Toom Baumarkt
| toom Baumarkt GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Toom Baumarkt.svg | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1978<ref name=":1" /> |
| Sitz | Köln, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | ca. 18.000 (2022)<ref name=":4" /> |
| Umsatz | 2,5 Mrd. Euro (2024)<ref name=":4">Über das Unternehmen. Struktur und Vertriebslinien: toom Baumarkt. Rewe Group, abgerufen am 16. Juni 2025.</ref> |
| Branche | Einzelhandel |
| Website | www.toom.de |
| Stand: 11. Februar 2025 | |
Toom Baumarkt (Eigenschreibweise: toom) [sprich: <templatestyles src="IPA/styles.css" />] ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Köln. Es betreibt an bundesweit rund 330 Standorten Baumärkte und Gartencenter unter den Marken toom, B1 Discount Baumarkt und Klee.<ref name=":2">Über uns. Toom Baumarkt, abgerufen am 1. August 2017.</ref> Toom Baumarkt gehört zu den führenden Baumarkt-Handelsketten und ist eine Tochtergesellschaft der Rewe Group.<ref>Baumarkt lädt zum Familientag mit Fest ein. In: Rheinische Post. 21. Juni 2014.</ref><ref>Top-500 Datenbank: Toom Baumarkt GmbH. In: CIO. Abgerufen am 1. August 2017.</ref>
Geschichte
Die Marke toom wurde Ende der 1960er Jahre entwickelt. Das erste SB-Warenhaus der Marke toom wurde am 9. Juni 1970 durch den Unternehmer Willi Leibbrand in Friedrichsdorf bei Frankfurt eröffnet. Acht Jahre später eröffnete der erste Baumarkt der Marke Toom 1978 in Frankfurt am Main.<ref name=":1">Bauchtanz zwischen Besen und Bohrmaschinen. In: Neue Westfälische. 13. Oktober 2008.</ref> In den 1980er und 1990er Jahren expandierte das Unternehmen im gesamten Bundesgebiet. Anschließend setzte man vor allem auf Übernahmen: 1997 kaufte die Rewe Group zunächst die Klee Gartencenter und führte sie mit Toom Baumarkt zusammen.<ref>Rewe übernimmt Marktkauf-Baumärkte. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 17. Mai 2007, abgerufen am 1. August 2017.</ref> Mitte 1997 kamen 52 Standorte der insolventen Baumarkt- und Gartencenter-Kette Götzen hinzu.<ref>Nach Übernahme: Toom lädt ein zur Party, Baumarkt geht in Offensive. In: Mitteldeutsche Zeitung. 22. Juli 1998.</ref><ref>Die Zukunft von Götzen liegt bei Rewe. In: Handelsblatt. 30. März 1998, S. 14.</ref> Einige weitere Filialen wurden in das Vertriebsnetz von Toom Baumarkt integriert, ohne direkt übernommen zu werden.<ref>Weitere Filialen für Rewe. In: Handelsblatt. 7. Mai 1998, S. 19.</ref> Zum Jahreswechsel 1998/1999 erwarb Rewe alle 138 Stinnes-Baumärkte mit 3.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 1,8 Milliarden DM von der Veba-Tochter Stinnes AG.<ref name=":0">Rewe-Konzern macht Großeinkauf: 138 Stinnes-Baumärkte übernommen. In: Die Tageszeitung. 3. Dezember 1998, S. 9.</ref><ref name=":22">Manfred Vossen: Toom-Baumarkt wird zur Top-Adresse: Mit der Übernahme der Stinnes-Filialen katapultiert sich Rewe in die Spitzengruppe der Branche. In: Lebensmittel Zeitung. Nr. 49, 4. Dezember 1998, S. 4.</ref><ref name=":3">Rewe-Gruppe übernimmt Stinnes-Baumärkte. In: Handelsblatt. 2. Dezember 1998, S. 12.</ref> Durch die genannten Akquisitionen baute Toom Baumarkt seine Marktposition signifikant aus: Während man 1998 in 76 Baumärkten rund 700 Millionen Mark umsetzte, kam die Kette nun auf über drei Milliarden Mark.<ref>Rewe avanciert zur Nummer drei der Baumarktszene. In: Handelsblatt. 3. Dezember 1998, S. 16.</ref> Die Zukäufe gelten als Beispiel für die Konsolidierung der Branche Ende der 1990er Jahre.<ref>Stefan Schmortte: Baumärkte: Nägel mit Köpfen. In: Focus Magazin. 18. Mai 1998, S. 290.</ref> Die Rewe Group machte sich durch die Investitionen in Toom Baumarkt unabhängiger vom Lebensmitteleinzelhandel.<ref>Frank Vallender: Rewe-Handelsgruppe weiter auf Erfolgskurs. In: Bonner General-Anzeiger. 18. Februar 1999, S. 21.</ref><ref>Rewe setzt auf Heimwerker. In: Darmstädter Echo. 3. Dezember 1998.</ref>
