leif Bärler: Lyca Mobile Germany wechselt ins Netz von O2. In: connect.de. 26. September 2024, abgerufen am 19. Februar 2026.</ref>
Im Zuge des Zusammenschlusses mit E-Plus musste Telefónica Deutschland dem Wettbewerber 1&1 ab dem Jahr 2014 bis zu 30 Prozent der eigenen Netzkapazität überlassen. 2021 erfolgte der Abschluss einer National-Roaming-Vereinbarung bis zum Jahr 2025, um den geänderten Rahmenbedingungen aus dem 1&1-Netzausbau gerecht zu werden.<ref>Volker Briegleb: Nationales Roaming: 1&1 wechselt von O2 zu Vodafone. In: Heise.de. 23. August 2024, abgerufen am 10. März 2026.</ref><ref>EU-Vorgabe erfüllt: Telefónica Deutschland setzt mit Frequenzüberlassung an 1&1 Drillisch weitere Fusionsauflage der EU-Kommission um. In: Telefonica.de. 18. Dezember 2019, abgerufen am 10. März 2026.</ref> Ende 2023 kündigte 1&1 an, das National Roaming-Abkommen mit Telefónica Deutschland nicht zu verlängern und stattdessen eine Partnerschaft mit Vodafone einzugehen. Im August 2024 wurde die neue National-Roaming-Partnerschaft offiziell gestartet.<ref>Leif Bärler: Vodafone und 1&1 starten National-Roaming-Partnerschaft. In: Connect.de. 29. August 2024, abgerufen am 10. März 2026.</ref>
Eingestellte Angebote und Marken
Die Tochtergesellschaft Telefónica Germany Next, die sich primär mit der Analyse großer Datenmengen und dem Internet-of-Things beschäftigte, wurde Ende 2019 nach rund dreijährigem Bestehen geschlossen.<ref>Achim Sawall: Telefónica schließt Internet-of-Things-Tochter. In: Golem.de. 21. August 2019, abgerufen am 19. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Juli 2016 offerierte Telefónica mit dem Partner Fidor Bank ihren Kunden mit O2 Banking das erste vollständig mobile Bankkonto in Deutschland.<ref>Zum Banking-Angebot siehe beispielsweise Mobile Banking: O2 Banking – Telefónica greift zusammen mit Fidor Bank an. In: IT Finanzmagazin. 12. Mai 2016, abgerufen am 11. November 2019.</ref> Später kam eine Online-Banking-Webseite hinzu.<ref name="Warentest-2019-09-17">Girokonten und Onlinebanking Wo das Girokonto günstig ist – und sicher. In: Stiftung Warentest. 17. September 2019, abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref> Im April 2020 wurde bekannt, dass das Angebot mit einem neuen Partner fortgeführt wird<ref>Mobiles Bankkonto: o2 Banking startet mit neuem Partner in die Zukunft. Abgerufen am 30. April 2020.</ref><ref>heise online: Telefónicas „O2 Banking“ wechselt Bankpartner – Kontoumzug nötig. Abgerufen am 30. April 2020.</ref> – der comdirect.<ref>René Hesse: o2 Banking: comdirect ist neuer Partner. In: mobiflip.de. 27. Mai 2020, abgerufen am 21. Dezember 2020.</ref> Seit Ende Oktober 2020 boten beide Partner die Finanz-App O2 Money an. Sie kombinierte unter anderem die Funktionen Mobile Banking, Haushaltsbuch und Vertragsübersicht. Im Tausch gegen aggregierte Kontodaten konnte über ein Bonusprogramm das Guthaben eines verknüpften Girokontos verzinst werden. Um O2 Money zu nutzen, musste man kein O2-Kunde sein.<ref>Axel Kannenberg: „O2 Money“: Telefónicas Finanz-App bietet Bonuszins für „Kontoinformationen“. In: Heise online. 26. Oktober 2020, abgerufen am 15. Dezember 2020.</ref> Im April 2022 wurde O2 Banking endgültig eingestellt, Bestandskunden wurden von der comdirect übernommen.<ref>Axel Kannenberg: o2-Banking wird eingestellt: Konten bleiben erhalten. In: teltarif.de. 16. März 2022, abgerufen am 16. März 2022.</ref>
Der werbefinanzierte Anbieter Netzclub wurde 2010 als Kooperation zwischen Telefónica Deutschland und der YOC AG gestartet.<ref>Marc Kessler: o2: Ab sofort kostenlose Tarife mit neuer Marke NetzClub. In: teltarif.de. 19. Mai 2010, abgerufen am 14. November 2019.</ref> Kunden konnten ein begrenztes Datenvolumen kostenfrei nutzen und erhielten dafür im Gegenzug per SMS, MMS oder E-Mail Werbung von unterschiedlichen Marken und Herstellern.<ref>Teléfonica Deutschland. In: Areamobile.de. Abgerufen am 14. November 2019.</ref> Die Marke wurde im Jahr 2025 eingestellt, Bestandskunden auf Fonic übertragen.<ref>3 Mobilfunkanbieter verschwinden! Was Kunden wissen müssen</ref>
