Tito Livio Burattini
Tito Livio Burattini (* 8. März 1617 in Agordo, Provinz Belluno; † wohl am 18. November 1681 in Krakau)<ref name="Wos25">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> war als Universalgelehrter unter anderem am polnischen Hof tätig<ref name="Wos121" /><ref name="Wos127">Jan Wladyslaw Wós: Tito Livio Burattini, Precursore del Sistema metrico, e la Polonia del XVII Secolo. In: Jan Wladyslaw Wós (Hrsg.): Silva Rerum. Sulla Storia dell´Europa orientale e le Relazioni italo-polacche (= Labirinti. Collana del Dipartimento di Scienze Filologiche e Storiche. Band 54). Università degli Studi di Trento, Trient 2001, ISBN 88-8443-011-9, S. 127.</ref> und hielt Kontakt zu berühmten Wissenschaftlern seiner Zeit.<ref name="Wos121">Jan Wladyslaw Wós: Tito Livio Burattini, Precursore del Sistema metrico, e la Polonia del XVII Secolo. In: Jan Wladyslaw Wós (Hrsg.): Silva Rerum. Sulla Storia dell´Europa orientale e le Relazioni italo-polacche (= Labirinti. Collana del Dipartimento di Scienze Filologiche e Storiche. Band 54). Università degli Studi di Trento, Trient 2001, ISBN 88-8443-011-9, S. 121.</ref> Heute ist er besonders für die Erfindung des Dragon Volant<ref name="Behringer269" /> sowie als Vorläufer des metrischen Systems bekannt.<ref name="Wos122">Jan Wladyslaw Wós: Tito Livio Burattini, Precursore del Sistema metrico, e la Polonia del XVII Secolo. In: Jan Wladyslaw Wós (Hrsg.): Silva Rerum. Sulla Storia dell´Europa orientale e le Relazioni italo-polacche (= Labirinti. Collana del Dipartimento di Scienze Filologiche e Storiche. Band 54). Università degli Studi di Trento, Trient 2001, ISBN 88-8443-011-9, S. 122.</ref>
Leben
Tito Livio Burattini wurde am 8. März 1617 in Agordo, in der Region Belluno in Norditalien, in eine Familie des örtlichen Adels geboren, deren Anwesenheit in der Region seit Mitte des 14. Jahrhunderts bekannt ist.<ref name="Wos25" /> Burattini studierte in Padua<ref>Hania Siebenpfeiffer: „…pas plus que huit mois de temps et cinq cents escus pour payer les ouvriers“. Tito Livio Burattinis dragon volant zwischen Wissenschaft und Scharlatanerie. In: Tina Asmussen, Hole Rößler (Hrsg.): Scharlatan! Eine Figur der Relegation in der frühneuzeitlichen Gelehrtenkultur, (= Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit. Band 17. Heft 2/3). Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-465-04192-4, S. 300.</ref> und Venedig klassische Literatur, Sprachen, Architektur, Astronomie und Naturwissenschaften.<ref name="Wos25" /> Über die letzten Lebensjahre des Universalgelehrten ist wenig bekannt. Burattini erkrankte an Gicht<ref>Tito Livio Burattini an Pierre des Noyers, 20. Dezember 1680. In: Antonio Favaro (Hrsg.): Intorno alla Vita ed ai Lavori di Tito Livio Burattini, fisico Agordino del secolo XVII. Studi e Ricerche (= Memorie del Reale Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti). Tipografia Carlo Ferrari, Venedig 1896, S. 136–137.</ref> und starb vermutlich am 18. November 1681.<ref name="Wos25" /> An seinem Lebensende geriet er in schwere Armut, weshalb nicht genügend Geld für sein Begräbnis zur Verfügung stand.<ref>Ilario Tancon: Lo scienziato Tito Livio Burattini (1617-1681). Al servizio del re di Polonia (= Labirinti. Collana del Dipartimento di Scienze Filologiche e Storiche. Band 81). Università degli Studi di Trento, Trient 2006, ISBN 88-8443-091-7, S. 68–69.