Im Zuge der Integration der Götzen- und Stinnes-Filialen verlegte Toom Baumarkt seinen Sitz von Mülheim an der Ruhr nach Köln, wo das Unternehmen bis heute angesiedelt ist. Nach der Jahrtausendwende experimentierte man mit digitalen Angeboten in ausgewählten Filialen, beispielsweise in Form elektronischer Infotafeln an Einkaufswagen.<ref>Toom testet Infoboards. Einkaufswagen zeigt Sonderangebote an. In: Hamburger Abendblatt. 6. Januar 2000, S. 13.</ref><ref>Jan Eric Lindner: Piepshow im Supermarkt. In: Hamburger Morgenpost. 19. Januar 2000.</ref> Vereinzelt kamen auch Roboter für die Betreuung der Kunden zum Einsatz.<ref>Roboter helfen im Baumarkt bei der Betreuung der Kunden. In: Handelsblatt. 25. Juli 2007, S. 19.</ref> Außerdem wurde der Ausbau des Franchise-Systems forciert.<ref>Schnäppchen für alle Kunden. In: Passauer Neue Presse. 26. Oktober 2004.</ref> 2002 führte die Rewe Group an umsatzschwachen Standorten von Toom Baumarkt ein Discount-Konzept ein, zunächst unter der Marke Zack.<ref>Rewe ist auf Zack. Überbrückung bei umsatzschwachen Toom-Baumärkten. In: Frankfurter Rundschau. 18. Juli 2002, S. 26.</ref> Ab 2006 erfolgte eine umfassende Modernisierung der restlichen Baumärkte. Hierbei investierte das Unternehmen insbesondere in den Kundenservice.<ref>Komplettlösung aus einer Hand. In: Südkurier. 25. Juli 2006.</ref> Im Zusammenhang mit einem Relaunch der Marke Toom wurde die Kette stärker auf Frauen ausgerichtet.<ref>Markus Ridder: An alles gedacht. Toom: Auf die Frau gekommen. In: Horizont. 28. Juni 2007, S. 16.</ref><ref>Martin Fröhlich: Männerwelt mit femininer Note. In: Neue Westfälische. 8. März 2008.</ref>
2007 stärkte die Rewe Group durch Übernahme von 133 Marktkauf-Standorten erneut die Baumarkt-Sparte.<ref>Rewe stärkt Baumarktsparte. In: Darmstädter Echo. 18. Mai 2007.</ref> Die betroffenen Filialen wurden in Toom Baumarkt umbenannt,<ref>Baumarktbranche: Marktkauf-Märkte werden zu Toom. In: Immobilien-Zeitung. 6. September 2007, S. 7.</ref> wodurch sich die Kette ihre Position als drittgrößter Anbieter sicherte.<ref>Marktkauf-Baumarkt gehört jetzt zur Toom-Gruppe. In: Neue Westfälische. 31. August 2007.</ref> Bei der weiteren Expansion öffnete sich das Unternehmen für kleinere Projektentwickler, um seine Präsenz in der Fläche weiter auszubauen.<ref>Expansion: Toom Baumarkt öffnet sich für kleinere Entwickler. In: Immobilien-Zeitung. 13. Januar 2011, S. 9.</ref> Neben dem Neubau von Baumärkten und Gartencentern übernahm Toom Baumarkt auch Filialen der Konkurrenz, beispielsweise Obi und Praktiker.<ref>Reinhold Budde: Toom zieht in die Stadt. Baumarkt aus der Rewe-Gruppe ersetzt den Obi. In: Westfalen-Blatt. 21. Februar 2013.</ref><ref>Thomas Reuter: Aus Praktiker wird Toom. In: Westdeutsche Zeitung. Kreis Mettmann. 18. Januar 2014.</ref> Vereinzelt gab es unter der Marke Toom auch SB-Warenhäuser, die ab Mitte der 2000er Jahre in Rewe Center umgewandelt wurden.<ref>Mario Heinke: Aus dem Toom-Markt wird ein Rewe-Center. In: Sächsische Zeitung. 21. Januar 2014, S. 15.</ref>
Seit etwa 2010 kümmerte sich Toom Baumarkt verstärkt um das Thema Nachhaltigkeit. Dies betrifft unter anderem die Verwendung nachhaltiger Materialien beim Bau der Märkte oder den Ausbau nachhaltiger Produkte im Sortiment sowie den flächendeckenden Verzicht auf Glyphosat.<ref>Baumarkt: Toom macht in Öko. In: Immobilien-Zeitung. 8. März 2012, S. 9.</ref><ref>Sonja Scheferling: Toom Baumarkt setzt auf nachhaltigere Produkte. In: Umweltdialog. 24. Februar 2015, abgerufen am 15. August 2017.</ref><ref>Jürgen Vogt, Ingo Arzt: Koks und Rewe künftig ohne Glyphosat. In: Die Tageszeitung. 12. Mai 2015, S. 9.</ref>