TürkeiSIM entstand aus dem im August 2011 operativ gestarteten Joint Venture zwischen Telefónica Deutschland und Türk Telekom und hieß Türk Telekom Mobile. Der Anbieter offerierte Prepaid-Tarife, mit denen man günstig zwischen Deutschland und der Türkei telefonieren konnte. Nach dem Ende der Zusammenarbeit wurden die Bestandskunden ab dem 1. Februar 2017 auf TürkeiSIM übertragen,<ref>TürkeiSIM. In: telefonica.de. Abgerufen am 4. April 2019.</ref><ref>Henning Gajek: Aus Türk Telekom Mobile wird TürkeiSIM. In: teltarif.de. 28. Januar 2017, abgerufen am 14. November 2019.</ref> die Marke war bis zur Einstellung im Jahr 2025 nur noch für Bestandskunden nutzbar.<ref>Lifecell: Mobilfunkanbieter stellt Ende April Vermarktung ein. In: teltarif.de. Abgerufen am 18. März 2020.</ref><ref>teltarif.de: o2: Türkei-SIM Kunden sollen zu Ay Yildiz wechseln. Abgerufen am 6. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Leitung und Personal
Im Geschäftsjahr 2025 waren rund 7.800 Mitarbeiter in den Unternehmen der Telefónica Deutschland Gruppe angestellt.<ref name=":15" /> Santiago Argelich Hesse ist seit dem 1. Januar 2026 Vorsitzender des Vorstands,<ref>Spanier rückt an die Spitze von Telefónica Deutschland. In: Börsen-Zeitung (online). 7. November 2025, abgerufen am 5. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> der insgesamt aus fünf Männern und zwei Frauen besteht.<ref>Telefónica Germany – Management & Aufsichtsrat. Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, 1. Januar 2026, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref> Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Peter Löscher. Diesem Gremium gehören fünf Frauen und zwölf Männer an (Stand: Januar 2026).<ref>Mitglieder des Aufsichtsrats der Telefónica Deutschland Holding AG. Telefónica Germany GmbH & Co. OHG, Januar 2026, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref>
Standorte
Die Zentrale des Unternehmens befindet sich in München im Hochhaus Uptown München am Georg-Brauchle-Ring. Das 2004 fertiggestellte Gebäude des Architekten Christoph Ingenhoven ist das höchste in München.<ref>Uptown Munchen – The Skyscraper Center. Abgerufen am 12. Mai 2023.</ref><ref>Süddeutsche Zeitung: Lage der neuen Türme. Abgerufen am 12. Mai 2023.</ref> Weitere Standorte hat es in Düsseldorf, Hamburg, Bremen, Nürnberg, Potsdam, Rostock und Teltow. Das Unternehmen betreibt in Berlin eine Hauptstadtrepräsentanz.<ref>Telefónica Germany GmbH & Co. OHG: Standorte. In: www.telefonica.de. Abgerufen am 10. März 2026 (Eigenangaben des Unternehmens).</ref> Die Service-Standorte Berlin und Essen wurden 2021 an das Unternehmen Transcom verkauft.<ref>Telefónica Germany GmbH & Co. OHG: Standorte. In: www.telefonica.de. Abgerufen am 25. März 2022 (Pressemitteilung des Unternehmens).</ref>
Geschäftszahlen
Im Geschäftsjahr 2025 lag der Umsatz bei 8,172 Mrd. Euro. Der durchschnittliche Kundenumsatz (ARPU) lag im gleichen Jahr bei 11 Euro im Monat. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Abschreibungen belief sich auf 2,479 Mrd. Euro. Die Investitionsquote betrug 11,8 Prozent und belief sich auf 964 Millionen Euro.<ref name=":17">Telekommunikation: Telefónica mit Milliardenverlust – Deutschland schwächelt erneut. In: Handelsblatt.de. 24. Februar 2026, abgerufen am 10. März 2026.</ref><ref name=":15" />
| Jahr | 2019<ref>Vorläufige Kennzahlen Geschäftsjahr 2019: Telefónica Deutschland startet ins Jahrzehnt des Mobilfunks mit starkem Wachstum bei Kunden, Umsatz und Ergebnis. In: Telefonica.de. 19. Februar 2020, abgerufen am 10. März 2026.</ref> | 2020<ref>Telefonica Deutschland peilt 2021 leichtes Wachstum an. In: Handelsblatt. 24. Februar 2021, abgerufen am 10. März 2026.</ref> | 2021<ref>Vorläufige Kennzahlen: Telefónica Deutschland schließt 2021 als Rekordjahr ab. In: Telefonica.de. 23. Februar 2022, abgerufen am 10. März 2026.</ref> | 2022<ref>Geschäftsergebnisse 2022: o2 Telefónica beschleunigt Wachstum und blickt zuversichtlich auf das neue Geschäftsjahr. 22. Februar 2023, abgerufen am 10. März 2026.</ref> | 2023<ref>Netzbetreiber: Telefónica Deutschland erwartet weiteren Kundenzustrom. 21. Februar 2024, abgerufen am 10. März 2026.</ref> | 2024<ref>O2 Telefónica schließt Geschäftsjahr 2024 mit starkem Ergebnis ab. In: Connect.de. 27. Februar 2025, abgerufen am 10. März 2026.</ref> | 2025<ref name=":17" /> |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz
(in Mrd. Euro) |
7,4 | 7,53 | 7,77 | 8,22 | 8,61 | 8,49 | 8,17 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis
(in Mrd. EUR) |
2,32 | 2,32 | 2,41 | 2,54 | 2,62 | 2,72 | 2,48 |
Mobilfunknetz
Telefónica Deutschland betreibt in Deutschland ein flächendeckendes Mobilfunknetz nach GSM-, LTE- und 5G-Standards mit über 29.000 Mobilfunkstandorten.<ref>Leif Bärler: O2 Telefónica beschleunigt Netzausbau in Deutschland. In: Connect. 19. Dezember 2025, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref> Mit über 6 Milliarden Gigabyte transportierte das Netz 2025 die meisten mobile Daten in Deutschland.<ref>Es rauschen deutlich mehr Daten durch die Handynetze. In: Die Zeit. 21. Dezember 2025, abgerufen am 25. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Vorgängergesellschaft VIAG Interkom ging mit dem vierten deutschen Mobilfunknetz erstmals am 1. Oktober 1998 in acht Städten, darunter München, Berlin und Hannover, an den Start.<ref name=":12">Dr. Harald Bögeholz: Viertes digitales Mobilfunknetz ab 1. Oktober. In: Heise Online. 10. Juli 1998, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref> Bis Ende 1999 konnten VIAG-Kunden über ein Abkommen mit der Swisscom in Gebieten, in denen das eigene Netz nur unzureichend ausgebaut war, die anderen drei deutschen Netze nutzen. VIAG Interkom nutzte hierfür das bereits bestehende Roaming-Abkommen zwischen der Swisscom und den drei anderen deutschen Netzbetreibern.<ref name=":12" /> Durch einen direkten Vertrag zwischen den beiden Unternehmen konnten zwischen 1999 und 2009 VIAG bzw. O2-Kunden das T-Mobil-Netz (Deutsche Telekom) für National Roaming nutzen.<ref>Björn Brodersen: o2 beendet nationales Roaming zum Jahreswechsel. 21. November 2009, abgerufen am 25. Februar 2026.</ref> Bei der UMTS-Frequenzversteigerung im August 2000 erwarb die Gesellschaft für 16,52 Mrd. DM eine von insgesamt sechs UMTS-Lizenzen.<ref name=":5" /> 2010 ersteigerte das Unternehmen für 1,38 Mrd. Euro LTE-Frequenzen, 2015 investierte es weitere 1,2 Mrd. Euro für zusätzliche Mobilfunk-Frequenzen.<ref name=":6" /><ref name=":10" /> Zuletzt erwarb das Unternehmen bei der 5G-Frequenzauktion Mitte 2019 für einen Betrag von 1,42 Mrd. Euro neue Frequenzen.<ref>Bundesnetzagentur: Frequenzversteigerung beendet. In: www.bundesnetzagentur.de. 12. Juni 2019, abgerufen am 11. November 2019 (Pressemitteilung).</ref> Bis Ende 2021 erfolgte die vollständige Abschaltung der 3G-Technologie. Freiwerdende Kapazitäten nutzt das Unternehmen seitdem für die Versorgung mit 4G und 5G.<ref>3G: Teléfonica will sein Netz bald abschalten. In: Der Spiegel. 7. Juni 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. März 2026]).</ref>
Netzintegration mit E-Plus
Der Zusammenschluss von Telefónica Deutschland mit E-Plus erfolgte formell am 1. Oktober 2014. Nach Experten-Meinungen stellte die Netzintegration eine erhebliche Herausforderung dar.<ref name=":7" /><ref name=":8" /> Zwischen 2015 und 2017 konnten Kunden beider Unternehmen mit Hilfe von National Roaming sowohl die UMTS- und GSM-Netze von Telefónica Deutschland als auch E-Plus nutzen.<ref>Netzintegration von o2 und E-Plus: Telefónica schließt erfolgreich bundesweite Umstellung auf einheitliche Netzkennung ab. In: Telefonica.de. 10. August 2017, abgerufen am 25. Februar 2026.</ref> Im Rahmen der Netzzusammenführung 2015 verkaufte Telefónica Deutschland 7.700 Funkstandorte an die Deutsche Telekom, um doppelt vorhandene Mobilfunkstandorte zu reduzieren.<ref name=":11" /> Im Januar 2016 startete offiziell die Zusammenführung der beiden UMTS- und GSM-Netze, Ende 2018 war die vollständige Integration abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt handelte es sich um die größte vollständige Netzintegration in Europa mit rund 25.000 Standorten.<ref name=":13">Bernd Theiss, Hannes Rügheimer: 10 Jahre Zusammenschluss zwischen O2 und E-Plus. In: Connect.de. 24. Oktober 2024, abgerufen am 25. Februar 2026.</ref><ref name=":9" /><ref name=":14">Nele Husmann: O2 Telefónica: CEO Markus Haas über Fusionserfolge, Wachstum und 6G-Ausbau. 12. Oktober 2024, abgerufen am 25. Februar 2026.</ref>