</ref> Viele der Ideen des Universalgelehrten, Wissenschaftlers und Erfinders blieben unrealisierte Projekte. Ein möglicher Grund hierfür ist die weite Entfernung seiner Niederlassung in Polen von den großen europäischen Forschungszentren seiner Zeit.<ref>Tito Livio Burattini an Ismaele Bouillau, 4. Oktober 1675. In: Antonio Favaro (Hrsg.): Intorno alla Vita ed ai Lavori di Tito Livio Burattini, fisico Agordino del secolo XVII. Studi e Ricerche (= Memorie del Reale Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti). Tipografia Carlo Ferrari, Venedig 1896, S. 130–131.</ref>
Ägyptologie
Nach dem Abschluss seines Studiums reiste Tito Livio Burattini nach Ägypten, wo der von 1637 bis 1641 residierte.<ref name="Wos121" /> Während seines Aufenthaltes bereiste er das Nildelta, den Sinai und den Bereich des Fayyum.<ref>Horst Beinlich: Athanasius Kircher und die Kenntnis vom Alten Ägypten. In: Horst Beinlich, Christoph Daxelmüller (Hrsg.): Magie des Wissens. Athanasius Kircher 1602-1680 Universalgelehrter, Sammler, Visionär. Röll Verlag, Dettelbach 2002a, ISBN 978-3-89754-211-2, S. 98.</ref> Hierbei führte er geografische, ethnografische sowie messtechnische Untersuchungen durch. Darüber hinaus fertigte er eine geografische Karte an und definierte die Koordinaten der wichtigsten Orte genau.<ref name="Wos121" /> Im Jahr 1639 erforschte er zusammen mit dem englischen Mathematiker John Greaves die Cheops-Pyramide.<ref>Ilario Tancon: Lo scienziato Tito Livio Burattini (1617-1681). Al servizio del re di Polonia (= Labirinti. Collana del Dipartimento di Scienze Filologiche e Storiche. Band 81). Università degli Studi di Trento, Trient 2006, ISBN 88-8443-091-7, S. 74.</ref>
Am 3. Juni 1652 trat er mit Athanasius Kircher in Kontakt.<ref>Tito Livio Burattini an Athanasius Kircher, 3. Juni 1652. In Archivio della Pontificia Università Gregoriana 558, f. 133r-134v, nach Horst Beinlich: Kircher und Ägypten. Information aus zweiter Hand: Tito Livio Burattini. In Horst Beinlich, Hans-Joachim Vollrath, Klaus Wittstadt (Hrsg.): Spurensuche. Wege zu Athanasius Kircher (= 600 Jahre Uni 2002). Röll Verlag, Dettelbach 2002b, ISBN 3897542137, S. 70.</ref> Von dem Briefwechsel zwischen Burattini und Kircher sind fünf Schreiben und Zeichnungen erhalten, die heute im Archivio della Pontificia Università Gregoriana aufbewahrt werden.<ref>Horst Beinlich: Kircher und Ägypten. Informationen aus zweiter Hand. In: Horst Beinlich, Hans-Joachim Vollrath, Klaus Wittstadt (Hrsg.): Spurensuche. Wege zu Athanasius Kircher (= 600 Jahre Uni 2002). Röll Verlag, Dettelbach 2002b, ISBN 3-89754-213-7, S. 70.</ref> Kircher veröffentlichte in seinen Werken Oedipus Aegyptiacus und Sphinx Mystagoga Zeichnungen von Burattini. Diese Abbildungen zeigen Pyramiden bei Dahschur<ref>Wilhelm Schmidt-Biggemann, Frank Böhling: Oedipus Aegyptiacus (= Hauptwerke. Wissenschaftlich geleitete Reprint-Edition mit Register. Band 2). Olms-Weidmann, Hildesheim u. a. 2013, ISBN 9783487146409, S. 305.</ref> sowie eine sich dort befindende Grabanlage.<ref>Horst Beinlich: Athanasius Kircher und die Kenntnis vom Alten Ägypten. In: Horst Beinlich, Christoph Daxelmüller (Hrsg.): Magie des Wissens. Athanasius Kircher 1602-1680 Universalgelehrter, Sammler, Visionär, Röll Verlag, Dettelbach 2002a, ISBN 978-3-89754-211-2, S.96. Nach: Athanasius Kircher: Sphinx Mystagoga Sive Diatribe Hieroglyphica, Jansson-Waesberg, Amsterdam 1676, S. 8–9.</ref> Nach 1652 lässt sich kein Kontakt zwischen Kircher und Burattini mehr nachweisen.<ref>Horst Beinlich, Hans-Joachim Vollrath, Klaus Wittstadt (Hrsg.): Spurensuche. Wege zu Athanasius Kircher (= 600 Jahre Uni 2002). Röll Verlag, Dettelbach 2002b, ISBN 3-89754-213-7, S. 60.</ref>
