Tobias Hoesl
Tobias Hoesl (* 29. September 1961 in München) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben
Tobias Hoesl, als zweitältester von vier Brüdern in München geboren, ist der Sohn eines Deutschen und einer Schwedin.<ref>{{#switch:
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Der italienische Filmregisseur Dino Risi besetzte Hoesl für seine erste internationale Rolle in dem TV-Mehrteiler …und das Leben geht weiter (1983), in der er an der Seite internationaler Stars wie Virna Lisi, Vittorio Mezzogiorno, Philippe Leroy und Sylva Koscina spielte. In der Folgezeit übernahm Hoesl regelmäßig Fernseh- und Kinorollen im Ausland, schwerpunktmäßig in italienischen und französischen Produktionen. Mittlerweile hat er in über 80 Film- und TV-Produktionen mitgewirkt.
Unter der Regie von Egon Günther spielte er die Rolle des fiktiven, jedoch an historische Vorbilder angelehnten Leutnants von Treskow in dem mehrteiligen Kriegsdrama Morenga, das 1985 bei der Berlinale als deutscher Wettbewerbsbeitrag seine Premiere hatte.<ref>Alles erfunden>Filme, Comic, Romane Homepage der Familie von Treskow</ref> Im selben Jahr war er neben Giulietta Masina in dem tschechoslowakischen Märchenfilm Frau Holle (Perinbaba), der auf dem Internationalem Filmfestival in Venedig gezeigt wurde, zu sehen. Die Romanverfilmung La Storia (Regie: Luigi Comencini), in der Hoesl an der Seite von Claudia Cardinale spielte, wurde ein Jahr später ebenfalls bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt. In dem Low-Budget-Roadmovie Lockwood Desert, Nevada, das 1987 bei den Hofer Filmtagen uraufgeführt wurde, verkörperte Hoesl unter der Regie von Hans Noever einen jungen arbeitslosen Deutschen, der sich die USA aufmacht, um dort sein Glück zu finden.<ref>Lockwood Desert, Nevada. Handlung, Besetzung und Produktionsdetails. Abgerufen am 6. September 2025</ref><ref>LOCKWOOD DESERT, NEVADA. Offizielle Internetpräsenz der Hofer Filmtage. Abgerufen am 6. September 2025</ref> An der Seite von Mario Adorf spielte Tobias Hoesl 1987 in der Romanverfilmung von Stefan Zweigs Rausch der Verwandlung (Regie: Edouard Molinaro).
Es folgten zahlreiche weitere internationale Engagements, u. a. Dr. M (1990) von Claude Chabrol, die Titelrolle im norwegischen Film Der Eisbärkönig (Kvitebjørn Kong Valemon) und die international besetzte Abenteuerserie Die Rückkehr des Sandokan (Il Ritorno di Sandokan) mit Kabir Bedi, Romina Power und Franco Nero, in der Hoesl die Rolle des intriganten Bösewichts James Guilford spielte. In den 1990er Jahren drehte Hoesl regelmäßig in Frankreich, wo er u. a. in dem mehrteiligen Fernsehfilm Cathérine Courage, in den TV-Miniserien Belle Époche und Terre indigo sowie in dem Kreuzritterdrama Mit Schwert und Leidenschaft (De Terre et de Sang) zu sehen war.
Ab Mitte der 1980er Jahre war Hoesl regelmäßig auch in deutschen Fernsehproduktionen zu sehen. Unter anderem spielte er in den Fernsehserien Die Schwarzwaldklinik und Das Traumschiff. Häufig wurde er in Krimiformaten besetzt, unter anderem im Tatort: Im Herzen Eiszeit mit Rio Reiser, sowie in den TV-Serien Derrick, Der Alte und Siska. In der Fernsehreihe Klinik unter Palmen spielte er in zwei Folgen die Rolle des schwedischen Starchirurgen Ulf Wallin.<ref>Klinik unter Palmen: Böses Blut. Handlung und Besetzung. Abgerufen am 6. September 2025</ref><ref>Klinik unter Palmen: Liebe, Lügen, Leidenschaft. Handlung und Besetzung. Abgerufen am 6. September 2025</ref> Außerdem wirkte er in verschiedensten Charakteren in mehreren Fernsehfilmen mit. In der Utta-Danella-Verfilmung Der Mond im See (2004) war er der „unstete Ehemann“, in der TV-Reihe Der Arzt vom Wörthersee (2007–2008) der eifersüchtige Ex-Ehemann und knallharte Klinikmanager, in der ZDF-Filmreihe Meine wunderbare Familie (2010) der jüngere Lebenspartner einer alternden Chansonette (Isa Jank).<ref>Der Mond im See. Handlung und Besetzung. Abgerufen am 6. September 2025</ref><ref>Der Arzt vom Wörthersee: Ein Rezept für die Liebe. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 6. September 2025</ref><ref>Der Arzt vom Wörthersee – Ein Wink des Himmels. Abgerufen am 6. September 2025</ref><ref>Meine wunderbare Familie - Auf neuen Wegen. Abgerufen am 6. September 2025</ref> In der Vorabendserie Unter uns spielte er von März bis Juni 2004 die Rolle des Mathematiklehrers Ole Anderson.<ref>Unter uns: Folgen 2301 bis 2400 (März 2004 bis August 2004). Abgerufen am 6. September 2025</ref>