Mobilfunknetz-Qualität
Dem Netz von Telefónica Deutschland wird in unabhängigen Tests eine hohe Qualität auf Augenhöhe mit den Kernwettbewerbern Deutsche Telekom und Vodafone attestiert (Stand Dezember 2025).<ref name=":2" /><ref name=":18" /><ref>Markus Weidner: Neuer Mobilfunk-Netztest: Dieses Ergebnis überrascht. In: Teltarif.de. 14. September 2025, abgerufen am 10. März 2026.</ref>
Insbesondere in der Phase der Übernahme von E-Plus ab 2014 kritisierten unabhängige Tests mehrfach Mängel der Netzqualität.<ref>„Wir werden sehr schnell aufholen“ (Interview von Martin Wocher und Ina Karabasz mit Thorsten Dirks). In: Handelsblatt, 15. Dezember 2014.</ref><ref>Thomas Heuzeroth: O2 hat das schlechteste Handynetz – und wird schlechter. In: Die Welt. 28. November 2017, abgerufen am 15. November 2019.</ref> Chip Online bewertete das O2-Netz im Test 2018 mit der Note 2,2 (gut) und lobte den Fortschritt des Netzausbaus. Das Unternehmen blieb jedoch deutschlandweit auf dem dritten von drei Plätzen, da die Abdeckung schwächer als bei den Wettbewerbern sei.<ref>Markus Mandau, Wolfgang Pauler: O2 Netzabdeckung: Das sind die Ergebnisse des großen Tests. Platz 3: O2 – was lange währt, wird endlich gut. Abgerufen am 15. November 2019.</ref> 2019 konnte O2 sein Urteil im Test von Connect verbessern, von „ausreichend“ auf „gut“.<ref>Malte Mansholt: Großer "Connect"-Test: Welches Mobilfunknetz ist das beste? Ausgerechnet O2 überrascht. In: Stern. 3. Dezember 2019, abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref> Computer Bild attestierte 2019 im Test die bundesweit beste Netzabdeckung innerhalb von Gebäuden. Im Gegensatz zum Land bietet in vielen deutschen Großstädten das Netz auch eine gute LTE-Abdeckung.<ref>Christian Just: Netztest bei COMPUTER BILD: Deutschlands Mobilfunknetze im Test!</ref> Im Mobilfunk-Netztest 2020 des Fachmagazins connect bekam das O2-Netz erstmals die Note „sehr gut“. Das Netz punktet im Test durch zuverlässige, leistungsstarke mobile Datenverbindungen, einer guten Gesprächsqualität und einer deutlich verbesserten Netzabdeckung. Demnach schließe der Anbieter zu Vodafone auf und rückt ebenso der Deutschen Telekom, die Gesamtsieger war, näher.<ref>Hannes Rügheimer: Mobilfunk-Netztest 2021: Wer hat das beste Handy-Netz? In: connect. 1. Dezember 2020, abgerufen am 29. April 2021.</ref> In den Folgejahren wurde das Netz im Connect Mobilfunknetztest weiterhin mit der Note „sehr gut“ bewertet, zuletzt im November 2025.<ref name=":2">Hannes Rügheimer: Mobilfunknetztest 2026: Wer hat das beste Handy-Netz in Deutschland? In: Connect.de. 26. November 2025, abgerufen am 8. Januar 2026.</ref> Dabei erreicht das O2-Netz in der Gesamtwertung zudem erstmals den geteilten zweiten Platz, punktgleich mit Vodafone.<ref name=":2" /> Im Mobilfunknetztest des CHIP Magazins erreicht das O2-Netz im Jahr 2025 erstmals die Note „sehr gut“.<ref name=":18">Wolfgang Pauler, Markus Mandau: Bestes Handynetz: O2, Vodafone, Telekom im Test. In: Chip.de. 21. November 2025, abgerufen am 8. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Tabelle der Mobilfunkfrequenzen
| Frequenzband | Technologie | Generation | Status<ref name=":4">Drahtloser Netzzugang in den Bereichen von 700 MHz bis 3,8 GHz. In: Bundesnetzagentur. 29. Januar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Bandbreite<ref name=":4" /> | Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 900 MHz | GSM | 2G | In Betrieb | 2 × 10 MHz | Basis-GSM-Netz; Bei LTE900 (Band 8) 3,6 MHz | |
| 1800 MHz | DCS | 2G | In Betrieb | 2 × 10 MHz | ein modifizierter GSM-Mobilfunkstandard für das 1800-MHz-Frequenzband (E-Netz); Abbau durch Umwidmung auf LTE Band 3; 5 MHz Restbandbreite | |
| 2100 MHz | UMTS | 3G | nicht genutzt | – | Abbau durch Umwidmung auf LTE Band 1, endgültige Abschaltung erfolgte am 30.12.2021.<ref>Das Ende von UMTS in Deutschland: o2 nimmt letzte 3G-Sender vom Netz. Abgerufen am 7. Februar 2025.</ref> | |
| 700 MHz | LTE | 4G | In Betrieb | 2 × 10 MHz | Ehemalige DVB-T-Frequenz, bis zu 75 Mbit/s, wird vorrangig nun für 5G n28 eingesetzt<ref>Bekanntgabe durch Telefónica</ref> | Band 28 |