Aufenthalt in Polen
Im Jahr 1641 kehrte Burattini nach Europa zurück und ließ sich nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland in seiner Wahlheimat Polen nieder.<ref name="Wos25" /> Als ausländischer Höfling verweilte er in Krakau am polnischen Hof,<ref name="Wos121" /><ref name="Wos127" /> wo er in kurzer Zeit die Gunst des Königs Władysław IV. Wasa und dessen aus Italien stammender Ehefrau Luisa Maria Gonzaga erlangte.<ref>Hania Siebenpfeiffer: „…pas plus que huit mois de temps et cinq cents escus pour payer les ouvriers“. Tito Livio Burattinis dragon volant zwischen Wissenschaft und Scharlatanerie. In: Tina Asmussen, Hole Rößler (Hrsg.): Scharlatan! Eine Figur der Relegation in der frühneuzeitlichen Gelehrtenkultur, (= Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit. Band 17. Heft 2/3). Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-465-04192-4, S. 301.</ref> Vom polnischen Hof aus gelang es Burattini mit europäischen, besonders französischen, Wissenschaftlern in Kontakt zu treten.<ref name="Wos121" />
Königin Maria Louisa von Gonzages-Nevers ernannte Tito Livio Burattini 1648 zum königlich polnischen Architekten.<ref name="Beinlich57">Horst Beinlich: Kircher und Ägypten. Informationen aus zweiter Hand. In: Horst Beinlich, Hans-Joachim Vollrath, Klaus Wittstadt (Hrsg.): Spurensuche. Wege zu Athanasius Kircher (= 600 Jahre Uni 2002). Röll Verlag, Dettelbach 2002b, ISBN 3-89754-213-7, S. 57–58.</ref> Im Zuge dieses Amtes überwachte er den Bau des Kazimierz-Palast in Warschau sowie die Renovierungsarbeiten des Schlosses Ujadów.<ref name="Wos32">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Darüber hinaus war Burattini mit der Aufsicht im Erz- und Silberbergbau sowie mit der Münzprägung betraut.<ref name="Beinlich57" /> Im Rahmen dieser Tätigkeit wurden Burattini mehrfach schwere Anschuldigungen vorgeworfen, die im Wesentlichen mit der Buchführung, der schlechten Qualität der Münzen sowie einer persönlichen Bereicherung des gebürtigen Italieners zusammenhängen.<ref name="Wos32" /> Die Diskussion unter Wissenschaftler diesbezüglich ist noch heute offen.<ref name="Wos122" /> Neben seiner Beschäftigung mit Flugversuchen führte Burattini in Polen Experimente zum Vakuum sowie zur Optik durch.<ref>Inge Keil: Augustanus Opticus. Johann Wiesel (1583-1662) und 200 Jahre optisches Handwerk in Augsburg (= Colloquia Augustana. Band 12). Akademie Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-05-003444-0, S.145. Nach: Dizionario Biografico degli Italiani (= Buffoli – Caccianemici. Band 15). Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1972, S. 394–398.</ref>
Der Dragon Volant
In den Jahren 1647/48 berichtete der Sekretär des Königs Wladyslaw IV. von Polen, Pierre de Noyers, in seinen Korrespondenzen von dem Vorhaben Burattinis, eine Flugmaschine zu bauen. Pläne diesbezüglich sowie Planskizzen dieses Vorhabens hielt der italienische Erfinder in seiner Niederschrift Ars Volandi fest.<ref name="Behringer269" />