Sein Debüt als Theaterschauspieler hatte er 1988 unter der Regie von Ute Cremer in William Mastrosimones Bühnenstück Tagträumer (Woolgatherer) am Modernen Theater in München.<ref name="CF" /> 1990 gehörte er zum Ensemble des Tanztheaters Waiting for the Beast (Regie: Mark Allan Davis), das am Theater im Marstall in München uraufgeführt wurde.<ref name="CF">Tobias Hoesl. Profil und Vita bei CASTFORWARD. Abgerufen am 6. September 2025.</ref> 2006 war er in einer Produktion der Neuen Schaubühne München mit dem Stück Geliebte Hexe, einer romantischen Komödie, gemeinsam mit seiner Schauspielkollegin Marion Mitterhammer auf Tournee.<ref>"Geliebte Hexe" konnte die Zuschauer nicht verzaubern. Kritik. In: Hamburger Abendblatt vom 7. April 2006</ref> In der Theatersaison 2007/08 ging er mit der Komödie Überraschung, Überraschung! gemeinsam mit Christine Zierl und Jenny-Joy Kreindl auf Tournee.<ref>Erkrather lieben Komödien. In: Rheinische Post vom 13. Juli 2007. Abgerufen am 6. September 2025</ref> Er unternahm Lesereisen mit dem englischen Kriminalbuchautor Andrew Taylor und szenische Lesungen mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz zu Themen von „Romeo und Julia“.<ref>Henrike Heiland: „Leichen interessieren mich nicht“. In: FOCUS vom 17. April 2008. Abgerufen am 6. September 2025</ref>
2025 wurde er zum Ehrenpräsidenten des 4. Internationalen Märchenfilm-Festivals fabulix in Annaberg-Buchholz ernannt und war damit der erste international bekannte Darsteller, der dieses Amt innehatte.<ref>Tobias Hoesl – Ein Ehrenpräsident mit märchenhafter Geschichte, abgerufen am 29. August 2025</ref>
Filmografie (Auswahl)
- 1983: …und das Leben geht weiter (...e la vita continua, Fernsehserie)
- 1985: Morenga
- 1985: Frau Holle (Perinbaba)
- 1986: Die Schwarzwaldklinik (Fernsehserie, Folgen 1x17–1x18)
- 1986: La Storia (Fernsehserie)
- 1986: Eine Frau in Venedig (Una donna a Venezia, Fernsehserie)
- 1987: Der Alte – Der sanfte Tod
- 1987: Die Pfauenfeder (Pávie pierko)
- 1987: Le lunghe ombre (Kinofilm)
- 1987: Lockwood Desert, Nevada (Kinofilm)
- 1988: Derrick – Eine Reihe von schönen Tagen
- 1988: Rausch der Verwandlung (TV, Miniserie)
- 1990: Dr. M
- 1991: Der Eisbärkönig (Kvitebjørn Kong Valemon)
- 1991: Das Traumschiff – Disney World (Fernsehreihe)
- 1992: Mit Schwert und Leidenschaft (De terre et de sang, Fernsehfilm)
- 1992: Derrick – Ein merkwürdiger Privatdetektiv
- 1993: Das Traumschiff – Indien/Malediven (Fernsehreihe)
- 1993: Catherine Courage (TV, Miniserie)
- 1993: Glückliche Reise – Jamaica (Fernsehreihe)
- 1994: Florida Lady – Honeymoon nach Fahrplan
- 1995: Tatort – Im Herzen Eiszeit (Fernsehreihe)
- 1995: Ein Fall für zwei – Ein anständiger Mörder
- 1995: Belle Époque (TV, Miniserie)
- 1996: Solange es die Liebe gibt
- 1996: Terre indigo (TV, Miniserie)
- 1996: Die Rückkehr des Sandokan (Il Ritorno di Sandokan)
- 1997: Derrick – Pornocchio
- 1998: Winnetous Rückkehr (1. und 2. Teil)
- 1999: Klinik unter Palmen (Fernsehreihe)
- 1999: Der Bulle von Tölz: Tod aus dem All
- 1999: Siska – Der Bräutigam der letzten Tage
- 2000: Der Flug des Adlers (Le ali della vita, Fernsehfilm)
- 2001: Küstenwache – Böser Schatten
- 2001: SOKO 5113 – Ein mörderischer Fall
- 2002: Polizeiruf 110 – Henkersmahlzeit (Fernsehreihe)
- 2002: Storia di guerra e d’amicizia (Fernsehfilm)
- 2004: Unter uns (Fernsehserie, Folgen 2297–2367)
- 2004: Utta Danella – Der Mond im See (Fernsehreihe)
- 2004: Unser Charly – Flieg, Vogel, flieg!
- 2005: Polizeiruf 110 – Heimkehr in den Tod (Fernsehreihe)
- 2006: Die Rosenheim-Cops – Die doppelte Venus
- 2007–2008: Der Arzt vom Wörthersee (Fernsehreihe)
- 2008: SOKO Wismar – Zerbrochenes Glas
- 2009: La saison des immortelles (Fernsehfilm)
- 2009: L’onore e il rispetto (Fernsehserie)
- 2010: Meine wunderbare Familie – ...auf neuen Wegen (Fernsehreihe)
- 2012: Inga Lindström: Vier Frauen und die Liebe (Fernsehreihe)
- 2012–2013: Sturm der Liebe (Fernsehserie, Folgen 1669–1682)
- 2013: Die Rosenheim-Cops – Dabei sein ist alles
- 2016: Tierärztin Dr. Mertens – Die Realistin
- 2018: SOKO Wismar – Hafen der Ehe
- 2020: Deutschlands große Clans – Die Deichmann-Story
- 2021: Souls
Weblinks
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- Vorlage:Filmmakers
- Tobias Hoesl bei Frederking Management
- Tobias Hoesl bei www.vollfilm.de
- Interview mit Tobias Hoesl (2025)
Einzelnachweise
<references />
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- Filmschauspieler
- Theaterschauspieler
- Darstellender Künstler (München)
- Absolvent der Hochschule für Musik und Theater München
- Deutscher
- Geboren 1961
- Mann