| 800 MHz | In Betrieb | 2 × 10 MHz | Bis zu 75 MBit/s | Band 20 | ||
| 900 MHz | In Betrieb | 2 × 10 MHz | Bis zu 75 MBit/s | Band 8 | ||
| 1800 MHz | In Betrieb | 2 × 20 MHz | Mit 4 × 4 MIMO und 256 QAM bis zu 400 MBit/s möglich | Band 3 | ||
| 2100 MHz | In Betrieb | 2 × 10 MHz | Durch Umwidmung von UMTS, bis zu 200 Mbit/s. Zum 31.12.2025 wurden 2 × 10 MHz aus dem ursprünglich verfügbaren Spektrum an 1&1 übergeben.<ref name=":4" /><ref>Thorsten Neuhetzki: Mobilfunk: Bei diesen Kunden ist das Netz jetzt langsamer. In: inside digital. 6. Januar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026.</ref> | Band 1 | ||
| 2600 MHz | In Betrieb | 2 × 20 MHz | Mit 4 × 4 MIMO und 256 QAM bis zu 400 MBit/s möglich | Band 7 | ||
| 700 MHz | NR | 5G SA;
5G Non-Standalone<ref>„5G Plus“ startet im gesamten 5G Netz von o2: o2 Telefónica aktiviert neueste Netztechnologie für die Digitalisierung Deutschlands. Abgerufen am 26. Oktober 2023.</ref><ref>Neue Rekorde im Mobilfunk: o2 Netz knackt 2 Milliarden Grenze bei Datennutzung und Telefonie. Abgerufen am 7. Februar 2025.</ref> |
In Betrieb | 2 × 10 MHz | Ehemalige DVB-T-Frequenz | Band n28 |
| 1800 MHz | In Betrieb | 2 × 20 MHz | DSS LTE / 5G | Band n3 | ||
| 3,6 GHz | In Betrieb | 1 × 70 MHz TDD | Bis zu 1 GBit/s theoretisch möglich | Band n78 | ||
Klagen und Kritik
Kündigungen von Kunden mit unlimitierten Datenverträgen
Im Mai 2023 hat Telefónica Deutschland zahlreichen Kunden mit Flatrate-Tarifen per Brief die ordentliche Kündigung ausgesprochen. Die Kündigungen erfolgten ohne Nennung von Gründen und ohne Unterbreitung von Alternativangeboten. Das Fachportal teltarif.de berichtete, dass die betroffenen Kunden eine lebenslange Sperre bekamen und keine Flatrate-Tarife mehr bei Telefónica Deutschland abschließen dürfen.<ref>Alexander Kuch: o2 versendet Kündigungen an Unlimited-Tarif-Nutzer. In: teltarif.de. 23. Mai 2023, abgerufen am 26. Mai 2023.</ref>
Streit um die Marke O2
O2 mahnte im März 2005 den Medizingeräte-Hersteller Weinmann ab, der ein Sauerstoffgerät zur Behandlung von Heimbeatmungspatienten mit dem Namen Venti-O2 bezeichnen wollte. Weinmann wehrte sich und machte geltend, dass die Nutzung des chemischen Zeichens für Sauerstoff nicht exklusiv gewerblich von einem Mobilfunkanbieter beansprucht werden kann. Es kam kurz darauf zu einer Einigung.<ref>Sven-Olaf Suhl: O2 mahnt Sauerstoff-Abfüller ab. In: heise online. 15. März 2005, abgerufen am 13. Januar 2020.</ref><ref>Catrin Marx: O2 – ein Kürzel für Sauerstoff – und Mobilfunk. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 102, Heft 15. 15. April 2005, abgerufen am 13. Januar 2020.</ref>
Streit um Produktmarke „Loop“
Ein selbständiger Start-Up-Unternehmer hatte unter der von ihm beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragenen Marke „Loop Sessions“ im Januar 2005 begonnen, CD-ROMs und ein PDF-Magazin für Sound-Samples und Drum Loops zu vertreiben. O2 ließ ihn am 8. März 2005 unter Verweis auf die von ihr für Prepaid-Verträge verwendete Marke „Loop“ mit einem Streitwert von € 100.000 abmahnen und forderte ihn auf, die Marke zu übertragen und € 1.900 Abmahnkosten zu zahlen, € 400 davon würden ihm dann erlassen. Nachdem der Unternehmer in allen Punkten nachgegeben hatte, dadurch auch sein Geschäft aufgeben musste, verzichtete O2 auf die Zahlung der Kosten.<ref>Wolf-Dieter Roth: Die Luft zum Atmen wegklagen. In: Telepolis. 18. März 2005, abgerufen am 20. August 2020.</ref>
Preiserhöhung für Sonderrufnummern
Ende 2006 änderte O2 den Gesprächspreis zu einigen Rufnummern. Durch diese Änderungen erhöhten sich zum Beispiel die Verbindungspreise zu Service-Diensten zeitweise um fast das Dreifache, ohne dass darüber vorab informiert wurde. O2 lehnte unter Berufung auf seine AGB außerordentliche Kündigungen ab. Verbraucherzentralen vertraten die Auffassung, dass es sich hier nicht um eine Nebenleistung handele, die Bezugnahme auf die AGB sei nicht relevant, das Telefonieren gehöre zu den Hauptleistungen eines Kommunikationsanbieters.<ref>Kai Petzke: Editorial: Vertragsbruch bleibt Vertragsbruch. In: teltarif.de. 21. Januar 2007, abgerufen am 15. November 2019.</ref> Gerichte beurteilen den Fall unterschiedlich. Das Amtsgericht München bestätigte die Auffassung von O2 (AZ: 281 C 6003/07),<ref>Thorsten Neuhetzki: Urteil: o2 gewinnt im Streit um Sonderrufnummern-Erhöhung. In: teltarif.de. 31. Mai 2007, abgerufen am 15. November 2019.</ref> das Amtsgericht Charlottenburg gab dem Kunden recht (AZ: 237 C 58/07).<ref>Thorsten Neuhetzki: o2 verliert Sonderrufnummern-Prozess. In: teltarif.de. 16. Juli 2007, abgerufen am 15. November 2019.</ref>