Burattini streift die Möglichkeit eines „Leichter als Luft“-Fluges gemäß dem archimedischen Prinzip, da, laut ihm, selbst die leichteste Feder eines Vogels ein höheres spezifisches Gewicht aufweist als Luft.<ref name="Behringer269">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Nach: Clive Hart: The Prehistory of Flight, University of California Press, Berkeley 1985, ISBN 978-0520052130, S. 136–138.</ref> Mit neuen mechanischen Prinzipien versucht er vorherige Probleme gescheiterter Flugversuche zu lösen. Hierbei handelt es sich um Galileo Galileis Ideen bezüglich des Luftwiderstandes, die Burattini vermutlich in seiner Italienreise um 1646 kennengelernt hatte.<ref name="Behringer269" />
Burattini hoffte auf finanzielle Unterstützung des polnischen Hofes bezüglich der Verwirklichung seiner Pläne. In den Jahren 1647/48 baute er schließlich ein 1,205 m langes Modell des Dragon Volant (siehe Abb. 1). Diese Flugmaschine bestand aus feststehenden Tragflächen in Kombination mit einem Flügelschlagmechanismus, der über ein Hebelwerk mittels Muskelkraft angetrieben werden sollte.<ref name="Behringer269" /> Die Maschine hatte Drachenform und sollte mittels des drehbaren Schwanzstückes gesteuert werden. Ob es jemals eine Ausführung der Pläne in Lebensgröße gab, ist unklar.<ref name="Behringer269" />
Der Prototyp der Maschine hob 1647 anlässlich einer Demonstration am Warschauer Hof für einige Momente mit einer Katze ab.<ref>Jan Wladyslaw Wós: Tito Livio Burattini, uno Scienziato italiano nella Polonia del Seicento. In: Platania, Gaetano (Hrsg.): L´Europa di Giovanni Sobieski. Cultura, politica, mercatura e società, Sette Città, Viterbo 2004, ISBN 88-7853-008-5, S. 28.</ref> 1648 verbreitete sich die Nachricht des polnischen Ingenieurs, der eine Flugmaschine namens Fliegender Drache entworfen hatte, in ganz Europa.<ref name="Wos122" /> Die Reaktion hierauf war jedoch überwiegend sarkastisch.<ref>Wolfgang Behringer, Constanze Ott-Koptschalijski: Der Traum vom Fliegen. Zwischen Mythos und Technik. Fischer, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-10-007106-9, S. 271. Nach: Clive Hart: The Prehistory of Flight, University of California Press, Berkeley 1985, ISBN 978-0520052130, S. 145.</ref> Diese negative Resonanz europäischer Wissenschaftler bezieht sich besonders auf ein vermeintliches Versprechen Burattinis, mithilfe des fliegenden Drachens in der Lage zu sein, in 12 Stunden von Konstantinopel nach Warschau zu reisen.<ref name="Wos122" />
Das metrische System
Burattini gilt als Vorläufer des metrischen Systems.<ref name="Wos122" /> Das von ihm entwickelte Einheitensystem orientierte sich an der Periode eines Pendels<ref>Jan Wladyslaw Wós: Tito Livio Burattini, Precursore del Sistema Metrico, e la Polonia del XVII Secolo. In: Jan Wladyslaw Wós (Hrsg.): Silva Rerum. Sulla Storia dell´Europa orientale e le Relazioni italo-polacche (= Labirinti. Collana del Dipartimento di Scienze Filologiche e Storiche. Band 54). Università degli Studi di Trento, Trient 2001, ISBN 88-8443-011-9, S. 123.</ref> und brachte die Längeneinheit metro cattolico (Universal Meter) hervor.<ref>Ilario Tancon: Lo scienziato Tito Livio Burattini (1617-1681). Al servizio del re di Polonia (= Labirinti. Collana del Dipartimento di Scienze Filologiche e Storiche. Band 81). Università degli Studi di Trento, Trient 2006, ISBN 88-8443-091-7, S. 123.</ref> In seinem 1675 in der Druckerei der Franziskaner in Vilna erschienenem Werk Misura Universale schlägt Burattini diese universelle Längeneinheit vor.<ref>Jan Wladyslaw Wós: Tito Livio Burattini, uno Scienziato italiano nella Polonia del Seicento. In: Platania, Gaetano (Hrsg.): L´Europa di Giovanni Sobieski. Cultura, politica, mercatura e società. Sette Città, Viterbo 2004, ISBN 88-7853-008-5, S. 23.</ref>
