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Temnikow

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{{#if: behandelt einen Ort in Russland; für den russischen Fußballspieler siehe Iwan Wiktorowitsch Temnikow.

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Temnikow (Vorlage:RuS, Vorlage:MdfS, Vorlage:Lang) ist eine Kleinstadt in der Republik Mordwinien (Russland) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geographie

Datei:Санаксарский монастырь.jpg
Sanaksar-Kloster

Die Stadt liegt etwa 160 km nordwestlich der Republikhauptstadt Saransk an der Mokscha, einem rechten Nebenfluss der in die Wolga mündenden Oka.

Temnikow ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte

Temnikow wurde im 14. Jahrhundert acht Kilometer flussabwärts als befestigte Stadt gegründet. 1536 wurde die Stadt an die heutige Stelle verlegt, der alte Ort ist als Dorf Stary Gorod (Alte Stadt) erhalten. Damit ist Temnikow die älteste Stadt Mordwiniens.

1779 erhielt der Ort als Verwaltungszentrum eines Kreises (Ujesds) des Gouvernements Tambow das heutige Stadtrecht.

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 58 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.<ref>Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.</ref> Es soll das erste Kriegsgefangenenlager in der Sowjetunion gewesen sein.<ref>Vgl. Zeitschrift für Militärgeschichte, Berlin(-Ost) 1963, S. 46.</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1897 5700
1926 1900
1939 5464
1959 6159
1979 7354
1989 9172
2002 8375
2010 7243

Anmerkung: Volkszählungsdaten (bis 1926 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Drei Kilometer nordwestlich von Temnikow liegt am linken Mokscha-Ufer das 1659 gegründete Sanaksar-Gottesmutter-Geburts-Kloster (Vorlage:Lang/Roschdestwo-Bogoroditschny Sanaksarski monastyr; kurz auch Sanaksar-Kloster), im 18. Jahrhundert eines der bedeutendsten religiösen Zentren Russlands.

Die Stadt besitzt ein Heimatmuseum.

Wirtschaft

In Temnikow gibt es ein Glühlampenwerk, Betriebe der Holzwirtschaft und der holzverarbeitenden (Papier/Tapeten) sowie der Lebensmittelindustrie.

Persönlichkeiten

  • Fjodor Uschakow (1745–1817), Admiral, Heiliger der Russisch-Orthodoxen Kirche; verbrachte seine letzten Lebensjahre auf seinem Besitz unweit Temnikow und ist im dortigen Sanaksar-Kloster beigesetzt
  • Theodor von Sanaksar (Iwan Ignatjewitsch Uschakow, 1718–1791), Heiliger der Russisch-Orthodoxen Kirche, Admiral Uschakows Onkel; ebenfalls im Sanaksar-Kloster beigesetzt

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

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