Limitierung von Calling-Cards und Sprach-Chats
Im März 2008 wurde bekannt, dass O2 – wie E-Plus<ref>Markus Weidner: Nach o2: Auch E-Plus sperrt Sprach-Chat-Lines. In: teltarif.de. 23. Juni 2008, abgerufen am 15. November 2019.</ref> und Vodafone<ref>Markus Weidner: Einschränkungen für Sprach-Chats offenbar auch bei Vodafone. In: teltarif.de. 20. Oktober 2008, abgerufen am 15. November 2019.</ref> auch – die Erreichbarkeit von Sprach-Chat-Lines sowie von Calling-Card-Anbietern (nur bei O2) erheblich einschränkte. Bei diesen Rufnummern handelte es sich um normale Festnetzrufnummern, die im Rahmen von Festnetz-Pauschaltarifen gratis angerufen werden konnten, auch bei hohem Gesprächsaufkommen. Die Limitierung erschwerte Kunden das Umgehen hoher Verbindungspreise für Sonderrufnummern oder Auslandstelefonate.<ref>Markus Weidner: o2 limitiert Chat-Hotlines und Calling-Card-Einwahlnummern. In: teltarif.de. 4. März 2008, abgerufen am 15. November 2019.</ref> Im September 2008 hob O2 die Limitierung zum Teil wieder auf.<ref>Markus Weidner: o2 schaltet gesperrte Festnetz-Nummern teilweise frei. In: teltarif.de. 8. September 2008, abgerufen am 15. November 2019.</ref>
National Roaming
Im Zuge des eigenen Netzausbaus wurde das National Roaming im T-Mobile-Netz bis Ende 2009 abgeschaltet. In Einzelfällen geschah dies bereits, bevor O2 die Versorgung über das eigene Netz sicherstellen konnte. An bestimmten Standorten klagten Kunden über schlechteren Netzempfang, abbrechende Gespräche, undeutliche Sprachqualität und Funklöcher. O2 drängte dennoch auf die kundenseitige Vertragserfüllung bis zum Ende der Laufzeit, obwohl die Mobilfunknutzung am Kundenstandort nicht mehr befriedigend möglich war. Das Amtsgericht München verurteilte Telefónica im September 2007 dazu, einen betroffenen Kunden aus dem Vertrag zu entlassen.<ref>Thorsten Neuhetzki, Henning Gajek: T-Mobile-Roaming: o2 muss Kunden aus Vertrag entlassen. In: teltarif.de. 21. September 2007, abgerufen am 26. November 2015.</ref>
Intransparente Preispolitik
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mahnte O2 und Fonic sowie einige Mitbewerber ab, da die Mobilfunkanbieter bei ihrer Werbung für Mobilfunkverträge inklusive Handy dem letztendlich für das Endgerät fälligen Betrag verschleiern würden. Die Firma warb mit einer niedrigen Anzahlung und versteckte die monatlich zu zahlende Raten über die Vertragslaufzeit im Kleingedruckten. Telefónica gab daraufhin 2012 eine Unterlassungserklärung ab.<ref>Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erfolgreich im Kampf gegen verschleierte Preisangaben für Handys</ref>
Kunden, die den Alice/O2 Flatrate-Tarif talk4free europa & more gebucht haben, konnte durch eine Klausel in den AGB die Flatrate gekündigt werden, so dass innerhalb der Mindestlaufzeit Auslandsgespräche auf Basis einer Einzelabrechnung erfolgen. Die Verbraucherzentrale Hamburg verklagte Telefònica Germany. Das Landgericht Hamburg gab Verbrauchern und Verbraucherschützern Recht. Die Kündigung der Tarifoption störe das vertraglich festgelegte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung.<ref>LG Hamburg: Vertragsfortführung trotz Flatrate-Kündigung benachteiligt Telefonkunden unangemessen. Abgerufen am 7. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Kundenservice