Darüber hinaus veröffentlicht Burattini, in Anlehnung an Galileo Galileis Manuskript La bilancetta zur hydrostatischen Waage zur Bestimmung des spezifischen Gewichts, im Jahr 1645 sein Werk La Bilancia Sincera.<ref name="Targosz">Karolina Targosz: “LE DRAGON VOLANT” DE TITO LIVIO BURATTINI. In: Annali dell´Instituto e Museo di storia della scienza di Firenze (Band 2. Ausgabe 2). Brill, Florenz 1977, S. 69.</ref>
Weitere Erfindungen und Konstruktionen
Im Jahr 1617 hatte Burattini während seines Aufenthalts in Krakau die Gelegenheit eine Pascaline zu begutachten, die Blaise Pascal Maria Luisa Gonzaga schenkte. Diese war die Vorlage für seine Rechenmaschine, deren Modell er im Jahr 1658 fertigstellte und dem Großfürsten Ferdinando II. de Medici gab.<ref name="Henin">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Ein sich im Museo Galileo in Florenz befindende Rechenmaschine wurde fälschlicherweise lange für dieses, von Burattini konstruierte, Objekt gehalten.<ref name="Henin" />
In den Jahren 1680-1681 beschäftigte sich Tito Livio Burattini mit der Optik und der Astronomie. Mit Galileis ehemaligem Studenten Stanislaw Pudlowsky und dem Luccheser Hieronymus/Girolamo Pinocci (* 1612) unternahm er in Krakau optische Experimente.<ref>Bibliothèque d'Humanisme et Renaissance. Travaux et Documents Organe de l'Association Humanisme et Renaissance (Band 32). Droz, Genève 1970, S. 206.</ref> Dank einer seiner eigenen Konstruktionen konnte Burattini Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche der Venus entdecken.<ref name="Targosz" />
Einen Teil seiner selbst gefertigten Konstruktionen, z. T. hohle Glaslinsen für Mikroskop und Teleskop schenkte er Kardinal Leopoldo de’ Medici.<ref name="Henin" />
Literatur- und Quellenangaben
- Antonio Favaro: Intorno alla Vita ed ai Lavori di Tito Livio Burattini Fisico Agordino del secolo XVII. Studi e Richerche. Tipografia Carlo Ferrari, Venezia 1896.
- Bibliothèque d'Humanisme et Renaissance. Travaux et Documents Organe de l'Association Humanisme et Renaissance (Band 32). Droz, Genève 1970.
- Calculating machine. Unter: https://catalogue.museogalileo.it/object/CalculatingMachine_n01.html (abgerufen am 12. Januar 2020).
- Clive Hart: The Prehistory of Flight. University of California Press, Berkeley 1985, ISBN 978-0520052130.
- Copy of Breguet’s Pre-1914 Aircraft Challenge. Unter: http://chezpeps.free.fr/0/pre-1914/03-101_150-copy_paste_Breguet-Pre-1914-Aircraft-Challenge.html (abgerufen am 12. Januar 2020).
- Dizionario Biografico degli Italiani (= Buffoli – Caccianemici. Band 15). Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1972.
- ·Hania Siebenpfeiffer: „…pas plus que huit mois de temps et cinq cents escus pour payer les ouvriers“. Tito Livio Burattinis dragon volant zwischen Wissenschaft und Scharlatanerie. In: Tina Asmussen, Hole Rößler (Hrsg.): Scharlatan! Eine Figur der Relegation in der frühneuzeitlichen Gelehrtenkultur, (= Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit. Band 17. Heft 2/3). Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-465-04192-4, S. 283–308.
