Theodor Dependorf
Theodor Dependorf (* 15. August 1870 in Hamburg; † 8. Mai 1915 bei Ypern) war ein deutscher Zahnmediziner und Hochschullehrer.
Leben
Der Kaufmannssohn Dependorf besuchte die Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg.<ref>Ernst Giese, Benno von Hagen: Geschichte der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Gustav Fischer Verlag, Jena 1958, OCLC 250111686, S. 635.</ref> Nach dem Abitur studierte er ab 1889 an der Universität Jena Zahnheilkunde. 1890 wurde er Mitglied des Corps Thuringia Jena.<ref>Kösener Corpslisten 1960, 62/696</ref> Als Inaktiver wechselte er an die Universität Leipzig. Ab 1895 arbeitete er bei Ernst Haeckel am Zoologischen Institut der Universität Jena, die ihn 1896 in Biologie zum Dr. phil. promovierte.<ref>Theodor Dependorf: Zur Entwickelungsgeschichte des Zahnsystems der Säugetier-Gattung Galeopithecus Pall. Dissertation. Gustav Fischer Verlag, Jena 1896, OCLC 1074437440.</ref> Er ließ sich 1897 als praktischer Arzt in seiner Geburtsstadt nieder und heiratete Ursula Susanne Kramer, Tochter eines Kurarztes aus Bad Elster. 1902 von der Universität Jena als Direktor des Zahnärztlichen Instituts berufen, habilitierte Dependorf sich 1903 für Zahnheilkunde.<ref>Theodor Dependorf: Mitteilungen zur Anatomie und Klinik des Zahnfleisches und der Wangenschleimhaut nach mikroskopischen Untersuchungen an verschiedenen menschlichen Altersstadien. Habilitationsschrift. In: Julius Weiss (Hrsg.): Oesterreichisch-Ungarische Vierteljahrsschrift für Zahnheilkunde. Band 19. Wien 1903, OCLC 252604962, S. 337 (google.de).</ref> Seither Privatdozent, wechselte er 1907 als Direktor des Zahnärztlichen Instituts an die Universität Leipzig, die ihn 1908 zum Extraordinarius für Zahnheilkunde ernannte. Im selben Jahr veranlasste er den (1910 fertiggestellten) Neubau des Zahnärztlichen Instituts in der Nürnberger Straße. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich 1915 als Kriegsfreiwilliger. Wenig später fiel er mit 45 Jahren in der Zweiten Flandernschlacht.
Literatur
- Hannelore Sabine Genz-Klein: Leben und Wirken des Lehrers und Forschers der Zahnheilkunde Prof. Dr. phil. John Theodor Dependorf. Dissertation, Karl-Marx-Universität 1967.
Weblinks
- Theodor Dependorf im Professorenkatalog der Universität Leipzig
- Übersicht der Lehrveranstaltungen von Theodor Dependorf an der Universität Leipzig
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dependorf, Theodor |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Zahnmediziner und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 15. August 1870 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 8. Mai 1915 |
| STERBEORT | bei Ypern |
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- Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
- Hochschullehrer (Universität Leipzig)
- Corpsstudent (19. Jahrhundert)
- Person (Hamburg)
- Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)
- Zahnarzt
- Deutscher
- Geboren 1870
- Gestorben 1915
- Mann