Am 6. Dezember 2016 berichtete Marktcheck von Problemen bei der Erreichbarkeit des Kundenservices von Telefónica Germany wegen des Arbeitspensums nach dem Zusammenschluss mit E-Plus.<ref>Wie O2 Kunden lahmlegt. In: Südwestrundfunk (online). 6. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Dezember 2016; abgerufen am 15. November 2019.</ref> Diese Probleme hatten sich nach Ansicht von Experten bis 2017 nicht gelegt.<ref>Patrick Spät: O2 geht die Luft aus. In: Heise online. 24. Mai 2017, abgerufen am 15. November 2019.</ref> Connect testete die Hotline 2018 und bewertete sie dagegen mit „gut“.<ref>Dominik Haag: Telefónica überrascht im Hotline-Test der Connect. 4. April 2018, abgerufen am 5. März 2019.</ref> Seit dem Jahr 2023 bewertet Connect den Kundenservice des Unternehmens mit der Note „sehr gut“<ref>Josefine Milosevic: 20 Mobilfunk-Anbieter im Hotline-Service-Test 2023: Deutschland – Netzbetreiber: Deutsche Telekom, Telefónica O2 & Vodfafone. In: Connect.de. 5. April 2023, abgerufen am 8. Januar 2026.</ref>, zuletzt bestätigte sie dieses Ergebnis im April 2025.<ref>Josefine Milosevic: Mobilfunk-Hotlines im Test 2025: Wer liefert den besten Service? In: Connect.de. 30. April 2025, abgerufen am 8. Januar 2026.</ref>
EU-Roaming
Nach dem Wegfall der Roaminggebühren in der Europäischen Union zum 15. Juni 2017 wurden nicht alle O2-Kunden automatisch auf diese Tarifierung umgestellt; jene mit einer alternativen Roamingoption mussten eine SMS an O2 schicken, um von der Roaming-Regulierung zu profitieren.<ref>Markus Weidner: Roaming bei o2: Diese Kunden werden automatisch umgestellt. In: teltarif.de. 6. Mai 2017, abgerufen am 20. Februar 2018.</ref> Dies kritisierte der VZBV Anfang August 2017 als Verstoß gegen das Irreführungsverbot des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb und leitete gerichtliche Schritte ein.<ref>Verbraucherschützer kündigen Klage gegen O2 an. In: Spiegel Online. 7. August 2017, abgerufen am 15. November 2019.</ref> Der Fall war seit 2019 vor dem Europäischen Gerichtshof anhängig<ref>Alexander Kuch: o2: Verpatzte Roaming-Umstellung kommt vor den EuGH. In: teltarif.de. 22. August 2019, abgerufen am 15. November 2019.</ref> und wurde am 3. September 2020 zugunsten des klagenden Verbraucherschutzverbandes entschieden.<ref>Roaming-Tarif für alle: Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen O2. In: heise.de. 3. September 2020, abgerufen am 15. September 2020.</ref>
Ausfälle im Internet
Am 21. Mai 2024 kam es bei mehreren Providern, darunter O2, zu massiven mehrstündigen Störungen bei der Interneteinwahl<ref>Mara Pallokat: Große Internet-Störung in Deutschland. Postbank, Telekom, 1&1, o2. In: BILD. 21. Mai 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Mai 2024; abgerufen am 21. Mai 2024.</ref>. Betroffen waren hauptsächlich Großstädte wie Berlin, München, Hamburg und Frankfurt (Main).<ref name="netzwelt">Michael Knott: O2 ist down: Internetprovider kämpft aktuell mit Störungen. In: Netzwelt. 21. Mai 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Mai 2024; abgerufen am 21. Mai 2024.</ref> Die technischen Ursachen hierfür lagen im Netz der Telekom, das für Dienste wie VDSL auch von Mitbewerbern wie O2 genutzt wird.<ref>Radioeins: Internet-Nutzer von Telekom, O2 und 1&1 melden technische Störungen. Auch Berlin betroffen. rbb, 21. Mai 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Mai 2024; abgerufen am 21. Mai 2024.</ref>
Weiteres
Clearingstelle Urheberrecht im Internet
Seit Februar 2021 ist Telefónica Germany GmbH & Co. OHG freiwillig Mitglied bei der Clearingstelle Urheberrecht im Internet, welche durch DNS-Sperren Websites im Internet blockiert, die Urheberrechtsverletzungen enthalten.<ref>Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII) Mitglieder. Abgerufen am 31. März 2021.</ref> Die Sperrungen erfolgen ohne behördliche oder richterliche Anordnung, was für weitreichende Kritik sorgt.<ref>Heise online: Erste Websperren seit Jahren (04/2021)</ref>
Corporate Responsibility
Seit der Jahrtausendwende erstellt das Unternehmen einen jährlichen Corporate-Responsibility-Bericht.<ref>Der Bericht 2005/2006 war der vierte. Siehe: O2 plc: Mobilfunk geht uns alle an. Unsere Verantwortung für die Generation von morgen. Corporate Responsibility Report 2005/2006, S. 5. (PDF) In: www.upj.de. 2006, abgerufen am 15. November 2019.</ref> Für den Zeitraum 2016 bis 2020 gelten drei Handlungsschwerpunkte: „Verantwortlich wirtschaften“, „Leben in der digitalen Welt stärken“ und „Umwelt und Klima schützen“. Das Unternehmen arbeitet hier auch mit Nichtregierungsorganisationen zusammen, zum Beispiel mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, dem Naturschutzbund Deutschland, dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management, der Deutschen Umwelthilfe, Germanwatch oder dem Deutschen Kinderhilfswerk.<ref>Telefónica Deutschland Holding AG: Der Mensch im Mittelpunkt digitaler Verantwortung. Corporate Responsibility Report 2018, S. 14 und S. 23. (PDF) In: www.telefonica.de. April 2019, abgerufen am 15. November 2019.</ref>