- Horst Beinlich: Athanasius Kircher und die Kenntnis vom Alten Ägypten. In: Horst Beinlich, Christoph Daxelmüller (Hrsg.): Magie des Wissens. Athanasius Kircher 1602-1680 Universalgelehrter, Sammler, Visionär. Röll Verlag, Dettelbach 2002a, ISBN 978-3-89754-211-2, S. 85–98.
- Horst Beinlich: Kircher und Ägypten. Information aus zweiter Hand: Tito Livio Burattini. In Horst Beinlich, Hans-Joachim Vollrath, Klaus Wittstadt (Hrsg.): Spurensuche. Wege zu Athanasius Kircher (= 600 Jahre Uni 2002). Röll Verlag, Dettelbach 2002b, ISBN 3897542137, S. 57–72.
- Ilario Tancon: Lo scienziato Tito Livio Burattini (1617–1681). Al servizio del re di Polonia (= Labirinti. Collana del Dipartimento di Scienze Filologiche e Storiche. Band 81). Università degli Studi di Trento, Trient 2006, ISBN 88-8443-091-7.
- Inge Keil: Augustanus Opticus. Johann Wiesel (1583–1662) und 200 Jahre optisches Handwerk in Augsburg (= Colloquia Augustana. Band 12). Akademie Verlag, Berlin 2000, ISBN 3050034440.
- Jan Wladyslaw Wós: Tito Livio Burattini, Precursore del Sistema metrico, e la Polonia del XVII Secolo. In: Jan Wladyslaw Wós (Hrsg.): Silva Rerum. Sulla Storia dell´Europa orientale e le Relazioni italo-polacche (= Labirinti. Collana del Dipartimento di Scienze Filologiche e Storiche. Band 54). Università degli Studi di Trento, Trient 2001, ISBN 88-8443-011-9, S. 121–128.
- Jan Wladyslaw Wós: Tito Livio Burattini, uno Scienziato italiano nella Polonia del Seicento. In: Platania, Gaetano (Hrsg.): L´Europa di Giovanni Sobieski. Cultura, politica, mercatura e società. Sette Città, Viterbo 2004, ISBN 88-7853-008-5, S. 23–35.
- Karolina Targosz: “LE DRAGON VOLANT” DE TITO LIVIO BURATTINI. In: Annali dell´Instituto e Museo di storia della scienza di Firenze (Band 2. Ausgabe 2). Brill, Florenz 1977.
- Silvio Hénin: Early Italian Computing Machines and their Inventors. In: Arthur Tatnall (Hrsg.): Reflections on the History of Computing. Preserving Memories and Sharing Stories. Springer, Heidelberg u. a. 2012, ISBN 9783642338991.
- Tito Livio Burattini. 1617–1681. Unter: https://catalogue.museogalileo.it/biography/TitoLivioBurattini.html (abgerufen am 12. Januar 2020).
- Wilhelm Schmidt-Biggemann, Frank Böhling: Oedipus Aegyptiacus (= Hauptwerke. Wissenschaftlich geleitete Reprint-Edition mit Register. Band 2). Olms-Weidmann, Hildesheim u. a. 2013, ISBN 9783487146409.
- Wolfgang Behringer, Constanze Ott-Koptschalijski: Der Traum vom Fliegen. Zwischen Mythos und Technik. Fischer, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-10-007106-9.
Werke
- Tito Livio Burattini an Athanasius Kircher, 3. Juni 1652. In Archivio della Pontificia Università Gregoriana 558, f. 133r–134v.
- Tito Livio Burattini an Ismaele Bouillau, 4. Oktober 1675. In: Antonio Favaro (Hrsg.): Intorno alla Vita ed ai Lavori di Tito Livio Burattini, fisico Agordino del secolo XVII. Studi e Ricerche (= Memorie del Reale Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti). Tipografia Carlo Ferrari, Venedig 1896, S. 130–131.
- Tito Livio Burattini an Pierre des Noyers, 20. Dezember 1680. In: Antonio Favaro (Hrsg.): Intorno alla Vita ed ai Lavori di Tito Livio Burattini, fisico Agordino del secolo XVII. Studi e Ricerche (= Memorie del Reale Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti). Tipografia Carlo Ferrari, Venedig 1896, S. 136–137.
Einzelnachweise
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