2025/2026 führte Toom eine Werbekampagne mit der Aktivistin Irmela Mensah-Schramm durch und drückte darin Unterstützung für ihre Aktionen aus. Schramm ist dadurch bekannt geworden rechte Parolen in der Öffentlichkeit zu übermalen.<ref>Bärbel Egli-Unckrich: Toom setzt ein Statement – mit Schaber, Bürste und einer 80-jährigen Aktivistin. In: Campaign Germany. 26. Januar 2026, abgerufen am 8. Februar 2026.</ref><ref>Ingo Rentz: Toom startet erstmals Haltungskampagne. In: Horizont. 26. Januar 2026, abgerufen am 8. Februar 2026.</ref><ref>Scholz & Friends: Irmela vs. Nazis, abgerufen am 8. Februar 2026</ref><ref>Tim Gieselmann: Toom setzt mit neuem Werbeclip auf Haltung. In: Turi2. 26. Januar 2026, abgerufen am 8. Februar 2026.</ref>
Marken
Toom Baumarkt
Toom Baumarkt 31 ist die Keimzelle des Unternehmens.<ref name=":1" /> Das Sortiment umfasst Produkte aus den Bereichen Garten und Freizeit, Bauen und Renovieren, Wohnen und Haushalt, Werkstatt und Maschinen sowie Bad und Sanitär.<ref>Produkte. Toom Baumarkt, abgerufen am 1. August 2017.</ref> Seit 2012 bietet Toom Baumarkt Produkte unter der Eigenmarke „toom“ an.<ref>Toom Baumarkt: Eigenmarken für den Garten. In: Dega Grüner Markt. 27. April 2012, abgerufen am 15. August 2017.</ref> Dazu gehört auch ein Bio-Sortiment für den Nutzgarten.<ref>Marken. Toom Baumarkt, abgerufen am 1. August 2017.</ref><ref>Spezial: Toom Baumarkt. In: Darmstädter Echo. 10. April 2014.</ref><ref>Baumarkt lockt mit Frühjahrspflanzen. In: Rheinische Post. 12. April 2014 (Ausgabe Langenfeld).</ref> Zielgruppe der Toom-Baumärkte sind sowohl Heimwerker als auch professionelle Handwerker.<ref>Große Auswahl für Heimwerker wie Profis. In: Badische Zeitung. 21. Mai 2004, S. 22.</ref> Das Unternehmen bewirbt eine Reihe von Qualitäts-, Service- und Preis-Garantien,<ref>Service & Beratung. Toom Baumarkt, abgerufen am 1. August 2017.</ref> die mit den Angeboten anderer Ketten vergleichbar sind.<ref>Michael Knauer: Baumärkte sägen mit Preiskämpfen am eigenen Ast. In: Frankfurter Neue Presse. 18. Oktober 2003, S. 6.</ref>
B1 Discount Baumarkt
Mit Eröffnung des ersten Zack-Baumarkts im Jahr 1999 in Wuppertal stieg die Rewe Group in das Discount-Segment ein.<ref>Bauen, Einrichten, Wohnen. Die Eröffnung eines „Zack“-Discounts bedeutet für die Rewe keinen Einstieg in den Baumarkt-Discount. In: Handelsjournal. 15. November 1999, S. 22.</ref> In den folgenden Jahren multiplizierte der Konzern das Konzept in Zusammenarbeit mit selbstständigen Händlern.<ref>Bauen, Einrichten, Wohnen. Toom Baumarkt will das Discount-Konzept Zack multiplizieren und für Baumärkte selbständige Händler als Partner gewinnen. In: Handelsjournal. 15. April 2001, S. 20.</ref> Wegen Streitigkeiten um die Namensrechte tritt die Kette seit 2007 unter dem Namen „B1 Discount Baumarkt“ auf.<ref>Rewes Billigbaumärkte: Aus Zack wird B1. In: Immobilien-Zeitung. 8. November 2007, S. 6.</ref> Das Sortiment umfasst 12.000 Artikel aus den Bereichen Garten, Innenausbau, Wand- und Deckengestaltung, Renovierung, Installation sowie Werkzeug und Maschinen.<ref>Über B1. Toom Baumarkt, abgerufen am 1. August 2017.</ref>
Klee Gartenfachmarkt
Neben den Toom- und B1-Baumärkten betreibt das Unternehmen die Klee-Gartenfachmärkte für Pflanzen und andere Gartengeräte, -möbel und -zubehör.<ref name=":2" /> Im Jahr 2022 gab es bundesweit noch ein solches Gartencenter in Leipzig, an dem die Rewe Group zu rund 20 % beteiligt war.
Weblinks
- Website der Toom Baumarkt GmbH
Einzelnachweise
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