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Traunbach

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Vorlage:Infobox Fluss Der Traunbach – im Volksmund auch nur kurz die Traun,<ref>Eigene Beobachtungen im Landkreis Birkenfeld.</ref> am Oberlauf Thranenbach – ist ein gut 19 km langer Bach im südwestlichen Hunsrück in Rheinland-Pfalz und ein linker Zufluss der Nahe.

Geographie

Verlauf

Der Traunbach entspringt im Schwarzwälder Hochwald am Südostfuß des Erbeskopfs und heißt auf seinem südwestwärts ziehenden Oberlauf zunächst Thranenbach. Knapp einen Kilometer vor dem Ortseingang von Börfink knickt er auf südlichen Kurs ab und wendet sich dann bei der Annäherung an die Gemeinde Abentheuer mehr und mehr südostwärts. Schließlich mündet er beim Ortsteil Neubrücke der Ortsgemeinde Hoppstädten-Weiersbach von links in die dort eben aus dem Saarland nach Rheinland-Pfalz übergewechselte Nahe.

Der einzige Pegel am Traunbach steht in der Gemeinde Abentheuer.<ref name="pegel" />

Auf seinem 19,2 km langen Weg überwindet der Bach einen Höhenunterschied von ca. 300 m, was einem mittleren Sohlgefälle von 16 ‰ entspricht. Der Traunbach entwässert ein Einzugsgebiet von 64,861 km² über Nahe und Rhein zur Nordsee.

Zuflüsse

Direkte Zuflüsse von der Quelle zur Mündung, Auswahl: Vorlage:Mehrspaltige Liste

Flora und Fauna

Der Traunbach fließt anfangs durch den Hochwald, später durch extensiv genutzte Talwiesen. Am Ufer wachsen vor allem Weiden und Erlen, die heute kaum noch wirtschaftlich genutzt werden.

Graureiher und Stockenten sind die häufigsten Wasservögel im Bachtal, auch der Wasseramsel und dem Eisvogel bietet das schnell fließende Gewässer Lebensraum.

Teile der Habitate am Fluss liegen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Geschichte

Das Wasser des Traunbachs trieb früher Mühlen an. An einigen Abschnitten seines Laufs legte man seitliche Gräben an, um diesen eine kontinuierliche Wasserzufuhr zu verschaffen. Dies war von Bedeutung, weil auf dem Bach und seinen Zuflüssen (vor allem Riedfloß, Ramstaller Floß, Taubenfloß, Ochsenfloß und Dämmelsfloß, deren Namen auf die alte Nutzung hinweisen) auch Scheitholz transportiert wurde; diese Triftung bedingte, dass die Wasserführung zeitlich stark schwankte. Die Alte Mühle bei Börfink ist heute ein Landgasthof, der auch Übernachtungen anbietet.<ref>Zur Alten Mühle, abgerufen am 21. August 2021.</ref>

Um 1800 wurde in der Abentheuerer Hütte, die als Industriedenkmal eingestuft ist, in einem Hochofen Eisen verarbeitet, das in der Gegend abgebaut wurde.<ref>Die Abentheurer Eisenhütte, Birkenfelder Land.</ref><ref>Vorlage:KuLaDig</ref> Zur Anlage gehörte ein Hammerwerk mit oberschlächtigem Wasserrad aus Eisen, das vom Wasser einer linken Ableitung des Traunbachs angetrieben wurde und noch teilweise erhalten ist.

Mühlen

Vorlage:Mehrspaltige Liste

Bilder

Einzelnachweise

<references />