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The Blind Boys of Alabama

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Datei:Blind Boys from Alabama.jpg
The Blind Boys of Alabama, 2008

The Blind Boys of Alabama ist eine Gospelgruppe aus Alabama, die im Jahre 1939 am Talladega Institute for the Negro Deaf and Blind<ref name="TBBoA-CBS News">The Blind Boys Of Alabama. CBS News, 24. Dezember 2003, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.cbsnews.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> in Talladega unter dem Namen The Happyland Singers von fünf blinden Jungen gegründet wurde; sie waren damals neun Jahre alt.

Werdegang

Als sie im Jahr 1948 zusammen mit den Jackson Harmonies auftreten sollten, einer anderen Gruppe blinder Sänger, ließ der Veranstalter das Konzert als Wettbewerb zwischen den Five Blind Boys of Alabama und den Five Blind Boys of Mississippi anpreisen. Beide Ensembles behielten diese Namen daraufhin bei.

Die Blind Boys of Alabama stehen in der Tradition des vierstimmigen Gospel-Satzgesanges, der Gesangsmelodien dramatisch kontrastieren lässt. Dieser Stil war zunächst in religiösen Kreisen verbreitet, ist dann durch Gruppen wie das Golden Gate Quartet säkularisiert worden und besaß seinerzeit in Birmingham (Alabama) ein Zentrum.

Die Gruppe trat mehrere Jahrzehnte lang bei afrikanisch-amerikanischen Gospelkonzerten auf, unter anderem in den 1950er Jahren in großen Veranstaltungen zusammen mit den Soul Stirrers, den Pilgrim Travelers, und den Blind Boys of Mississippi.

Anfang der 1980er Jahre wirkten sie in dem Musical The Gospel at Colonus mit, welches die klassische griechische Tragödie Ödipus auf Kolonos von Sophokles von dem Prediger einer zeitgenössischen Pfingstgemeinde erzählen lässt. Diese Produktion gewann einen Obie Award und brachte den Blind Boys of Alabama einen Popularitätssprung.

Von den Gründungsmitgliedern war zuletzt noch der langjährige, am 3. Juni 2018 im Alter von 88 Jahren verstorbene Leadsänger Clarence Fountain dabei, der allerdings seine Konzertreisen in den letzten Lebensjahren aus Gesundheitsgründen einschränken musste. George Scott, letztes Ursprungsmitglied neben Fountain, ist bereits am 9. März 2005 im Alter von 75 Jahren verstorben. Jimmy Carter, ein weiterer Gospelveteran, ist – anders als hin und wieder behauptet – kein Gründungsmitglied. Er hat – allerdings auch erst seit den frühen 1970ern – bei den Blind Boys of Mississippi gesungen und ist erst in den 1990er Jahren zu den Blind Boys of Alabama gestoßen. Seit 2013 ist Paul Beasley dabei, er war mit seinem markanten Falsettgesang in den 1960er und 1970er Jahren bei den Gospel Keynotes und sang seit den späten 1970ern einige Jahre bei den Mighty Clouds of Joy. Ben Moore (1941–2022), der zuvor zu James & Bobby Purify gehörte, kam 2008 in die Gruppe und blieb in ihr 14 Jahre bis zu seinem Tod.<ref name="TBBoA-Rolling Stone">John Blistein: Blind Boys of Alabama Singer Benjamin Moore, Jr. Dead at 80. The vocalist spent 14 years with the celebrated outfit after an already lengthy career working in soul, gospel, and R&B. Rolling Stone, 18. Mai 2022, abgerufen am 20. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Von 2002 bis 2005 gewannen sie viermal in Folge den Grammy für das beste traditionelle Gospelalbum (2005 gemeinsam mit Ben Harper), diese Auszeichnung errangen sie erneut im Jahr 2009, zusammen mit einem Grammy für ihr Lebenswerk.

Die Gruppe hat mit zahlreichen Künstlern zusammengearbeitet, unter anderem Aaron Neville, Tom Waits, Anthony Hamilton, Mavis Staples, Bonnie Raitt, Randy Travis, Solomon Burke, Lou Reed und Mahalia Jackson. Die Blind Boys of Alabama haben Tourneen zusammen mit Tom Petty und Peter Gabriel unternommen. Sie waren 2002 sowohl auf dem Soundtrack-Album Long Walk Home: Music from the Rabbit-Proof Fence<ref name="PG-Long Walk Home-Peter Gabriel">Peter Gabriel Ltd.: Long Walk Home - Released 15th April, 2002. PeterGabriel.com, 15. April 2002, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> von Gabriel zu hören als auch auf dem Studio-Album Up<ref name="PG-Up-Peter Gabriel">Peter Gabriel Ltd.: UP – Released 23rd September, 2002. PeterGabriel.com, 23. September 2002, abgerufen am 19. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anschließend waren sie mit Clarence Fountain, Jimmy Carter, George Scott und Joey Williams die Vorgruppe bei Gabriels Growing Up Tour von 2003 bis 2004 und traten auch bei dem Lied Sky Blue in den Konzerten auf.<ref name="PG-Growing Up Tour-Genesis Fanclub">Christian Gerhardts: Peter Gabriel – Growing Up Live Nordamerika 2002 Bericht. Peter Gabriel tourte mit seiner ambitionierten Growing Up Tour zunächst in Nordamerika. Volker Warncke und Christian Gerhardts waren bei einigen Konzerten dabei. Deutscher Genesis Fanclub 'it' / Genesis News Com - Christian Gerhardts, 23. Dezember 2002, abgerufen am 20. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie waren auch in dem Dokumentarfilm Growing Up on Tour: A Family Portrait über diese Tournee zu sehen.<ref name="Growing Up on Tour-DVD-Booklet"></ref> 2002 veröffentlichte die Gruppe auch eine Coverversion des Prince-Songs The Cross.

Diskografie (Auswahl)

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Weblinks

Einzelnachweise

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