Sponsoring
O2 sponserte 2006 das Formel-1-Team BMW Sauber F1 Team.<ref>Frank Kabodt: O2 wird neuer Partner des BMW Sauber F1 Teams. In: Areamobile.de. 12. Januar 2006, abgerufen am 14. November 2019.</ref><ref>Fabian Hust: ‚o2‘ steigt als Sponsor beim BMW Sauber F1 Team aus. In: www.motorsport-total.com. 17. August 2006, abgerufen am 14. November 2019.</ref> Von 2004 bis 2007 unterstützte das Unternehmen den Mobile Movie Award finanziell.<ref>o2 mobile movie award. In: www.kulturpreise.de. Abgerufen am 14. November 2019.</ref> 2004 war O2 Sponsor des deutschen Kajak-Zweiers Tim Wieskötter/Ronald Rauhe.<ref>Friedhard Teuffel: Im Traumschiff. In: Der Tagesspiegel. 27. April 2004, abgerufen am 14. November 2019.</ref> Von 2004 bis 2005 sponserte das Unternehmen ebenfalls die Schwimmerin Hannah Stockbauer.<ref>O2 verpflichtet Top-Schwimmerin Hannah Stockbauer als Testimonial. In: Horizont (online). 18. Juni 2004, abgerufen am 14. November 2019.</ref><ref>Oliver Ohmann: Werbe-Verträge gekündigt! In: B.Z. 12. Oktober 2005, abgerufen am 14. November 2019.</ref> O2 war von 2005 bis 2009 offizieller Partner des Deutschen Ski-Verbands.<ref>Viktoria Franke: O2 verlängert Vertrag mit dem DSV. In: biathlon-online.de. 19. Juli 2006, abgerufen am 14. November 2019.</ref>
Am 10. September 2008 wurde die O2 World Berlin mit einem Fassungsvermögen von bis zu 17.000 Besuchern eröffnet. Sie ist Austragungsort zahlreicher Sport-, Musik- und Entertainment-Veranstaltungen. Sie entstand auf einer Fläche am Ostbahnhof Berlin.<ref>Isabell Jürgens: O2 World – die Halle ist der Star. In: Die Welt. 9. September 2008, abgerufen am 14. November 2019.</ref> Im Sommer 2010 wurde aus der Hamburger Color Line Arena die O2 World Hamburg. Das Sponsoring der O2 World Berlin und der O2 World Hamburg endete am 30. Juni 2015, danach wurde die Berliner Halle in Mercedes-Benz Arena,<ref>Björn Seeling: Arena am Ostbahnhof unter neuem Stern. In: Der Tagesspiegel. 21. Januar 2015, abgerufen am 14. November 2019.</ref> das Hamburger Pendant in Barclaycard Arena umbenannt.<ref>O2 World heißt jetzt Barclaycard Arena. In: Hamburg 1 (online). 1. Juni 2015, abgerufen am 14. November 2019.</ref>
Bundesliga Pur – Lunchtime von Sport1 sendet aus dem 35. Stock der Münchner Zentrale von Telefónica Deutschland, O2 agiert hier seit 2019 als Sponsor für die Location, einen Nachrichtenticker und eine Sendungsrubrik.<ref>Maximilian Flaig: Das sind die Fußball-Werbepartner von Sport 1. In: Werben & Verkaufen (online). 16. August 2019, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> Bei dem Podcast Alle Wege führen nach Ruhm von Joko Winterscheidt und Paul Ripke trat O2 zwischen 2019 und 2022 bis zum Ausstieg von Winterscheidts als Sponsor auf.<ref>Katrin Otto: O2 wirbt in Jokos und Pauls Podcast "Alle Wege führen nach Ruhm". In: Werben & Verkaufen (online). 14. August 2019, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref><ref>Joko Winterscheidt steigt bei "Alle Wege führen nach Ruhm" aus. In: wuv.de. 10. Dezember 2021, abgerufen am 8. Januar 2026.</ref>
In den Jahren 2024 und 2025 war die Marke O2 namensgebender Partner der O2 Surftown MUC, Europas größtem Surfpark. Die Anlage eröffnete im August 2024 in der Gemeinde Hallbergmoos, in direkter Nähe zum Flughafen München Franz Josef Strauß.<ref>Catrin Bialek: Sponsoring: Warum O2 künftig auf der Surf-Welle reitet - HORIZONT. In: Horizont.de. 5. Juli 2023, abgerufen am 19. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Auszeichnungen
Für seinen Geschäftsbericht 2018 gewann das Unternehmen den Red Dot Design Award.<ref>Telefónica Deutschland Annual Report 2018. In: www.red-dot.org. Abgerufen am 12. Dezember 2019.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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